Fußball-Bezirksliga: Im Bezirksoberhaus geht es weiterhin in der oberen Tabellenhälfte sehr eng zu. Trotz der Niederlage in Grafenhausen behielt Königsfeld die Tabellenspitze. Nur vier Punkte trennen die Ränge eins bis acht. Am anderen Ende der Rangliste hat Aufsteiger Dauchingen nach zwei Siegen in Folge die Rote Laterne an die DJK Villingen übergeben.

Mit dem 4:2-Erfolg in Obereschach gelang dem FV Marbach der dritte Sieg in Folge, der die Elf um Trainer Michael Henseleit nun auf Rang zwei vorrücken ließ. „Bei uns geht es in den vergangenen Wochen spielerisch aufwärts. Die Partie gegen Aasen passt perfekt in diese Reihe“, sagt Henseleit und fügt an: „Wir hätten schon zur Pause 3:0 führen müssen. Hinzu kam, dass der Obereschacher Torhüter einen Sahnetag erwischt hatte. Ohne ihn wäre ein ganz anderes Ergebnis möglich gewesen.“ Einmal mehr zeichnete die Marbacher aus, dass es aktuell viele Spieler gibt, die treffen.

Die Mannschaft der Stunde ist der TuS Bonndorf, dem mit dem 3:0 gegen die DJK Villingen schon der fünfte Sieg in Folge gelang. In diesen 450 Spielminuten kassierte Bonndorf zudem nur einen Gegentreffer. „Wir hatten auch davor teilweise schon sehr ansprechende Leistungen gezeigt. Wir sind spielerisch sehr gut, was ich auch erwartet hatte. Meine Spieler verstehen es, 90 Minuten sehr konzentriert aufzutreten. Es läuft“, freut sich Trainer Björn Schlageter. Sehr stark agieren die Bonndorfer gegenwärtig in der Abwehr. In zehn Partien gab es nur elf Gegentore. „Die Defensivarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Unsere 17 erzielten Treffer sind ausbaufähig, doch nach einem Drittel der Saison sehe ich uns im Soll“, so Schlageter.

Im Soll ist auch Aufsteiger SV Grafenhausen, dem mit dem 3:1 gegen Tabellenführer Königsfeld bereits der sechste Sieg gelang. „Der Sieg war verdient, ist aber vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen. Wir haben auf dem Hartplatz die Zweikämpfe besser als der Gegner angenommen“, resümiert Trainer Nils Boll. Erstaunlich ist, dass Grafenhausen bei einem Torverhältnis von 19:25 schon 18 Punkte eingesammelt hat und auf Rang vier steht. „Jeder Punkt ist zunächst ein Zähler für den Klassenerhalt. Wir haben die Mehrzahl unserer Spiele verdient gewonnen. Es läuft sogar besser, als ich erwartet hatte“, freut sich Boll.

Vier Tore erzielte die SG Riedböhringen/Fützen beim bisherigen Schlusslicht Dauchingen und ging dennoch ohne Punkte vom Platz. „Ich war nach Spielende richtig sauer. Nachdem wir den 2:4-Rückstand auf 4:4 ausgeglichen haben, müssen wir uns mit dem einen Punkt zufriedengeben. Das haben wir nicht getan und wurden bestraft“, bilanziert Trainer Nurhan Ardiclik. Die Aufholjagd wurde sogar in Unterzahl gestartet, kostete aber auch viel Kraft. „Mit elf Spielern hätten wir sicherlich nicht verloren. Die Enttäuschung war bei allen Spielern greifbar. Wir müssen daraus lernen“, so Ardiclik. Zudem musste er erkennen, „dass nahezu bei allen Gegentreffern Leichtsinnsfehler vorausgegangen waren“.

Videos und den Bericht vom Tor-Spektakel in Dauchingen finden Sie hier:

Immer besser kommt Landesliga-Absteiger SV Geisingen in Fahrt. Nach dem Stotterstart schaltete die Elf von Trainer Stefan Pröhl Gang für Gang nach oben und hat auf Rang acht nur noch vier Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter. „Wir werden jetzt sicherlich nicht den Angriff auf die Tabellenspitze ausrufen. Aber wir haben uns gefunden“, freut sich Pröhl nach dem 3:2-Erfolg in Pfaffenweiler, dem dritten Sieg in Folge. Er habe als neuer Trainer zunächst Spieler auf verschiedenen Positionen ausprobiert. „Wir haben in Pfaffenweiler die erste Halbzeit einen guten Fußball gespielt und hätten höher führen können. Nach dem Seitenwechsel haben wir Probleme bekommen. Es lässt sich weiterhin einiges verbessern“, ergänzt Pröhl.

Videos vom Geisinger Sieg in Pfaffenweiler:

Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge gelang es dem SV Aasen mit dem 1:1 gegen Tennenbronn, den Abwärtstrend zu stoppen. Es war sogar mehr möglich, denn der Tennenbronner Ausgleich fiel in der vierten Minute der Nachspielzeit. „Dass wir den Sieg so spät noch aus der Hand gegeben haben, ist bitter. Andererseits kann der Zähler bei der engen Konstellation in der Liga auch noch wertvoll werden. Über 90 Minuten gesehen geht die Punkteteilung in Ordnung“, sagt Aasen Trainer Axel Schweizer. Nicht gefallen hat ihm, „dass wir in der zweiten Halbzeit die Räume nicht genutzt haben, die uns Tennenbronn angeboten hat“. Mit den Spielen gegen Geisingen und Hochemmingen warten nun zwei Derbys auf den Neuling.

Videos und den Bericht zum Spiel Aasen gegen Tennenbronn finden Sie hier:

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