Fußball-Bezirksliga: Bei 44 Toren hatte der vorletzte Spieltag der Hinrunde vor allem für die Zuschauer einen hohen Unterhaltungswert. In der Tabelle gab es an beiden Enden keine Veränderungen. Der FV Marbach bleibt Spitzenreiter. Mit nur neun Punkten aus 14 Partien drohen hingegen der FC Bräunlingen und der FC Dauchingen den Anschluss zu verlieren.

Acht Tore, vier auf jeder Seite, sahen die Zuschauer in der Partie SV Aasen gegen die SG Riedböhringen/Fützen. „Wir haben teilweise naiv verteidigt und bei Gegentoren mitgeholfen. Das solltest du dir in der Liga nicht erlauben“, moniert SVA-Trainer Axel Schweizer das eigene Abwehrverhalten. Positiv stimmt Schweizer hingegen, dass seine Elf bei Rückständen Moral zeigte und immer wieder zurückkam. Allerdings gelang es nicht, die späte 4:3-Führung über die Ziellinie zu bringen. „Die Einstellung der Mannschaft war in Ordnung, aber wir wissen, wo wir die Baustellen haben“, fügt Schweizer an.

Wie Schweizer war auch Nurhan Ardiclik, Trainer der SG Riedböhringen/Fützen, mit dem 4:4 nicht zufrieden. In den vergangenen fünf Partien kassierte die Ardiclik-Elf satte 20 Gegentreffer. „Wir waren zu Saisonbeginn sehr stabil im Abwehrverhalten. Davon sind wir jetzt meilenweit entfernt. Wenn du vier Tore auf des Gegners Platz schießt, sollte mehr als nur ein Punkt rüberkommen“, so Ardiclik. Letztlich müsse die Mannschaft froh sein, mit dem späten Ausgleich noch einen Zähler gerettet zu haben. Und noch ein Aspekt stimmt den SG-Trainer zumindest einigermaßen zufrieden. „In Dauchingen haben wir auch das 4:4 erzielt und dann noch 4:5 verloren. Wir müssen jetzt am Defensivverhalten arbeiten, denn so werden wir bis zur Winterpause nicht mehr viel punkten.“

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Trotz zweimaliger Führung musste sich der SV Geisingen beim Spitzenreiter Marbach mit 2:4 geschlagen geben. „Unsere erste Halbzeit war richtig stark. Allerdings müssen wir klarer als nur mit 2:1 führen. Die Chancen dazu waren da und möglicherweise wäre Marbach dann auch nicht zurückgekommen“, bilanziert SVG-Trainer Stefan Pröhl. Geärgert hat sich Pröhl über den Schiedsrichter. „Dem 1:1 ging ein zweimaliges Handspiel voraus. Der Elfmeter, der zum 2:2 führte, war keiner, da das Foulspiel, wenn es überhaupt eins war, deutlich vor der Strafraumgrenze passierte.“ In Halbzeit zwei wurde Marbach stärker und Geisingen kassierte die zweite Niederlage in Folge. Das ursprünglich für den 7. Dezember geplante Nachholspiel gegen Grafenhausen wurde unterdessen auf Ostern 2020 verlegt.

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5:2-Sieg in Obereschach ließ der FC Hochemmingen nun ein 6:2 in Grafenhausen folgen. Die Elf von Trainer Mario Maus hat sich für das kommende Heimspiel gegen Spitzenreiter Marbach in Form geschossen. „Marbach kann kommen“, sagt Maus voller Vorfreude. Für ihn zeigte Grafenhausen trotz der klaren Niederlage eine starke Leistung. „Wenn unser Torhüter Steven Buczma nicht den Elfmeter hält, kann das Spiel kippen. Wir haben in den 90 Minuten eine überragende Chancenauswertung gezeigt. Und wir haben die rote Erde in Grafenhausen auch im Kopf angenommen. So hatte ich schon vor der Partie ein gutes Gefühl“, ergänzt Maus, dessen Elf nun bei 18 Punkten angekommen ist.

Bis acht Minuten vor Ende der Partie in Pfaffenweiler führte die DJK Donaueschingen II mit 2:1, doch als der Schiedsrichter das Spiel abpfiff, stand ein 2:4 aus der Sicht der DJK. „Wir haben in den letzten zehn Minuten die Bälle nicht mehr festgemacht. Unsere leichten Ballverluste waren für Pfaffenweiler ein gefundenes Fressen. Schon in den Partien zuvor war ich mit unserem Abwehrverhalten nicht zufrieden. Wir müssen wieder besser verteidigen“, betont Trainer Nasser Alassani. Mit je fünf Siegen und Niederlagen haben die Allmendshofener bei 30:30 Toren ein ausgeglichenes Konto. Alassani: „Wenn unsere vier fehlenden Stammspieler bald wieder zur Verfügung stehen, möchte ich bis zur Winterpause noch etwas drauf packen.“

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Nach Wochen der Misserfolge sah es für den FC Bräunlingen beim SV Hölzlebruck über 50 Minuten danach aus, dass der Elf ein Befreiungsschlag gelingt. Mit 3:1 führten die Zähringerstädter, bevor es über sie hereinbrach. Sechs Mal trafen die Gastgeber im weiteren Spielverlauf. „So etwas habe ich bisher weder als Trainer noch als Spieler erlebt. Dreimal werfen wir uns den Ball ins eigene Tor. Es gab zwar die Chance zum 4:4, doch im Gegenzug bekommen wir den fünften Treffer und danach war das Selbstvertrauen weg“, resümiert Trainer Uwe Müller. Somit findet Bräunlingen einfach nicht in die Spur und muss sich nun irgendwie in die Winterpause retten. Da soll es kleinere personelle Korrekturen geben, wobei an erster Stelle ein Torhüter gesucht wird, da Patrick Gröber nur bis Dezember aushilft.

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