Fußball-Bezirksliga: – Drei Momente prägten ein keineswegs hochklassiges, am Ende aber doch spannendes Derby auf dem Nägeleberg. Aus Sicht der Gäste war der 1:0-Erfolg für den FC RW Weilheim fast schmeichelhaft: „Wir hätten hier einen Punkt verdient gehabt, aber wenn du das Tor nicht machst, dann darfst du dich nicht wundern“, so Gästetrainer Michael Hägele, der in Weilheim einst über Jahre als Jugend- und Aktivtrainer aktiv gewesen ist.

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Für Hägele verlief die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte ausgesprochen bitter: „Es tut mir echt leid für Flo, denn er war schon öfter von langwierigen Verletzungen geplagt. Jetzt hatte er sehr gut trainiert, hatte sich einen Stammplatz erkämpft – und nun so etwas“, beschreibt Hägele die Szene, in der sich Amann einen Achillessehnenriss zugezogen hat: „Er hat sich irgendwie gedreht und plötzlich knallte es.“ Amann wurde umgehend ins Spital gebracht und sollte noch am Abend operiert werden.

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Bitter war auch die Szene, die sich 20 Minuten zuvor abspielte, für den SV Buch. Robin Herzog spielte einen Ball in die Tiefe, Lukas Gassmann verschätzte sich etwas, dann war Louis Schanz zur Stelle. Der vom SV Eggingen gekommene Stürmer reagierte blitzschnell und fackelte nicht lang, ließ Schlussmann Jannik Strittmatter beim Tor des Tages keine Abwehrchance. Und als wäre das Gegentor nicht genug gewesen, musste Gaßmann kurz danach verletzt vom Platz: „Keine Riesensache, aber sicher ist sicher“, so Hägele.

„Dieser Treffer hat uns doch Sicherheit gegeben“, war für Trainer Michael Hagmann das Tor der Zeitpunkt der Wende im Spiel: „Davor hatte der SV Buch mehr vom Spiel. Wir waren bis dahin etwas ängstlich“, wunderte er sich. Nach der Pause war er dann doch zufriedener mit seinen Jungs: „Das Spiel war keine tolle Angelegenheit, aber wir hatten es unter Kontrolle.“

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Allerdings drohte die Partie dann doch noch zu kippen, weil die Hausherren aber der 75. Minute in Unterzahl agierten: „Alexander Baumgartner, gerade mal elf Minuten im Spiel, setzte etwas vehement dem Ball nach, traf auch den Gegenspieler – und muss mit Rot vom Platz“, schüttelte Hagmann den Kopf nach einer „viel zu harten Entscheidung.“ Zumal der Unparteiische ein weitaus härteres Einsteigen vor der Pause gegen Schanz viel milder bestraft hatte: „Da kann er nicht mit zweierlei Maß messen. Das geht nicht.“

In den Schlussminuten wuchsen die Weilheimer über sich hinaus: „Ich bin stolz auf die Jungs, wie sie gekämpft haben“, sah Hagmann diese Phase als Produkt des Teamgeistes: „Wir haben neun Neue bekommen und schon nach so kurzer Zeit präsentiert sich die Elf als Einheit – Hut ab.“

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Sein Gegenüber Michael Hägele war nicht minder stolz auf sein Team, wenn er auch mit Chancen von Samuel Seitz und Patrick Vögele haderte: „Da fehlte der nötige Druck. Aber unterm Strich hat die Mannschaft sich Mühe und immer wieder Gas gegeben.“ Zu seiner Saisonpremiere kam beim Gast Onur Dokuzkardes: „Wenn er Zeit hat, ist er dabei. Durch einen Arbeitsplatzwechsel kann er kaum noch trainieren. Aber für die Bank reicht es ihm immer und er ist im Team dabei“, lobte Hägele den 27-Jährigen.

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