Der SV Jestetten bleibt in der Fremde weiter sieglos, kassierte beim 2:3 gegen den FC Schlüchttal die dritte Niederlage in der Fremde: „Wir haben uns – trotz des Führungstreffers – im ersten Abschnitt sehr schwer getan“, zeigte sich Trainer Michele Masi mit der Vorstellung zunächst gar nicht einverstanden: „Wir kamen oft schlecht in die Zweikämpfe, hatte zu viele Foulspiele und entsprechend auch Gelbe Karten, die durchaus berechtigt waren.“

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Dabei war die Partie gut angelaufen für die Gäste. Schon nach acht Minuten nutzte Martin Rangnau eine Konterchance zum Führungstreffer: „Sicherheit und Ruhe hat dieses Tor uns allerdings nicht gebracht“, wunderte sich Masi.

Die Foulspiele bedingten logischerweise auch Freistöße für die Hausherren, die vor zwei Wochen mit dem ersten Heimsieg seit dem Aufstieg den Bann auf eigenem Terrain gebrochen hatten – wenn auch damals auf dem Sportplatz in Riedern. Dass sie es auch in Birkendorf können, wollten die Spieler von Trainer Roberto Wenzler ihren Zuschauern beweisen – zahlreichen doch so einfach war das nicht: „Wir waren nicht in der Lage, mehr Ruhe und weniger Hektik ins Spiel zu bringen“, so Sportchef Oliver Eichkorn.

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So schwer wäre das nicht gewesen, denn mit einem Doppelschlag wendete Kapitän Pius Blatter noch vor der Pause das Blatt. Zwei Mal hatte ihm Michael Selb mit einem Freistoß den Ball hoch in den Strafraum gespielt. Zwei Mal war Blatter per Kopfball erfolgreich. „Zwei identische Tore, bei denen wir schlecht verteidigen“, so Masi.

Erstaunlicherweise wurde das Jestetter Spiel erst besser, als Yannic Rüd wegen seiner zweiten Verwarnung den Platz nach 52 Minuten mit Gelb-Rot verlassen musste: „Plötzlich hat sich die Mannschaft darauf besonnen, was ich von Anfang angefordert hatte. Die Zweikämpfe wurden besser angenommen, die Jungs bekamen Biss und waren nicht mehr so ängstlich und passiv wie im ersten Abschnitt.“

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Den Erfolg aber heimsten sich die Gastgeber ein, weil Nico Reichardt nach einem Fehler im Jestetter Spielaufbau von Michael Selb gut angespielt wurde, so dass das 3:1 (73.) für den mit neun Treffern besten FCS-Torschützen nur Formsache war.

„Normalerweise spielst du das Ding in der Schlussphase runter“, grübelte Oliver Eichkorn nach Spielschluss über die Gründe, weshalb seine Elf fast noch die große Flatter bekommen hatte. So kamen die Jestetter durch einen Treffer von Raffaele Ponzo zum Anschlusstreffer und sorgten für spannende Schlussminuten: „Möglichkeiten zum vierten Tor gab es, aber wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, so Eichkorn: „Trotzdem wurde es ein verdienter Sieg.“

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