Fußball-Bezirksliga: (daz) Der FV Marbach verteidigte mit einem 2:1-Erfolg in Tennenbronn die Tabellenführung. „Es war, wie das Ergebnis zeigt, ein enges Spiel. Wir hatten ein leichtes Übergewicht und auch mehr Ballbesitz“, resümiert Marbach Trainer Michael Henseleit. Nach dem späten 1:2-Anschluss der Gastgeber mussten die Marbacher jedoch noch einmal tief durchatmen. „In der dritten Minute der Nachspielzeit kann der Ausgleich fallen. Das war eine knifflige Situation. Dennoch spreche ich von einem verdienten Sieg, da wir zuvor noch einen Schuss an die Querlatte sowie weitere zwei, drei gute Möglichkeiten hatten“, ergänzt Henseleit. Er habe einen ruhigen und abgeklärten Auftritt seiner Spieler gesehen. Henseleit: „Wir sind reifer geworden. Als Spitzenreiter auswärts anzutreten verkraften wir auch psychologisch gut.“

Einem möglichen Punkt trauert Carmine Italiano, Trainer des FV Tennenbronn, nach. Er stellt aber ebenso fest: „Marbach war bisher der stärkste Gegner im Saisonverlauf. Letztlich waren die Marbacher um ein Tor besser. Von mir gibt es keinerlei Vorwürfe an meine Mannschaft. Gegen Marbach kannst du verlieren, wenn die Art und Weise stimmt.“ Nach den Erfolgen gegen Obereschach und Grafenhausen hatten sich die Tennenbronner auch gegen den Tabellenführer etwas ausgerechnet und versteckten sich nicht. Das Engagement gefiel Italiano: „Wenn wir immer so auftreten, habe ich ein gutes Gefühl für die kommenden Partien. Noch hinken wir unserer Zielstellung hinterher, aber der Aufwärtstrend ist erkennbar.“

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Der TuS Bonndorf ist aktuell die Mannschaft der Stunde. Aus den vergangenen acht Partien holte die Elf 22 von 24 möglichen Punkten und kletterte auf Rang drei. Der Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz (drei Punkte) ist geringer als der Vorsprung auf Platz vier (4). Seit 220 Minuten ist die Elf zudem ohne Gegentor. „Wir sind nicht gut in die Runde gestartet. Jetzt greifen die Mechanismen, auch wenn wir noch viele Chancen auslassen“, sagt Trainer Björn Schlageter. Für ihn ist die Einstellung der Spieler ein Pluspunkt für den aktuellen Lauf. „Wir sind jetzt in einer ausgezeichneten Position, was ich so auch vor der Saison erwartet habe. Wir wollen zu den Top 3 der Liga zählen“, so Schlageter. Beim jüngsten 2:0-Erfolg in Bräunlingen habe seine Elf gegen sehr tief stehende Gastgeber mit viel Geduld gespielt und spät zweimal getroffen. „Genau darauf waren wir vorbereitet und haben es gut gelöst“, so Schlageter.

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Fünf Gegentore beim 2:5 in Villingen, vier Gegentreffer beim jüngsten 3:4 in Riedböhringen. Der FC Pfaffenweiler scheint gegenwärtig ein Problem mit der Defensive zu haben. „Wir müssen ganz schnell den Laden wieder dicht kriegen. So viele Tore kannst du gar nicht schießen, wie wir bekommen. Vor allem sind es viel zu einfache Gegentore“, analysiert Spielertrainer Patrick Anders. Er grübelt schon seit längerer Zeit, welche Maßnahmen nun getroffen werden müssen. Doch Anders ärgern nicht nur die Gegentreffer. „Wir verlieren auch zu viele Punkte und damit den Anschluss nach ganz oben.“ Mit 34 eigenen Treffern hat Pfaffenweiler die zweitbeste Offensive, doch die 29 kassierten Tore sind bedenklich.

Kurzfristig einigten sich der SV Obereschach und der FC Hochemmingen auf einen Platztausch, da in Hochemmingen der Untergrund weiß war. Hochemmingen nahm beim 5:2-Sieg alle Punkte mit. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Ich habe schon beim Aufwärmen ein großes Engagement und viel Willen gesehen. Da war mir klar, dass wir die Partie gewinnen werden“, freut sich Trainer Mario Maus. Zwischen den Minuten 17 und 27 traf seine Elf gleich dreimal. „Wir hatten etwas Glück, dass wir nicht das 3:3 kassiert haben. Nach dem 4:2 war dann wieder alles gut. Wir müssen jetzt auf Dauer diese Leistungen bringen“, fordert Maus. Nicht ganz verstehen kann der Übungsleiter indes den Spielplan. „Wir haben von 13 Partien nur vier auf eigenem Platz bestritten. Diesmal lag es an uns, dennoch hat kein anderer Konkurrent so wenige Heimspiele.“ Die Kehrseite der Medaille: Hochemmingen hat in der Rückrunde viele Heimspiele. Maus: „Daraus gilt es einen Vorteil zu machen und aufzuholen.“

Nach dem zwischenzeitlichen Absturz bis ans Tabellenende (10. Spieltag) hat die DJK Villingen aus den vergangenen drei Partien sieben Punkte eingesammelt. beim 2:0 gegen den SV Aasen blieb die Elf von Trainer Dominik Beha sogar ohne Gegentreffer. „Das Ergebnis geht in Ordnung. Wir hatten ein Chancenplus und endlich auch einmal ein besseres Verhältnis aus Glück und Pech“, sagt Beha. Noch steht seine Elf auf einem Abstiegsplatz. Daher gelte es bis zur Winterpause nachzulegen. der Trend stimmt und die Erfolge tun der Mannschaft gut. „Wir haben wieder mehr Fröhlichkeit. Das Grinsen in den Gesichtern ist zurück“, fügt Beha an.

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