Fußball-Bezirksliga: – Der Südbadische Fußballverband (SBFV) hat umgehend auf die Neuausweisung des Elsass sowie mehrerer Schweizer Kantone – unter anderem des Kantons Zürich – als Risikogebiet reagiert. Sollten durch die Quarantäne-Bestimmungen mehr als sieben Stammspieler ausfallen, könne die Partie ohne Weiteres verlegt werden.

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Der Verband verweist auf den Absatz 2, Satz 3 unter Paragraf 45 der Spielordnung, der kurzfristige Spielverlegungen ermöglicht. Ein Hinweis, der allerdings keinem der aktuell betroffenen Verein viel nutzt, denn meist handelt es sich lediglich und weniger Spieler, die im Elsass oder in einem der betroffenen Schweizer Kantone leben.

Das sagt die SBFV-Spielordnung

Der SBFV schreibt am Freitag in einer Presseerklärung, dass „Spieler mit Wohnsitz in einem Risikogebiet vorerst nicht eingesetzt werden können/dürfen. Dies gilt für Amateure, aber auch für Vertragsspieler.“ Nach derzeitigem Stand müssen sich Personen aus den benannten Gebieten umgehend in Quarantäne begeben – es sei denn, sie legen einen aktuellen, negativen Corona-Test vor.

Spielen mit negativem Test ist erlaubt

„Personen, die sich gesetzeskonform in Deutschland aufhalten, dürfen natürlich am Spielbetrieb teilnehmen“, betont Thorsten Kratzner, Pressesprecher des SBFV: „Wir werden auch keine Corona-Tests vor Spielbeginn einfordern. Wer also den Test bei der Einreise vorlegen kann und entsprechend nicht in Quarantäne muss, darf auch spielen.“

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Michele Masi, Trainer des mit drei im Kanton Zürich lebenden Spielern betroffenen Bezirksligisten SV Jestetten, betont ausdrücklich, dass der Verein einerseits versuche, seine Spieler einsetzen zu können, aber: „Es geht in erster Linie darum, dass diese Spieler gesund sind, dass wir die geltenden Regeln einhalten und das Virus von allen Beteiligten fern halten.“ Es gebe also keinesfalls ein spielen um jeden Preis: „Die Gesundheit hat für uns höchste Priorität.“

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Zwei der drei Spieler werden am Samstag mit Sicherheit gegen den SV Herten zur Verfügung stehen, zumal sie – unabhängig vom Spiel – ihre Familien in Jestetten besuchen dürfen. Der dritte Spieler werde nicht zur Verfügung stehen.

SV Lottstetten mit zehn Spielern betroffen

Heftiger trifft es den Nachbarverein SV Lottstetten, der mit dem SV Altenburg eine Spielgemeinschaft in der Kreisliga B-4 bildet: „Bei uns spielen mindestens zehn Fußballer aus den beiden Aktivmannschaften, die in Rafz, Rheinau oder anderen Gemeinden aus dem Kanton Zürich wohnen“, sorgt sich Oliver Langner aber nicht nur um die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs: „Wenn der Fußball wieder ruht, dann wird es finanziell eng für uns. Die Heimspiele finden derzeit in Altenburg statt, im Frühjahr sollten sie in Lottstetten sein. Wird der Spielbetrieb wieder eingestellt, fehlen erneut Einnahmen. Das wird unser Verein kaum mehr verkraften.“

SBFV plant keine Einstellung des Spielbetriebs

Thorsten Kratzner versichert allerdings: „Wir sind noch lange nicht soweit, dass wir an die Einstellung des Spielbetriebs denken. Der Verband wird alle Möglichkeiten nutzen, die Saison durchzuspielen. Aber was die Zukunft bringt, können auch wir nicht absehen.“

SBFV-Pressesprecher Thorsten Kratzner: „An eine Aussetzung des Spielbetriebs wird im Moment noch nicht gedacht.“
SBFV-Pressesprecher Thorsten Kratzner: „An eine Aussetzung des Spielbetriebs wird im Moment noch nicht gedacht.“ | Bild: Imago

Gewisse Hoffnung setzt Kratzner in die aktuell von der Politik diskutierten „Grenzregion-Möglichkeiten“. Es sei wohl im Gespräch, dass ein Aufenthalt unter 24 Stunden in Deutschland keine Quarantäne erfordere: „Also ähnlich der gültigen Regelung, dass sich Personen aus Deutschland für 48 Stunden ohne Quarantänepflicht im Risikogebiet aufhalten dürfen.“ In diesem Zusammenhang verweist Kratzner auf die Landesregierung, die an einer neuen Fassung der Corona-Verordnung „Einreise-Quarantäne und Testung“ auf Basis einer Musterquarantäneverordnung des Bundes arbeite.

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