Fußball-Bezirksliga: Für ein dickes Ausrufezeichen sorgte am Sonntag der FC Gutmadingen mit dem 8:1-Erfolg in Königsfeld. „Wir können das Ergebnis richtig einordnen. Königsfeld trat ersatzgeschwächt an. Dennoch hat mir gefallen, wie zielstrebig und ruhig wir gespielt haben. Positiv war auch, dass wir bis zur letzten Spielsekunde torhungrig geblieben sind“, sagt Trainer Steffen Breinlinger. Spielerisch, kämpferisch und läuferisch agiere sein Elf nun schon seit einigen Partien auf einem ansprechenden Niveau. Für Breinlinger war es schön, zu sehen, dass die Chancenverwertung stimmte. „Nach dem letzten Spieltag kann auch das Torverhältnis noch wichtig werden. Wir wissen aber auch, dass wir noch sechs schwere Spiele vor uns haben“, fügt der Gutmadinger Coach an.

Für Jörg Klausmann, Trainer des FC Königsfeld, begann der Sonntag schon denkbar schlecht, nachdem sich die Spieler Novakovic und Giesler kurzfristig abgemeldet hatten. Nach 40 Minuten musste auch Schlussmann Marvin Heinrich verletzt vom Platz. „Es kam an diesem Tag alles zusammen. Für die Moral ist so eine Klatsche natürlich nicht gut. Hinzu kam, dass wir in der zweiten Halbzeit teilweise unbeholfen agiert haben und sich die Höhe der Niederlage abzeichnete“, bilanziert Klausmann. Er musste aufgrund der Personalnot Spieler einsetzen, die nach Verletzungen körperlich noch nicht fit waren. „Gutmadingen hat von der Bank personell nachgelegt, während wir kaum Möglichkeiten dazu hatten. Die Gutmadinger haben eine klasse Mannschaft und waren uns physisch in allen Belangen überlegen“, fügt Klausmann an.

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Mit dem 2:1-Erfolg in Obereschach gelang Tabellenführer FV Marbach bereits der sechste Sieg in Folge. „Wie so oft war es etwas knapp. Wir haben nie den Glauben an uns verloren und Geduld bewiesen. Manchmal muss man sein Glück auch erzwingen“, sagt Trainer Michael Henseleit. Dass der Siegtreffer aus einem Elfmeter resultierte, stört Henseleit nicht. „Wenn du nicht ständig angreifst, kannst du auch keinen Elfmeter bekommen. Wir haben einmal mehr defensiv fast nichts zugelassen und müssen uns für den Sieg nicht entschuldigen“, betont Henseleit. Der klare Sieg des Titelkonkurrenten Gutmadingen 24 Stunden später schockt den Übungsleiter nicht: „Ich war in Königsfeld vor Ort. Ich habe alles selbst gesehen.“

Viel Frust war bei den Spielern und Trainer Michael Schnee vom SV Obereschach nach dem Abpfiff der Partie gegen Marbach da. „An unserer Leistung gibt es nichts auszusetzen. Die war in Ordnung. Ein Elfmeter in der zweiten Minute der Nachspielzeit ist unfassbar hart und hat meine Elf nicht verdient“, sagt Schnee. Lange habe Obereschach gegen den Favoriten eine starke Leistung geboten. Umso bitterer sei es, mit leeren Händen vom Platz zu gehen. „Das ist halt das berühmte fehlende Glück, wenn du in der Tabelle unten stehst. Dann gibt es solche Entscheidungen“, ergänzt Schnee. Mut macht ihm der Auftritt seiner Spieler. „Wir spielen noch gegen vier Mannschaften, die in der Tabelle hinter uns stehen. Da müssen wir die Punkte für den Klassenerhalt holen. Mit der Leistung vom Samstag werden wir das auch schaffen.“

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Bis zum vergangenen Sonntag mussten Anhänger und Spieler des FC Pfaffenweiler warten, um den ersten Punktspielsieg im Jahr 2019 zu feiern. In Minute 90 fiel der Siegtreffer beim 1:0-Heimerfolg gegen Hochemmingen. „Wir mussten lange warten, umso größer ist die Erleichterung. Jetzt sollte auch das Selbstvertrauen wieder steigen“, sagt Spielertrainer Patrick Anders. Zuvor waren seiner Elf zwei Erfolge im Bezirkspokal gelungen, mit denen der Einzug ins Finale gelang. „Das Pokalfinale möchten natürlich alle gerne spielen. Somit sollte auch die Spannung in der Liga hoch bleiben“, ergänzt Anders, dessen Elf nun sechs Spieltage vor Saisonschluss zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz hat. „Mit einem Auge schiele ich noch nach unten. Wir sollten noch ein paar Punkte nachlegen, dann ist das Thema durch“, so Anders. Der langzeitverletzte Karsten Scheu hat wieder mit dem Lauftraining begonnen, wird wohl aber erst kommende Saison wieder einsteigen.

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Zwölf Punkte holte die SG Riedböhringen/Fützen in der gesamten Vorrunde. Exakt diese Zahl wurde jetzt dank des jüngsten 4:1-Erfolgs gegen Weilersbach in der bisherigen Rückrunde erreicht. „Bei uns zahlt sich aktuell aus, dass wir nahezu verletzungsfrei sind und im Spiel jederzeit personell nachlegen können. Die Trainingsbeteiligung ist gut und mit jedem Erfolg steigt das Selbstvertrauen“, sagt Trainer Siegfried Andräß. Wie vor zwölf Monaten, als die Spielgemeinschaft in einer ähnlichen Situation war, zieht sich die Elf wieder im richtigen Augenblick aus dem Tabellenkeller heraus. „Wir waren in der Winterpause ja fast schon ein sicherer Absteiger. Jetzt haben wir uns wieder eine Perspektive erarbeitet“, ergänzt Andräß. Dabei hätte die Partie gegen Weilersbach auch kippen können. In Minute 45 fiel der 1:2-Anschluss der Gäste und in der 46. Minute gab es Elfmeter für Weilersbach.

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