Fußball-Bezirksliga: Trotz der klaren 1:5-Niederlage in Hochemmingen ist der FV Marbach Herbstmeister. Da auch der Tabellenzweite aus Bonndorf in Königsfeld unterlag, war es nicht das Wochenende des Spitzenduos.

„Wir müssen nicht lang über das 1:5 diskutieren. Hochemmingen war in allen Belangen klar überlegen und wir haben einen gebrauchten Tag erwischt. Es gibt keinen Grund, jetzt alles zu verteufeln. Es gibt solche Spiele“, resümiert Michael Henseleit, Trainer des FV Marbach. Zwei Treffer gegen Marbach schoss Marco Effinger, der in der vergangenen Saison noch für die Henseleit-Elf auf Torejagd ging. Das Ziel der Mannschaft sei es nun, auf Rang eins zu überwintern, was bei weiterhin drei Zählern Vorsprung nicht illusorisch ist. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden und hatten bestenfalls eine halbe Torchance. Ich habe den Jungs gleich nach Spielschluss gesagt, dass sie die Köpfe hochnehmen und das Spiel schnell abhaken sollen“, ergänzt der Marbacher Coach.

Der FC Hochemmingen scheint hingegen auf der Zielgeraden des Jahres 2019 seine Top-Form gefunden zu haben. Die Elf von Trainer Mario Maus schoss allein in den vergangenen drei Partien 16 Tore „Jeder einzelne Spieler war richtig heiß. Wir haben zuletzt kleinere taktische Veränderungen vorgenommen, die alle greifen“, freut sich Maus über den Lauf seiner Elf, die mit Rang neun die bisher beste Saisonplatzierung erreicht hat und bei elf Punkten Rückstand auf Rang eins im Titelrennen noch längst nicht aufgegeben hat. „Ich habe den Spielern gesagt, dass sie die ersten Spieltage vergessen sollen. Wir haben Marbach über 90 Minuten keine Chance gelassen und auch in der Höhe verdient gewonnen“, fügt Maus an.

Dank des 4:1-Erfolgs gegen den TuS Bonndorf tauschte der FC Königsfeld mit dem Konkurrenten die Plätze und schließt mit einem starken zweiten Platz die Vorrunde ab. „Wir wollten nach der unglücklichen Niederlage in Tennenbronn eine Reaktion zeigen, was den Jungs vorzüglich gelungen ist. Vielleicht ist der Sieg um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen, doch er war dank einer kompakten Mannschaftsleistung gegen eine starke Bonndorfer Elf verdient“, resümiert Trainer Jörg Klausmann. Der Königsfelder Coach bescheinigt seiner Elf „vier wunderschöne Tore“ gegen die beste Abwehr der Liga.

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Nach zuletzt zwei Niederlagen trumpfte der SV Geisingen mit dem 3:0-Erfolg gegen den FV Tennenbronn wieder auf. „Ich hatte von Tennenbronn mehr Gegenwehr erwartet, andererseits haben wir es auch sehr gut gemacht“, freut sich Spielertrainer Stefan Pröhl. Die Begegnung sei kein fußballerischer Leckerbissen gewesen, doch bei den äußeren Bedingungen zählte in erster Linie das Ergebnis. „Wir hatten einige angeschlagene Akteure. Die Jungs haben ihre Aufgaben gelöst und auch spielerisch war es gut anzuschauen“, ergänzt Pröhl. Nach dem holprigen Saisonstart steht der Landesliga-Absteiger nun bei 22 Punkten. Pröhl: „Es hätten auch vier Punkte mehr sein können. Jetzt müssen wir noch einmal alles abrufen“, fordert Pröhl vor der Partie in Königsfeld.

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Auch im dritten Spiel in Folge gelang dem SV Aasen kein Sieg. Im Stadt-Derby setzte es bei der DJK Donaueschingen II eine 0:2-Niederlage. „Ich bin mit unserer Leistung weitgehend zufrieden. Allerdings haben wir es verpasst, die Tore zu schießen“, bilanziert Trainer Axel Schweizer. Für ihn war die Darbietung seiner Schützlinge „eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den vorherigen Spielen“. Beim 0:1 habe seine Elf durch einen individuellen Fehler mitgeholfen. Schweizer und seine Spieler sehnen die Winterpause herbei. „Wir haben ein erfolgreiches, aber schwieriges Jahr 2019 hinter uns. In der Kreisliga A waren wir die Gejagten und jetzt zählt jeder Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Das hinterlässt Spuren.“

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Nach nur neun Punkten aus 14 Spielen sorgte der 4:2-Erfolg des FC Bräunlingen gegen Pfaffenweiler bei allen Beteiligten für ein kleines Durchatmen. Seit dem 6. Oktober, einem 3:1-Sieg gegen die DJK Villingen, wussten die Bräunlinger nicht mehr, wie sich ein Punktspielsieg anfühlt. „Wir haben nach zuletzt vielen Gegentoren an unserer Defensivarbeit gefeilt. Diesmal hat es die Mannschaft gut gemacht“, lobt Trainer Uwe Müller. Er hatte zunächst Bedenken, nachdem sich Schlussmann Patrick Gröber für die Partie abgemeldet hatte. Doch sein Vertreter Philipp Schaupp glänzte nicht nur wegen eines gehaltenen Elfmeters. Müller attestiert Schaupp eine Top-Leistung, von der sich die Mannschaft im positiven Sinne anstecken ließ. „Wir hatten 20 Minuten einige Probleme, doch dann fanden wir immer besser in die Partie und waren der verdiente Sieger.“

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