Was für eine Schlussphase in Stetten! „Wir haben nicht unverdient geführt, kriegen dann in der 85. Minute den Ausgleich durch Tim Behringer – ich hätte nicht mehr viel auf einen Sieg gewettet“, gab Philip Brandl nach Spielende offen zu. Hätte er es bloß gemacht, denn Nico Maier und Simon Lauber sorgten in der Nachspiel gegen acht Schönauer Feldspieler noch für den äußerst wichtigen Sieg.

Fußball-Bezirksliga

Dass die drei zu vergebenden Punkte für beide Mannschaften wichtig gewesen wären, war dem Spiel anzumerken: „Ein typisches Kellerduell mit vielen Fehlern und vielen Zweikämpfen“, so Brandl, der schon nach zehn Minuten die Hände vors Gesicht schlug. Dominik Pfeifer hatte die Gäste früh in Führung gebracht.

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Nur zwei Minuten später sorgte Julian Widlund für den Ausgleich. Der A-Junior war von Marcel Amann angespielt worden, drehte sich um die eigene Achse und erwischte Torwart Jörg Behringer auf dem falschen Fuß: „Diese schnelle Reaktion war wichtig für unser Spiel“, atmete Brandl erstmal durch. In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel. Nach der Pause war es dann Nico Maier, der nach einem Pass von Simon Lauber die Gastgeber mit 2:1 in Führung brachte.

Diesen Vorsprung galt es zu verteidigen, was aber erstmal nicht gelang. Spielertrainer Tim Behringer steuerte aufs Tor des FC Hochrhein zu, ließ Lukas Stelter aussteigen und besorgte das 2:2.

Dass sich am Ergebnis noch etwas änderte, hätten sich die Gäste selbst zuzuschreiben, befand Brandl. Der bereits verwarnte Maximilian Keller kassierte Gelb-Rot für sein nächstes Foul, Ismail Demirci meckerte – marschierte gleich mit vom Platz.

Acht Schönauer Feldspieler versuchten, das 2:2 über die Zeit zu bringen. Dabei hatten sie offensichtlich Mike Amann nicht auf der Rechnung. Der „Joker“ fügte sich bestens ein, chippte den Ball in der Nachspielzeit vors Tor, fand die Stirn von Nico Maier – 3:2. Kurz danach legte Amann nach, spielte beim finalen Konter den Ball sauber in den Lauf von Simon Lauber – 4:2.

„Für uns ein wertvoller Sieg“, so Brandl, der mit seinen Gedanken nach dem zweiten Saisonerfolg aber schon weiter war: „Wir haben heute die Auflage von der Gemeinde bekommen, dass wir künftig wieder nur noch in Zehner-Gruppen trainieren dürfen. Ich hoffe, dass der Ligaspielbetrieb noch weiter geht – aber ich bin nicht optimistisch.“

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