Fußball-Bezirksliga: Nach drei Spieltagen hat allein der FC Pfaffenweiler noch eine blütenweiße Weste mit neun Punkten. Am anderen Ende der Tabelle warten die Teams aus Bräunlingen, Dauchingen und Geisingen noch auf den ersten Punkt.

Drei Spiele, drei Siege. Der FC Pfaffenweiler hat einen perfekten Saisonstart erwischt. „Wir haben auch beim 3:0 gegen Hölzlebruck wieder eine souveräne Leistung gezeigt. Wir haben uns viele Torchancen erarbeitet und auf der anderen Seite wenig zugelassen. Das war rundum eine tadellose Leistung unserer Mannschaft“, resümiert Spielertrainer Patrick Anders. Er musste im Vergleich zum vorherigen Wochenende auf vier Positionen umstellen, doch auch das steckte die Elf weg. „Eine positive Erkenntnis ist, dass wir Ausfälle aktuell deutlich besser als in den vergangenen Jahren kompensieren können. Wir werden die neun Punkte richtig einordnen und jetzt nicht überheblich auftreten. Wir sind auf einem guten Weg, doch das müssen wir Woche für Woche immer neu beweisen“, fügt Anders an.

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Mit dem 2:2 gegen Bonndorf erkämpfte Aufsteiger SV Aasen bereits den siebten Punkt. „Ich kann mit dem Zähler gut leben, zumal wir bis zur 80. Minute mit 0:2 hinten lagen. Bonndorf war über eine Stunde die klar bessere Mannschaft, wenngleich wir ein Chancenplus hatten“, betont Trainer Axel Schweizer. Er bewies ein glückliches Händchen, indem er beide Torschützen einwechselte. „Es zeichnet uns aus, dass wir von der Bank Qualität nachlegen können. Mir gefällt aber nicht, dass wir nun schon zum zweiten Mal auf eigenem Platz mit 0:2 zurücklagen“, so Schweizer. Platz drei will er nicht überbewerten. Schweizer: „Wir waren am dritten Spieltag der vergangenen Saison Tabellenletzter in der Kreisliga. Das Ende ist bekannt.“

Mit einem 4:1-Sieg knackte die SG Riedböhringen/Fützen die Festung in Tennenbronn. „Im Vorfeld hätte ich eine Punkteteilung glatt unterschrieben. Nach den Eindrücken vom Abschlusstraining am Freitag war mir jedoch klar, dass wir auch mehr erreichen können. Der Schlüssel zum Erfolg war unsere gute Defensivleistung. Zudem waren wir eiskalt in der Chancenauswertung“, freut sich Trainer Nurhan Ardiclik und ergänzt: „Tennenbronn hat das Potenzial für eine Platzierung unter den drei besten Mannschaften der Liga. Dass wir diese Heimstärke geknackt haben, wird uns Auftrieb geben.“

Für den gerade erst aus dem Urlaub zurückgekehrten Carmine Italiano, Trainer des FV Tennenbronn, war die Partie gegen die SG Riedböhringen alles andere als der erhoffte Einstand. „Das Ergebnis ist um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen, was aber nichts am verdienten Sieg der Gäste ändert. Riedböhringen hat sehr diszipliniert gespielt, die Räume eng gemacht und wir haben nicht die Mittel gefunden, um das zu unterbinden“, analysiert Italiano. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 hatte er Hoffnung, dass seine Elf die Partie noch drehen könne, doch mit dem schnellen 1:2 seien die Köpfe nach unten gegangen. „Wir wissen jetzt, woran wir zu arbeiten haben. Unsere Chancenverwertung muss wieder deutlich besser werden. Zudem müssen wir defensiv stabiler stehen. Die Gegentreffer fallen zu einfach“, so Italiano.

Ein kleines Spektakel sahen die Zuschauer in der Partie des SV Obereschach gegen Aufsteiger Dauchingen (5:4). Schnelle und späte Treffer gab es und einige Wendungen im Spiel. „Letztlich zählen die drei Punkte, aber über die Art und Weise, wie wir gespielt haben, wird noch zu reden sein. Wir haben viel zu einfache Gegentreffer bekommen. Gefallen hat mir die Moral der Mannschaft, doch wir werden nicht immer fünf Tore schießen, wenn wir viele kassieren“, sagt Trainer Michael Schnee. Mit nunmehr sechs Punkten sieht er seine Elf im Soll.

Mit einem späten Treffer zum 2:2 rettete der FV Marbach gegen die DJK Donaueschingen II einen Punkt. „Wir haben uns den Ausgleich verdient und geht das Spiel länger, ist sogar noch mehr möglich. Wir haben in Halbzeit zwei Moral bewiesen, nachdem in den ersten 45 Minuten der Gast besser war und wir mit einem kapitalen Schnitzer den Rückstand begünstigt haben“, resümiert Trainer Michael Henseleit die Partie. Für ihn fehlt nicht mehr viel, um über 90 Minuten wieder das bekannt starke Gesicht zu zeigen. „Wir hatten mit den beiden DJK-Mannschaften aus Donaueschingen zwei starke Auftaktgegner, an denen sich auch andere noch die Zähne ausbeißen werden. Unser Trend stimmt mich zuversichtlich. Ebenso die Tatsache, dass schon sechs verschiedene Spieler getroffen haben“, ergänzt der Trainer.

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Obwohl dem FC Königsfeld gegen Hochemmingen erst in der 93. Minute der 1:1-Ausgleich gelang, will Trainer Jörg Klausmann nicht von einem glücklichen Punktgewinn sprechen. „Wir hatten gute Chancen, um früher zu treffen. Selbst eine Führung wäre möglich gewesen. Wir haben eine Top-Leistung gezeigt, die mich auch in Hinsicht der Leidenschaft freut“, sagt Trainer Jörg Klausmann. Letztlich fühle sich der Punktgewinn sogar fast wie ein Sieg an.

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Landesliga-Absteiger SV Geisingen wartet weiterhin auf den ersten Punkt, nachdem es gegen die DJK Villingen mit 1:2 die dritte Niederlage setzte. „Wir spielen nicht schlecht, haben jedoch ein großes Manko bei der Chancenauswertung. Zudem kassieren wir zu einfache Gegentreffer. Natürlich ist keiner glücklich über den Saisonstart, aber es gibt auch keinen Grund zur Panik“, sagt Spielertrainer Stefan Pröhl. Noch betreibe seine Elf einen zu großen Aufwand, bei dem unterm Strich zu wenig herauskomme.

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