Blickt man auf die nackten Ergebnisse, dann gewinnt man den Eindruck, als käme der FC Überlingen nicht so recht von der Stelle. Und das, obwohl vor zwei Wochen der ersehnte erste Heimsieg gelang, wie auch FCÜ-Trainer Florian Stemmer betont: „Gegen den FV Walbertsweiler-Rengetsweiler ist sicherlich der Knoten geplatzt, denn da haben wir ein gutes Spiel gezeigt!“

Danach folgte eine 0:2-Derbyniederlage bei F.A.L. Allerdings ist das kein Beinbruch. Schließlich ist die SpVgg neben Villingen II eine der saisonübergreifend dominierenden Mannschaften der Liga im Jahr 2019.

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Aber das Heimspiel gegen das Schlusslicht FC Schonach, das in dieser Runde noch keine Bäume ausgerissen hat, das hätte schon gewonnen werden sollen, um nicht früh in der Saison hinten in der Tabelle festzuhängen. Am Ende stand jedoch ein 2:2.

„Wenn wir zur Pause mit 5:0 geführt hätten, dann wäre das auch in der Höhe verdient gewesen, denn wir hatten Chancen ohne Ende. Dann würde das ganz anders aussehen. Aber wir machen immer wieder Fehler wie beim Ausgleich zum 1:1, oder wir machen den Sack nicht zu wie nach dem 2:1. So kriegen wir eben wieder ein Gegentor in der Schlussphase und es steht 2:2“, blickt Stemmer auf den jüngsten Spieltag zurück.

Bild: FC Überlingen
„Es ist zwar ein dummes Fußballsprichwort, aber leider gilt das bei uns zur Zeit: Wenn man vorne die Dinger nicht macht, dann bekommt man sie hinten.“
Florian Stemmer

Dennoch bleibt die Frage, woran es liegt, dass das Potenzial nicht in entsprechende Ergebnisse umgemünzt wird. „Jede Woche müssen wir mit einer anderen Formation spielen, auch in der Abwehr“, sieht Stemmer eine Ursache darin, dass verletzungs- und urlaubsbedingt immer wieder wichtige Spieler ausfallen, auch wenn er einräumt: „Das sieht bei anderen Mannschaften oft auch nicht anders aus, aber man kann sich so eben nicht einspielen!“

Aber Florian Stemmer bleibt Optimist: „Wenn man die ersten 45 Minuten gegen Schonach gesehen hat – das war richtig toller Fußball.“ Zudem geben ihm die Trainingseindrücke Zuversicht. „Wenn wir weiter so trainieren, dann kommt auch wieder der Erfolg und das wird gegen Neustadt so sein“, geht sein Blick schon zum kommenden Samstag.

In den kommenden Spielen muss eine Wende her

Allerdings müssen sich seine Schützlinge dazu auf dem Feld auch selbst belohnen, denn von der Trainerbank aus geht das nicht. Auch Leistungen wie gegen den Aufsteiger Hegauer FV, als seine Elf das Match wohl zu leicht anging, sollten sich nicht mehr wiederholen, wenn an die guten Eindrücke der Pokalspiele gegen den FC Singen 04 und den 1. FC Rielasingen-Arlen angeknüpft werden soll.

„Es muss bald eine Wende her, sodass es keine Zittersaison gibt“, erhofft sich der Überlinger Trainer Zählbares aus den nächsten Spielen.

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