Fußball-Landesliga: VfR Stockach – Hegauer FV (Samstag, 16 Uhr). – Der Spitzenreiter gastiert beim Tabellendritten – das Spitzenspiel des vierten Spieltags hatten nicht einmal die Beteiligten in dieser Konstellation erwartet. „Der Tabellenplatz war nicht unser Ziel“, räumt HFV-Trainer Ronny Warnick ein, dass sein Team deutlich über dem Soll liegt. Doch, so der Coach des Aufsteigers, seine Spieler wollen zeigen, dass sie besser sind, als die Ergebnisse der Vorbereitung vermuten ließen.

Der Faktor Glück

Ähnlich sieht es sein Gegenüber, VfR-Trainer Daniel Wieser: „Durch die sehr durchwachsene Vorbereitung konnte das nicht erwartet werden.“ Und auch in einem anderen Aspekt sind sich beiden Trainer einig. „Wir hatten einfach in den entscheidenden Momenten das nötige Glück, und ein Team, das an sich glaubt“, blickt Wieser auf die ersten Saisonspiele zurück und Warnick bringt den Faktor auch ins Spiel: „Außerdem hatten wir Glück, dass wir in den ersten drei Spielen weitestgehend auf unseren kompletten Kader zurückgreifen konnten.“

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Geht man ein wenig ins Detail, so fällt auf, dass es beim VfR gar nicht so sehr das von der Konkurrenz hoch eingeschätzte Offensivpotenzial ist, sondern viel mehr die Defensive – mit nur zwei Gegentreffern ist er in der Bilanz gleichauf mit Titelanwärter FC 08 Villingen II.

„Topleistung zeigen“

Dies hat Warnick in seiner Analyse herausgearbeitet: „Mit dem VfR Stockach haben wir einen von mehreren ambitionierten Vereinen vor der Brust. Aktuell zeigt er sich auch in der Defensive sehr stabil und kompakt, und dass die Offensive immer für ein oder zwei Tore gut ist, hat er oft genug bewiesen. Da müssen wir als Mannschaft eine absolute Topleistung zeigen, wenn wir einen oder mehrere Punkte mitnehmen wollen.“

Die Abwehr der Hegauer steht stabil

Beim Hegauer FV steht die Abwehr recht stabil, aber auch die Offensivspieler scheinen sich recht gut in der neuen Spielklasse akklimatisiert zu haben. Darauf will Warnick in Stockach bauen – „Im Defensivverbund sollten wir an den letzten Spielen anknüpfen.“

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Daniel Wieser erwartet eine Begegnung auf Augenhöhe: „Vermutlich von Beginn an ein sehr taktisch geprägtes Spiel mit Derbycharakter.“ Wegen der größeren Erfahrung dürfte sein Team leicht favorisiert sein. Der Aufsteiger geht die Aufgabe entspannt an. Warnick: „So lange wir am Ende der Saison 37 Punkte haben, ist es kein Problem, wenn der kleine Lauf mal unterbrochen wird. Selbstverständlich so spät als möglich!“

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