Fußball-Landesliga: Der FC Singen 04 hat sich von Trainer Wolfgang Stolpa getrennt. Wie der Verein mitteilte, wurde die Entscheidung in einer kurzfristig einberufenen Vorstandssitzung am Montagabend gefällt.

Schwere Entscheidung

„Das ist uns sehr schwergefallen“, sagt Volker Mußgnug, Vorsitzender des Singener Traditionsvereins. „Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zu Wolfgang Stolpa. Und wenn man jemanden schätzt, ist es nicht einfach, eine solche Nachricht zu überbringen.“

„Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen. Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zu Wolfgang Stolpa“, sagt Volker Mußgnug, Vorsitzender des FC Singen 04, zur Trennung von Wolfgang Stolpa.
„Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen. Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zu Wolfgang Stolpa“, sagt Volker Mußgnug, Vorsitzender des FC Singen 04, zur Trennung von Wolfgang Stolpa. | Bild: SK

24 Gegentore in acht Spielen

Letztlich sei es aber eine analytische, vom Kopf und nicht vom Herzen gesteuerte Entscheidung gewesen. „Das 1:6 zuletzt im Heimspiel gegen Dettingen, der drittletzte Tabellenplatz und 24 Gegentore in acht Spielen – da mussten wir einfach dagegensteuern“, nennt Mußgnug Gründe für die Demission von Wolfgang Stolpa, der in der Schlussphase der Saison 2017/2018, damals noch in der Verbandsliga, das Traineramt beim FC Singen 04 übernommen hatte und nach dem Abstieg in der vergangenen Landesliga-Saison den zehnten Abschlussplatz mit den Hohentwielern belegt hatte.

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Viele Einzelgespräche geführt

Dass es in dieser Saison derart schlecht läuft für den Club, kann sich Volker Mußgnug nicht erklären. „Wir haben in letzter Zeit viele Einzelgespräche geführt mit den Spielern und hatten immer den Eindruck, dass sie hinter dem Trainer stehen“, erklärt der Singener Vorsitzende.

Doch was Mußgnug dann im letzten Heimspiel gegen Dettingen-Dingelsdorf ansehen musste, habe ihn und die Vorstandschaft zum Handeln gezwungen. „Technisch versierte Spieler laufen nervös über den Platz und machen einfachste Fehler: Das ist ein Zeichen dafür, dass das Selbstvertrauen weg ist“, so Mußgnug, der hofft, mit dem Trainerwechsel ein Zeichen im Team setzen zu können.

Nachfolger steht noch nicht fest

Wer für Wolfgang Stolpa, der gestern nicht zu erreichen war, das sportliche Kommando beim FC Singen 04 übernimmt, steht noch nicht fest. „Wir sind aber in Gesprächen mit einem Wunschkandidaten und hoffen, dass diesbezüglich schnellstmöglich eine Entscheidung fällt“, erklärt Volker Mußgnug. Bis dahin leitet Co-Trainer Axel Storz das Training bei den Nullvierern, die am kommenden Samstag um 15.30 Uhr beim Tabellendritten FC Bad Dürrheim antreten müssen.

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