Fußball-Bezirksliga: Mit 34 Treffern in acht Spielen dominierten am ersten Spieltag die Offensivreihen. Für die Zuschauer gab es durchweg unterhaltsame Partien. So darf es gerne weitergehen.

Halbes Dutzend Tore erzielt

Erster Spitzenreiter ist der FC Königsfeld nach dem unerwartet klaren 6:0-Erfolg beim Landesliga-Absteiger Geisingen. „Ich hatte uns durchaus einen Erfolg zugetraut, wenngleich die Höhe so nicht zu erwarten war. Fußball kann eben doch eine schöne Sportart sein“, freut sich FCK-Trainer Jörg Klausmann, zusammen mit Erik Raab im Trainer-Duo, um im gleichen Atemzug anzufügen: „Wir können und werden das Ergebnis realistisch einordnen. Es wird nicht immer so laufen.“ Gefallen hat Klausmann, dass seine Spieler sehr effektiv waren und in der Abwehr stabil standen. „Neben den sechs Treffern freut mich ebenso, dass wir zu null gespielt haben, wobei unser Torhüter zwei, drei gute Chancen vereitelte. Das war ein gut organisierter Auftritt, der Lust auf mehr macht.“

Geisingen verliert komplett den Faden

Dagegen hat diese Partie die gute Stimmung von Stefan Pröhl, Spielertrainer des SV Geisingen, ordentlich verhagelt. „Ich bin immer noch geschockt, eine ernüchternde Niederlage“, sagte Pröhl am Montag. Seine Elf habe die ersten 30 Minuten ein gutes Spiel gezeigt, doch nach dem 0:1 habe die Mannschaft komplett den Faden verloren. Auch die Halbzeitansprache, noch einmal alles zu probieren, verpuffte mit dem schnellen 0:3 nach dem Seitenwechsel. Pröhl: „Wir haben kein gutes Zweikampfverhalten gezeigt und verdient verloren. Gewundert hat mich, dass sich bei uns keiner der erfahrenen Spieler zeigte, um die Partie wieder unter Kontrolle zu bringen. Man kann gegen Königsfeld verlieren, doch die Höhe ist erschreckend. Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“

Spielgemeinschaft in bester Laune

Mit einem flauen Gefühl im Magen fuhr die SG Riedböhringen/Fützen am Sonntag nach Grafenhausen. „Bei einem Aufsteiger zu beginnen, ist kein dankbarer Job. Umso mehr freut mich, wie wir die Aufgabe gemeistert haben“, resümiert SG-Trainer Nurhan Adiclik. Seine Elf trat mit einem 3:0-Erfolg und bester Laune die Heimreise an. „Es hat sich ausgezahlt, dass ich Grafenhausen sehr gut kannte. So konnte ich meine Mannschaft gut einstellen und wir haben die Marschroute nie verlassen. Die schnelle Führung hat uns dabei geholfen“, fügt Arcilik an. Seine Elf habe durchgehend überlegen gespielt und hätte bei einer Vielzahl an Chancen auch höher gewinnen können, was an dem Tag aber nicht für Ärger sorgte. „Wir werden auf dem Boden bleiben. Primäres Ziel ist es, schnell 40 Punkte zu holen. Mit Marbach und Tennenbronn haben wir nun zwei Gegner, die uns deutlich mehr fordern werden“, ist sich Ardicik sicher.

Mario Maus sieht „seltsames Spiel“

Mit der Partie Tennenbronn gegen Hochemmingen stand am ersten Spieltag gleich ein Top-Spiel auf dem Programm. Beide zählen zu den Titelfavoriten. Mit acht Toren bot das Spiel allerbeste Unterhaltung, wobei der 5:3-Erfolg für Tennenbronn ein perfekter Auftakt war. Mario Maus, Trainer des FC Hochemmingen, sah in Tennenbronn „ein etwas seltsames Spiel“. Seine Elf habe keinen guten Start erwischt, dann aber die Führung erzielt. „Das 1:1 in der Nachspielzeit war ein ganz dummer Zeitpunkt. Dennoch schießen wir später nach dem Rückstand das 2:2. Dass wir gefühlte fünf Sekunden später das 2:3 kassieren, darf nicht passieren. Wir waren nicht präsent genug und auch in den Zweikämpfen haben wir nicht das gezeigt, was wir können“,ergänzt Maus. Ihn stören die fünf Gegentreffer. Da seien seine Akteure auch im Kopf zu langsam gewesen. Bei zwei Aluminiumtreffern sei später auch noch mehr möglich gewesen. Maus: „Wir werden die Niederlage analysieren und es künftig besser machen.“

Trainer Anders lobt schön herausgespielte Treffer

Dem FC Pfaffenweiler gelang mit dem 3:0-Erfolg gegen Aufsteiger Dauchingen der von den Gastgebern erhoffte Start. „Ich habe im Vorfeld oft vor Dauchingen gewarnt. Offenbar haben alle gut zugehört, denn wir hatten die Partie weitgehend im Griff“, freut sich Spielertrainer Patrick Anders. Beim schnellen 1:0 habe sein Elf etwas Glück gehabt, denn der Dauchinger Torhüter patzte. „Dafür haben wir den zweiten Treffer sehr schön herausgespielt. Später hätten wir auch höher gewinnen können“, ergänzt Anders. Er machte seinen Spielern für den Auftritt ein Kompliment, zumal noch einige Stammspieler fehlten. „Für eine Standortbestimmung ist es noch zu früh. Die nächste Partie in Bonndorf wird für uns eher zum Gradmesser“, blickt Anders schon voraus.

Starke 84 Minuten in Unterzahl

Die DJK Villingen brachte zum Auftakt aus Marbach einen Punkt mit (1:1). Schon nach sechs Minuten kassierte die DJK den ersten Platzverweis der Saison. „Ich fand es eine harte Entscheidung vom Schiedsrichter. Aber wenn du letzter Mann bist und ein Foul machst, musst du damit rechnen“, betont DJK-Trainer Dominik Beha. Wie seine Elf die 84 Minuten in Unterzahl agierte, gefiel Beha gut. „Wir hatten danach ein komplett anderes Spiel. Auch Marbach musste sich umstellen. Meine Spieler haben einen tollen Job gemacht. Den Punkt nehmen wir gerne mit.“ Mit der zwischenzeitlichen 1:0-Führung schien sogar mehr möglich, doch die Führung hielt nur sieben Minuten. „Wir waren in dieser Phase etwas zu euphorisch und wollten den zweiten Treffer. Beim Ausgleich waren wir zu weit aufgerückt. Ich werde das Thema im Training nochmals ansprechen. Das ist auch ein wichtiger Lernprozess der Mannschaft“, fügt Beha an.

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