Fußball-Bezirksliga: Auch nach dem neunten Spieltag herrscht in der Bezirksliga Schwarzwald ein dichtes Gedränge. Spannung und unterhaltsame Spiele sind somit in den nächsten Wochen weiterhin vorprogrammiert.

Im Spitzenspiel trennten sich am Sonntag der FC Königsfeld und die DJK Donaueschingen II mit einem 3:3-Unentschieden. Königsfeld glich dabei einen 1:3-Rückstand aus. „Es bleibt ein lachendes und ein weinendes Auge. Einerseits war für uns mehr drin, andererseits haben wir auch nach dem Rückstand immer an uns geglaubt. Eine Niederlage wäre für uns unverdient gewesen“, sagt Trainer Jörg Klausmann und wertet den Punkt „als gut für die Moral“. Klausmann hatte nach dem Rückstand auf eine Dreier-Abwehrkette umgestellt und auch im Mittelfeld sein Team offensiver ausgerichtet. Die Mannschaft zeigte, dass sie fit ist und einen großen Willen hat. Klausmann: „Ich sehe uns auf einem guten Weg. Auch spielerisch haben wir zugelegt.“

Spieler, Trainer und Betreuer der DJK Donaueschingen II trauerten in Königsfeld zwei Punkten nach. „Vor der Partie wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen. Jetzt ist es etwas schade, dass wir unsere Führung nicht ins Ziel gebracht haben“, resümiert Trainer Nasser Alassani. Ihn freute, dass seine Spieler die eigenen Chancen nutzten und schöne Tore erzielten. „Königsfeld hat eine spielstarke Elf und ist dazu heimstark. Der Punkt kann für uns noch wertvoll werden“, ergänzt der DJK-Trainer. Er sieht seine Elf tabellarisch im Soll und auch spielerisch verbessert: „Unser primäres Ziel ist es, uns von den Abstiegsrängen fernzuhalten und Spieler für höhere Aufgaben auszubilden. Wir sind in allen Bereichen auf einem guten Weg, aber noch nicht da, wo ich die Mannschaft sehen möchte.“

Mit dem 4:1-Heimsieg gegen Aasen hat sich der FV Marbach wieder auf Rang zwei geschoben. Nach einem 0:1-Rückstand spielte Marbach im weiteren Spielverlauf seine Stärken aus. „Beim 0:1 haben wir alle gepennt. Die erste Halbzeit verlief noch ausgeglichen, doch nach dem Seitenwechsel haben wir unsere Vorteile ausgespielt“, bilanziert Trainer Michael Henseleit. Das Ergebnis gehe daher in Ordnung, zumal die Henseleit-Elf im weiteren Spielverlauf auch kräftemäßig noch eine Schippe drauf packte. „Mich freut, dass wir uns mit Toren belohnt haben, nachdem wir zuletzt etwas Magerkost angeliefert hatten“, ergänzt Henseleit, dessen Elf erst neun Tore in neun Spielen kassierte.

Mit einem 4:0-Erfolg kehrte der SV Obereschach vom Gastspiel in Grafenhausen zurück. Mann des Tages war Ufuk Batagan, der alle vier Tore erzielte. „Ich hatte mir Grafenhausen zuletzt in Aasen angesehen und wusste danach schnell, wie wir dieser Elf wehtun können. Meine Spieler haben die Vorgaben gut umgesetzt“, freute sich SVO-Trainer Michael Schnee. Fast noch mehr strahlte Schnee über die Tatsache, dass die zu Saisonbeginn sehr löchrige Abwehr nun bereits zum zweiten Mal ohne Gegentreffer blieb. „Auch wenn wir schon viele Zähler liegen gelassen haben, sehe ich uns jetzt punktemäßig im Soll“, ergänzt der Trainer.

Drei Punkte wollte der FC Pfaffenweiler aus Tennenbronn entführen, doch es wurde nur einer (2:2). „Tennenbronn ist aktuell noch nicht so stark wie erwartet. Daher wollten wir mehr, sind aber etwas an uns selbst gescheitert“, sagt Spielertrainer Patrick Anders, der in der Nachspielzeit die Ampelkarte sah. Anders: „Uns fehlt aktuell etwas die Leichtigkeit. Bei eigenem Ballbesitz treffen wir oft falsche Entscheidungen. So hatten wir in Halbzeit eins nur eine gute Torchance.“ Der Trainer will nun daran arbeiten, dass die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen wieder besser wird und die Laufleistung steigt. Am Mittwoch spielt Pfaffenweiler im Bezirkspokal gegen Hochemmingen. Ohne Anders und ohne Kapitän Adrian Scholemann, die am Sonntag im Punktspiel gegen Geisingen beide wieder zur Verfügung stehen.

Der FC Bräunlingen führte im Gastspiel bei der SG Riedböhringen/Fützen bis zur 93. Minute mit 1:0, musste sich am Ende jedoch mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. „Mir tun meine Jungs leid. In der Partie hatte nur eine Elf den Sieg verdient und das waren wir. Einziger Kritikpunkt ist, dass wir nach dem Seitenwechsel sieben, acht gute Möglichkeiten nicht genutzt haben“, sagt Bräunlingens Trainer Uwe Müller. Er war zudem sauer über die Schiedsrichterleistung. „Ich lobe oft die Schiedsrichter, weil sie gute Arbeit machen oder einen schweren Job haben. Am Sonntag war die Leistung katastrophal, da total einseitig“, so Müller. Fast noch mehr ärgerte sich Müller, dass er bei seinem Heimatverein einige dumme Sprüche zu hören bekam.

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