Fußball-Bezirksliga: Nach fünf Spieltagen wird die Tabelle der Bezirksliga von zwei Aufsteigern eingerahmt. Der SV Aasen grüßt als Tabellenführer und der FC Dauchingen wartet am anderen Ende noch auf den ersten Punktgewinn. Exakt dazwischen bewegt sich mit neun Punkten der dritte Neuling SV Grafenhausen.

Auf dem Weg nach oben scheint der FV Marbach zu sein. Nach dem 2:0-Erfolg gegen Dauchingen steht die Elf von Trainer Michael Henseleit auf Rang zwei. „Ich würde nicht sagen, dass wir uns nach vorne schleichen. Wir spielen besser als am Saisonanfang“, so Henseleit. Die Marbacher haben ihr System umgestellt. Nach den Abgängen von zwei Torjägern legt Henseleit nun mehr Wert auf eine sichere Defensive. Bisher hat der Vizemeister der vergangenen Saison die beste Abwehr der Liga. Die Elf ist neben Aasen weiter unbezwungen. Gegen Dauchingen sah Henseleit „ein zähes Spiel“, in dem sich seine Schützlinge für ihre Geduld belohnt haben. Henseleit: „Wir haben einige Zeit gebraucht, um uns auf das körperbetonte Spiel der Dauchinger einzustellen“.

Die Videos mit den Marbacher Toren gegen Dauchingen finden Sie hier:

Unmittelbar hinter Marbach hat sich der FC Königsfeld in der Tabelle eingeordnet. Die Königsfelder feierten mit dem 3:0 gegen die DJK Villingen ihren dritten Sieg. „Es war ein etwas zerfahrenes Spiel mit vielen Zweikämpfen. Wir mussten geduldig bleiben, nachdem der Gast unser Spiel zerstören wollte. Wir haben nahezu keine Chancen der Villinger zugelassen und verdient gewonnen“, resümiert Trainer Jörg Klausmann. Königsfeld musste schon nach 20 Minuten den verletzten Erjon Kadriu mit Spielertrainer Erik Raab ersetzen. „Mit zehn Punkten aus den ersten fünf Partien dürfen wir sehr zufrieden sein. Wir haben in der englischen Woche, inklusive dem Spiel im Bezirkspokal, drei Siege eingefahren. Wenn wir so weitermachen, werden wir unsere Ziele erreichen“, ist sich Klausmann sicher.

Für die DJK Villingen setzte es in Königsfeld nach zuvor einem Sieg und drei Punkteteilungen die erste Saisonniederlage. Trainer Dominik Beha kann dies verschmerzen. „Königsfeld ist eine Top-Adresse der Liga. Da verlieren noch ganz andere Mannschaften.“ Beha hatte vor der Partie arge Personalsorgen, da viele Spieler bei einem Fest und einer Veranstaltung im Einsatz waren. Der DJK-Coach hatte somit nur noch einen Auswechselspieler auf der Bank. „Die zwölf Jungs, die zum Einsatz kamen, haben die Aufgabe mit Bravour erfüllt. Hinzu kamen einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen gegen uns. Wir hatten ein hammerhartes Auftaktprogramm gegen Teams, die alle in der vergangenen Saison im Vorderfeld der Liga standen. Mit sechs Punkten sind wir absolut im Soll“, bilanziert Beha.

Den Bericht und Videos zur Partie FC Königsfeld gegen DJK Villingen finden Sie hier:

Acht Treffer sahen die Zuschauer bei der Partie des FV Tennenbronn gegen den FC Bräunlingen. Eine 4:1-Führung reichte den Gasgebern nicht zum Sieg. „Das 4:4 ist für uns wie eine Niederlage. Wir haben zwei Punkte verloren. In der Kabine habe ich nach dem Spiel nur in leere Gesichter geschaut. Wir sind entsetzt und sprachlos“, analysiert FVT-Trainer Carmine Italiano die Partie. Er habe nun sehr viel Gesprächsbedarf. Italiano ist sich sicher, sehr selbstkritische Spieler zu haben, die ihre Leistungen richtig einordnen können. „Wir sind alle froh, bereits am Donnerstag in Dauchingen wieder spielen zu dürfen. Keiner will das Spiel eine Woche mit sich herumschleppen. Wir können es besser und werden es auch wieder besser machen. Jetzt nehme ich die Mannschaft in die Pflicht“, ergänzt Italiano.

Der FC Bräunlingen zeigte indes große Comeback-Qualitäten. „Nach dem 1:4 waren wir schon weg. Das 4:4 ist für uns ein gefühlter Sieg“, betont Trainer Uwe Müller. Mit dem 4:2 kam der Glaube zurück. „Danach hat uns ein extremer Wille ausgezeichnet“, so Müller. Für die junge Mannschaft könne der erste Saisonpunkt noch sehr wertvoll werden. Müller betont jedoch: „Drei Gegentreffer haben wir den Tennenbronnern geschenkt. Die Abwehr bleibt unsere größte Baustelle.“ Immerhin gelang es Müller, Schlussmann Patrick Gröber zu reaktivieren, nachdem die Sorgen auf der Torhüter-Position zuletzt sehr groß waren. Gröber hat zunächst bis zur Winterpause zugesagt. „Ich bin ihm sehr dankbar, weiß aber auch, dass wir noch einige Baustellen haben.“

Videos zum spektakulären Spiel in Tennenbronn finden Sie hier:

Ohne Punkte ging der SV Obereschach im Heimspiel gegen den SV Hölzlebruck vom Platz (2:3). Der schnelle 0:2-Rückstand wurde bis zur Pause zwar ausgeglichen, doch danach schlug es noch einmal im Kasten der Obereschacher ein. „Letztlich haben wir einen Fehler zu viel gemacht oder ein, zwei unserer zahlreichen Großchancen zu wenig genutzt. Für mich haben wir aber auch zu wenig Fußball gespielt“, kritisiert Trainer Michael Schnee. So bleibt Obereschach zunächst bei sechs Punkten. „Zumindest drei Zähler mehr wären möglich gewesen. Alle drei Niederlagen waren unnötig“, ergänzt Schnee, der gegen Hölzlebruck eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von rund 21 Jahren auf den Platz schickte. Diese müsse es zukünftig cleverer machen.