Fußball-Bezirksliga: Erstmals in der Saison hat der FV Marbach mit dem 4:3-Erfolg gegen Königsfeld Platz eins in der Liga erobert. Binnen zwölf Minuten schossen die Schützlinge von Trainer Michael Henseleit in Halbzeit eins eine 4:0-Führung heraus. „Wir haben in der Phase alles umgesetzt, was ich den Spielern mitgegeben habe. Natürlich stören mich die drei Gegentreffer in Halbzeit zwei. Königsfeld hat nie aufgegeben und sich fast noch belohnt“, sagt Henseleit. Seine Elf übernahm von Königsfeld die Tabellenführung und wird vom Jäger zum Gejagten. „Die neue Konstellation ändert nichts. Wir kennen dies teilweise aus der vergangenen Saison“, ergänzt Henseleit. Für ihn wird es bis zur Winterpause an der Spitze kein Team geben, was sich deutlich absetzt. Marbach spielt in der Vorrunde noch gegen Tennenbronn, Geisingen und Hochemmingen. Offensiv überzeugt der neue Spitzenreiter. In den vergangenen vier Partien gab es 17 Treffer.

Für Jörg Klausmann, Trainer des FC Königsfeld, hat sich seine Elf zwischen den Minuten 25 und 37 „eine Auszeit genommen“, die zum 0:4-Rückstand führte. „Danach gingen die Köpfe nach unten und in der Pause mussten wir psychologische Aufbauarbeit leisten. Wir wollten zumindest die zweite Halbzeit für uns entscheiden, was auch eindrucksvoll gelang. Wir haben Charakter gezeigt und zudem, dass auch wir Fußball spielen können“, bilanziert Klausmann. Seine Elf sei mit Marbach noch nicht auf Augenhöhe, „aber nah dran“. Das Spitzenspiel brachte für Klausmann zudem die Erkenntnis, „dass wir nicht zufällig in der Tabelle weit oben stehen“.

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Mit dem 1:6 beim SV Hölzlebruck kassierte die SG Riedböhringen/Fützen die höchste Saisonniederlage. „Dafür gibt es keine Ausreden. Wir waren schlecht. Wir haben den Gegner zum Tore schießen eingeladen und Hölzlebruck hat diese Einladungen dankend angenommen“, sagt SG-Trainer Nurhan Ardiclik. Für ihn hatte im Vorfeld nichts darauf hingedeutet, dass seine Elf so unter die Räder kommen kann. Deshalb war Ardiclik auch am Montag „noch richtig sauer“ über die Darbietung. Sorgen macht sich der Coach über die Trainingsbedingungen: „Die Plätze geben schon jetzt nicht mehr viel her. Da verspringen die Bälle und technisch lässt sich nichts einstudieren. Hinzu kommen Trainingsverletzungen, die sehr bitter sind.“

Ein Treffer reichte dem SV Obereschach, um gegen den zuletzt so starken SV Geisingen drei Punkte zu holen. „Spiele zu null zu gewinnen ist für uns eher untypisch, dafür aber super schön. Wir haben nach unserer Führung gut verteidigt und das 1:0 mit Glück und Geschick über die Zeit gebracht“, resümiert Trainer Michael Schnee. Bitter war nur, dass Torschütze Dominik Armbruster nur 15 Minuten nach seinem Treffer verletzt vom Platz musste. „Dominik ist hart im Nehmen. Diesmal hat es ihn schwerer erwischt. Er wird wohl länger ausfallen“, befürchtet Schnee.

Neuling SV Aasen startete überragend in die Saison. Doch seit dem 22. September blieb die Elf sieglos. Nichts wurde es mit dem goldenen Oktober. Die Punktezahl wuchs nur um einen Zähler – bis zum Sonntag. Der 2:1-Erfolg gegen Hochemmingen stoppte den Abwärtskurs. „Ob es eine Trendwende war, mag ich nach einem Spiel nicht beurteilen. In jedem Fall war der Sieg wichtig, um nicht in die Abstiegszone zu rücken“, analysiert Trainer Axel Schweizer. Er sah eine gute erste Halbzeit seiner Elf, während in den zweiten 45 Minuten Hochemmingen mehr vom Spiel hatte. „Es war ein temporeiches und unterhaltsames Spiel, mit einem etwas glücklichen Ende für uns. Eine Punkteteilung wäre auch gerecht gewesen, wobei wir die drei Zähler natürlich sehr gern mitnehmen“, so Schweizer.

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Nicht voran kommt weiterhin der FC Bräunlingen. Von einigen Trainern wurde die Elf vor der Saison ganz weit oben in der Tabelle erwartet, doch die Realität sieht bei Platz 15 ganz anders aus. Auch das 2:4 in Dauchingen zeigte, dass es bei der Mannschaft von Trainer Uwe Müller nicht läuft. „Wir haben in den ersten 45 Minuten nahezu nichts vom Gegner zugelassen, waren aber auch sehr verschwenderisch mit unseren Möglichkeiten. Dreimal steht ein Spieler von uns allein vor dem Dauchinger Torhüter, aber wir bekommen die Bälle nicht rein. Hinzu kommt, dass wir die Gegentore zu einfach zulassen. Wie wir die Gegentore bekommen, sagt alles aus“, fügt Müller an. Da seien viele Akteure gegenüber abgezockten Gegenspielern viel zu brav. In derartigen Situationen vermisst Müller den verletzten Cevher Atar. Nach zwölf Spielen stehen nur neun Punkte auf der Habenseite. Immerhin haben die Bräunlinger in den kommenden vier Partien dreimal Heimvorteil.

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