Es brauchte dann schon einen wie Waldemar Schmidt, um dem SV Herten zum vierten Mal in Serie die drei Punkte zu sichern: „Ein Tor des Willens“, befand Trainer Musa Musliu nach dem 1:0-Sieg des Tabellenführers beim SV Jestetten: „Was knapp aussieht, war unterm Strich aber verdient und nicht gefährdet.“ Weil sich der FC Erzingen überraschend mit einem 3:3 gegen Aufsteiger SG Mettingen/Krenkingen zufrieden geben musste, vergrößerte der SV Herten seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf drei Punkte.

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Ganz so eindeutig waren 90 Minuten für seinen Gegenüber indessen nicht: „Angesichts der Moral und des Einsatzes hätte sich meine Mannschaft schon einen Punkt verdient“, war Michele Masi überzeugt. Hinter dem Trainer des SV Jestetten lagen zwei schwierige Tage. Sie waren geprägt von der Frage, ob seine in der Schweiz lebenden Spieler auflaufen können: „Alle drei waren an Bord. Durch die kurzfristig eingeführte 24-Stunden-Regel in der Grenzregion war die Einreise kein Problem“, so Masi.

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Das Spiel selbst wurde größtenteils vom SV Herten bestimmt: „Wir hatten schon Mühe auf dem schweren Boden, aber wir haben es gut gemacht“, sah Musliu über die ausgelassenen Torchancen am Ende gütig hinweg: „Ich kann mich nicht erinnern, dass ich hier jemals gewonnen habe“, deutete er das ungute Gefühl bei der Anreise an: „So gesehen, bin ich auch mit einem knappen 1:0 zufrieden.“

Der Treffer des Tages brauchte einen langen Anlauf. Erst versuchte es Schmidt per Kopf, doch der Ball wurde von Francesco Arena mit dem Oberschenkel geblockt. Den Nachschuss fälschte Marco Lohr mit dem Kopf an den Innenpfosten ab: „Ein kurioser Treffer“, schüttelte Masi den Kopf.

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Zuvor hatte der SV Herten durch Romano Males (49./51.) und Robin Wiessmer (55.) gleich drei Mal die Chance, die Führung zu erzielen: „Irgendwie lag der Treffer in der Luft“, so Musliu.

Der SV Jestetten, unter anderem ohne Daniel Constantin, der sich ins Studium verabschiedet hat, überzeugte mit Kampf und Einsatz, hatte vor der Pause durchaus Pech, als Thomas Rangnau in guter Position den Ball nicht an Jonas Schulz vorbei ins Tor brachte: „Die Hertener waren stabiler und sicherer. Trotzdem haben wir im ersten Durchgang nicht viel zugelassen“, war Masi unterm Strich zufrieden: „Auch wenn das Ergebnis nicht stimmt, habe ich viel Positives gesehen. Es war ein Schritt in die richtige Richtung“, so Masi: „Der SV Herten ist ja nun auch kein einfacher Gegner.“

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Wohin dessen Weg führt, interessiert Musa Musliu aktuell reichlich wenig: „Unser Vorsprung relativiert sich, weil wir im Vergleich zu den Verfolgern ein Spiel mehr auf dem Konto haben.“ Die Tabelle interessiere ihn nicht, betont Musliu: „Wichtiger ist mir, dass der Spielbetrieb trotz steigender Infektionszahlen aufrecht erhalten bleibt.“

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