Fußball-Landesliga: Eine überraschend entspannte Saison durchlebte der SV Denkingen in der Runde 2018/19. Von Anfang an war der damalige Aufsteiger vorne dabei, und der befürchtete Einbruch blieb aus. Die Linzgauer rutschten nie weiter ab als auf Rang fünf und beendeten die Runde als Vierter. „Damals wurde der Schwung vom Aufstieg gut mitgenommen, die Mannschaft war da phasenweise euphorisiert“, beurteilt der Denkinger Trainer Patrick Fähnrich den damaligen Lauf seiner Mannschaft.

Selbstkritischer Spielertrainer

Symptomatisch dafür steht SVD-Offensivspieler Jonathan Scheike, im Vorjahr mit 20 Treffern der beste Denkinger Torjäger, in dieser Runde hat er bisher noch gar nicht getroffen, am Sonntag aber das 2:0 vorbereitet. „Die Tore, die Jonathan in der letzten Runde erzielt hat, müssen wir jetzt als Verbund schaffen“, weiß Fähnrich, dass es für Stürmer, die sich einen gewissen Ruf erarbeitet haben, zunehmend schwer wird. Und auch sich selbst bindet der Spielertrainer hier mit ein: „Da habe ich auch von mir mehr erwartet!“

Rote Laterne am sechsten Spieltag übernommen

Wenn es in der Offensive nicht rund läuft, dann sollte wenigstens die Defensive stabil stehen. Doch auch hier hat es zu Saisonbeginn geharzt. Das Ergebnis: Am sechsten Spieltag übernahm Denkingen die Rote Laterne des Schlusslichts. Zuletzt aber ging der Trend aufwärts. Nur eines der letzten sieben Spiele wurde verloren, sieben Gegentreffer, davon vier gegen den FC Singen 04, musste man in dieser Zeit hinnehmen.

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Es geht aufwärts

„Wir haben das Vertrauen zurückgewonnen und stehen nun in der Defensive stabiler, obwohl wir häufig durchwechseln mussten“, sieht Fähnrich, dass es im Spiel seiner Elf, aber auch in Sachen Ergebnisse und Tabellensituation aufwärts geht, auch wenn die einzelnen Resultate differenziert zu betrachten sind. Das 0:0 beim souveränen Tabellenführer FC 08 Villingen II war sicherlich ein Ausrufezeichen, das Remis auf eigenem Platz gegen Schlusslicht Neustadt eher enttäuschend.

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Lob an die Mannschaft

„Die Stabilisierung der Abwehr ging etwas auf Kosten der Offensive“, räumt Fähnrich ein, doch er erwartet, dass sich auch das noch einpendeln wird. Immerhin hat es am Sonntag zum zweiten Heimsieg gereicht. „Die Gelb-Rote Karte für die Gäste hat uns sicherlich ein wenig in die Karten gespielt. Aber ich muss da meine Mannschaft auch loben. Der Gegner hat in Unterzahl hoch gepresst und wir haben unter Druck gut agiert.“ Doch gegen die SG Dettingen-Dingelsdorf blieb es trotz klarem Chancenplus für die Gastgeber bis in die Schlussphase spannend, sodass Fähnrich lediglich einen Punkt zu kritisieren hat: „Wir hätten das Spiel schon früher entscheiden müssen.“

Hier versucht der Dettinger Simon Büttner (rechts), den Denkinger Kapitän Tino Wagner bei der Ballannahme zu stören.
Hier versucht der Dettinger Simon Büttner (rechts), den Denkinger Kapitän Tino Wagner bei der Ballannahme zu stören. | Bild: Fischer, Eugen

„Harte Saison bis zum Ende“

Für den weiteren Saisonverlauf prognostiziert der Denkinger Spielertrainer: „Das wird bis zum Ende eine harte Saison, die Liga ist dicht beisammen. Wir müssen daher vorsichtig sein, aber auch wieder auf unsere Stärken bauen.“

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