Fußball-Landesliga: Da spielte die SpVgg F.A.L. eine starke Rückrunde in der Saison 2018/19, wird von einigen Experten prompt zu den Titelanwärtern gezählt, und dann ein Fehlstart beim Saisonauftakt – 0:1-Niederlage in Furtwangen. Wieder ein Fehlstart wie ein Jahr zuvor? Also doch kein Titelfavorit?

Niederlage Verkettung von vielen Ursachen

„Das war eine Verkettung von vielen Ursachen“, blickt F.A.L.-Trainer Joachim Ruddies auf das Gastspiel im Hochschwarzwald zurück. Wichtige Spieler fehlten verletzt, überraschend wurde auf dem Hartplatz gespielt, obwohl der Rasenplatz im Furtwangener Stadion gestreut war, und erst im Laufe der Fahrt zum Spiel stellte sich außerdem heraus, dass die Freigabe für Neuzugang Tobias Fischer noch nicht vorlag. Während des Spiels riss die Pechsträhne auch nicht ab, wurde kurz vor der Pause ein F.A.L.-Treffer nicht gegeben, weil der Schiri-Assistent auf Abseits entschied. „Das wäre der Dosenöffner gewesen“, blickt Ruddies zurück, räumt aber ein: „Wir haben aber auch nicht gut gespielt, waren nicht konsequent genug.“ Nach diesem unrühmlichen Auftakt erzielten aber die F.A.L.-Angreifer zehn Tore in zwei Spielen, drehten vergangenes Wochenende beim Titelanwärter FC Bad Dürrheim einen 0:2-Rückstand in einen 4:2-Sieg.

F.A.L.-Offensive hat schon „gewisse Qualität“

„Unsere Offensive hat schon eine gewisse Qualität, auch wenn mit Niklas Blank ein wichtiger Spieler bis zur Rückrunde nicht zur Verfügung steht“, kommentierte Ruddies. Und so kehrt nach den zwei Siegen und dem Aufschließen zur Tabellenspitze bei ihm zwar die Zuversicht zurück, doch aus jenem Sieg in Bad Dürrheim jetzt zu schließen, dass sein Team nun zum Favoritenkreis zähle, das geht ihm zu weit: „Ich sehen uns nicht als Favorit, da gibt es einige andere Mannschaften, die das Potenzial dazu haben. Unser Ziel ist und bleibt es, wenn möglich unter die ersten Fünf zu kommen.“

Tiefstapeln ist der Phase durchaus normal

Tiefstapeln in dieser Saisonphase ist durchaus normal und die SpVgg F.A.L. steht jetzt auch vor einer Serie von schwierigen Spielen, in denen ein Bekenntnis zu höheren Ambitionen zum Bumerang werden könnte. So geht es am Wochenende gegen den FC Überlingen, dem nun endlich der ersten Saisonsieg gelungen ist. „Wir haben nun einige schwere Spiele vor der Brust – Überlingen, Denkingen und den Hegauer FV. Der FC Überlingen wird nach den ersten drei Punkte der Saison natürlich mit breiter Brust zu uns kommen und da steckt ohnehin viel Potenzial in dessen Kader. Im Derby gegen Denkingen fehlt uns die komplette Innenverteidigung und der Hegauer FV hat mächtig Power in der Offensive“, blickt Joachim Ruddies mit etwas gemischten Gefühlen auf die nächsten Aufgaben.

Aufsteiger schneiden gut ab

Das bisher gute Abschneiden der Aufsteiger überrascht den erfahrenen Landesligatrainer nicht: „Der Hegauer FV und auch der SC Gottmadingen-Bietingen verfügen über gute Mannschaften, die sicherlich gut in der Landesliga mithalten können“, prognostiziert Ruddies, dass die Aufsteiger womöglich wenig mit dem Abstieg zu tun bekommen. Anzeichen für eine ausgeglichene und spannende Saison.