Fußball-Bezirksliga: – Unterm Strich mussten beide Trainer nach dem Derby mit einem Punkt zufrieden sein – obwohl Philip Brandl vom FC Hochrhein und Lars Müller vom SV Jestetten in den Schlussminuten den Siegesschrei schon fast auf den Lippen hatten: „Francesco Melina hatte freie Bahn, scheiterte aber an einer Bodenwelle und zielte deshalb sogar noch über den Fangzaun“, so Brandl. Kurz vor dem Abpfiff scheiterte Marco Lohr auf der Gegenseite mit seinem Schuss an Lukas Stelter: „Den hat er stark pariert“, lobte Müller.

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So ging das Unentschieden nach 90 Minuten in Ordnung, obwohl Philip Brandl etwas mehr haderte: „Das 1:1 zur Halbzeit spiegelt die Partie nicht ganz“, war er von der Überlegenheit seiner Elf überzeugt. Nico Maier hatte schon nach sieben Minuten mit einem Lupfer über Yannic Frey zur Führung getroffen. Aber eben dieser Frey sollte noch für einigen Verdruss sorgen: „Yannic hat ein paar tolle Dinger rausgeholt“, sah Brandl den Jestetter Schlussmann immer wieder im Mittelpunkt bei Chancen von Timo Keslinke und Frencesco Melina.

So wurde es nichts mit der erneuten Führung, denn schon kurz nach dem Treffer der Gastgeber hatte Stefano Fornino die erste Jestetter Chance zum Ausgleich genutzt. Fornino war es dann auch, der nach dem Wechsel die Gästeführung besorgt hatte und die Hausherren zumindest kurz in Schockzustand versetzte: „Wir hatten in der Pause umgestellt, denn vor dem Wechsel waren wir nicht überzeugend. Das 1:1 bei der Halbzeit war sicher glücklich für uns“, sah Lars Müller seine Maßnahme schnell umgesetzt.

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Mit dem Rückstand schien die Gefahr zu wachsen, dass dem FC Hochrhein das Spiel entgleitet. Doch nun zeigte sich, dass die Mannschaft trotz einer Rückschläge im ersten Saisondrittel auch gereift ist: „Es entwickelte sich nun ein echtes Derby“, so Brandl nach dem dritten Spiel in Folge ohne Niederlage: „Es ging hin und her.“ Lars Müller fand auch mehr Gefallen am Geschehen: „Auch wenn es phasenweise etwas gallig, aber nie unfair wurde.“

In einer unübersichtlichen Szene belohnten sich die Hausherren mit dem verdienten Ausgleich. Stefan Lauber war zur Stelle, schob den Ball aus dem Gewühl heraus ins Tor. Für Philip Brandl die optimale Lösung in diesem Augenblick: „Zuvor hatte Pascale Moog den Ball klar mit der Hand gespielt. Gut, dass der Schiedsrichter auf Vorteil erkannt hatte.“

Weniger mit Vorteil hat indessen die Nachricht von Thomas Wehrle zu tun. Der Stürmer fällt nun langfristig aus. Die Knieverletzung hat sich als Riss des Innenmeniskus entpuppt: „Das ist bitter für ihn, aber auch für uns“, so Brandl.

FC Hochrhein – SV Jestetten 2:2 (1:1). – Tore: 1:0 (7.) Maier; 1:1 (10.) und 1:2 (52.) beide St. Fornino; 2:2 (76.) Lauber. – SR: Franco Natale (Wollbach). – Z.: 200.

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