Fußball-Bezirksliga: Der FC Königsfeld hat mit dem knappsten aller möglichen Siege gegen Bräunlingen seine Tabellenführung vor den punktgleichen Marbachern. Nach den Niederlagen gegen Grafenhausen und im Pokal gegen Geisingen hat die Elf von Trainer Jörg Klausmann wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. „Wir haben defensiv sehr stabil agiert. Das war auch der Schlüssel zum Erfolg. Nach dem 1:0 hatte ich von außen nie das Gefühl, dass noch etwas anbrennen kann. Wir hatten sogar noch vier, fünf gute Chancen, um die Partie klarer zu gewinnen“, so Klausmann.

Für den FC Bräunlingen war es das erste Punktspiel der laufenden Saison, in dem die Mannschaft kein Tor erzielte. Ebenso war es eine Premiere, auch nur einen Treffer zu kassieren. „Es war eine Partie mit wenig Torraumszenen. Wir haben wenig zugelassen und in Königsfeld kann man auch verlieren“, resümiert Trainer Uwe Müller. Seine Elf war mit einer kleinen Serie von vier ungeschlagenen Partien angereist und hätte die Bilanz gerne ausgebaut. „Wir haben nicht an die Leistungen dieser Spiele angeknüpft“, musste Müller, dem der erfahrene Cevher Atar fehlte, erkennen. Der Trainer hofft, dass in den kommenden Tagen einige Spieler das Lazarett verlassen, denn Bräunlingen braucht diese Akteure, um dem Tabellenkeller zu entkommen.

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Nur elf Tage nach dem Aus im Bezirkspokal traf der FC Pfaffenweiler erneut auf den damaligen Gegner aus Hochemmingen. Im Pokal unterlag das Team von Trainer Patrick Anders in 120 Minuten mit 1:4, in der Liga gelang am Sonntag ein 3:2-Erfolg. „Wir hatten in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt. Ich habe die Spieler animiert, mehr Wille und Leidenschaft zu zeigen. Diese Tugenden waren gegen Hochemmingen zu sehen“, betont Anders. Dem Trainer gefiel, dass seine Spieler auch den zwischenzeitlichen Rückstand weggesteckt haben. Anders hofft, dass die jetzt gezeigte Leistung wieder zum Maßstab wird und alle Akteure an einem Strang ziehen.

Etwas auf der Stelle tritt aktuell der FC Hochemmingen. Dabei gelang den Hochemmingern nach dem schnellen 0:1-Rückstand in Pfaffenweiler ebenso schnell die 2:1-Führung, doch letztlich ging die Elf ohne Punkte vom Platz. Trainer Mario Maus steckt mitten in der Ursachenforschung, warum seine Mannschaft ihr Potenzial aktuell nicht ausschöpft. „Wir tun uns in jeder Partie extrem schwer. Aufgrund der zweiten Halbzeit hat Pfaffenweiler verdient gewonnen“, vermisst Maus eine gewisse Leichtigkeit, die die Spieler sonst auszeichnete. „Wir müssen aktuell nicht über die Plätze eins und zwei reden. Wir müssen aufpassen, nicht weiter abzurutschen“, mahnt Maus. Bedenklich ist für ihn: „Wir haben jetzt fünf Spiele verloren, in denen wir geführt haben.“

Stattliche 19 von 24 möglichen Punkten holte Landesliga-Absteiger SV Geisingen aus den vergangenen acht Partien. Am dritten Spieltag noch punktlos am Tabellenende, ist die Elf von Trainer Stefan Pröhl jetzt auf die Überholspur gewechselt. „Aktuell kommen bei uns mehrere Aspekte zusammen. Wir haben kaum verletzte Spieler, können jederzeit von der Bank Qualität einwechseln, haben viel Selbstvertrauen und treten mannschaftlich sehr geschlossen auf“, betont Pröhl. Dennoch müsse sich die Mannschaft jeden Erfolg schwer erarbeiten. „Auch das 5:1 gegen Aasen klingt sehr deutlich. Aber es war harte Arbeit.“

Wieder einmal sahen die Anhänger des FV Tennenbronn ein kleines Spektakel. Gegen Obereschach stand es 0:0 zur Pause. Es folgten nach dem Seitenwechsel vier Elfmeter, ein Siegtreffer in der Nachspielzeit und viele gelbe sowie eine gelbrote Karte für die Gäste. „Das sind jene Spiele, die für die Trainer besonders nervenaufregend sind. Alle Elfmeter waren berechtigt, wobei ich kein unfaires Spiel gesehen habe. Wir hatten diesmal das Glück auf unserer Seite. Jenes Glück, das zuletzt mehrfach gefehlt hat“, resümiert Tennenbronns Trainer Carmine Italiano den 3:2-Erfolg seiner Schützlinge. Drei der vier Elfmeter wurden genutzt, nur Tennenbronn vergab beim 0:1-Rückstand einen. „Wir haben auch danach nie aufgegeben und wollten die drei Punkte mit aller Macht. Ich habe meine Spieler zuletzt etwas gescholten, umso größer ist diesesmal das Kompliment“, fügt Italiano an.

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