Fußball-Bezirksliga: – Mit drei Spielen ohne Niederlage war Aufsteiger FC Hochrhein beim SV Herten aufgelaufen und schien in den ersten zehn Minuten mit Großchancen von Francesco Melina und Nico Maier die Serie ausbauen zu wollen. Beide FCH-Stürmer scheiterten aber am gut reagierenden Marvin Baumann – und das war‘s dann auch schon. „Wir haben nach den ersten guten zehn Minuten völlig den Faden verloren“, schüttelte Trainer Philip Brandl enttäuscht den Kopf: „Danach war es das mit Abstand schlechteste Spiel von uns.“

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Während beim FC Hochrhein der Stecker gezogen war, spielte plötzlich der SV Herten wie unter Strom: „Wir haben die Partie über 75 Minuten dominiert“, atmete Trainer Musa Musliu erst einmal tief durch. Schließlich hatte seine Elf in den vier Spiele zuvor gegen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel zwar teilweise ansprechend gespielt, doch heraus gesprungen war nur der Last-Minute-Punkt beim VfB Waldshut.

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„Mir war es egal, wer der Gegner ist. Wichtig war, dass wir die Punkte holen und neues Selbstvertrauen tanken“, war für Musliu auch die Höhe des Sieges unwichtig. Die sechs Treffer – darunter Tor-Premieren für die Neuzugänge Alessandro Mastrangelo und Alessio Paciulli sowie der ersten Saisontreffer von Massimiliano Di Feo – tun also der Psyche und dem Torkonto gleichermaßen gut.

„Wir haben in den vergangenen vier Wochen brutale Erfahrungen sammeln müssen“, blickte Musa Musliu auf keine einfache Trainingswoche zurück: „Es war wichtig, dass meine Spieler die richtigen Lehren aus den letzten Spielen ziehen. Das ist uns gegen den FC Hochrhein dank der richtigen Einstellung und der Geschlossenheit gut gelungen.“ Dass dem SV Herten dabei ausgerechnet ein indisponierter Aufsteiger zur rechten Zeit kam, will Musliu so nicht stehen lassen: „Es tut mir um den FC Hochrhein fast leid. Es ging in diesem Spiel nur um uns und um die Mannschaft.“

Gute Leistung: Trotz sechs Gegentoren war Simon Krause, der für Lukas Stelter eingesprungen war, bester Spieler des enttäuschenden FC Hochrhein bei der 0:6-Pleite in Herten-.
Gute Leistung: Trotz sechs Gegentoren war Simon Krause, der für Lukas Stelter eingesprungen war, bester Spieler des enttäuschenden FC Hochrhein bei der 0:6-Pleite in Herten-. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Und es hätte für den FC Hochrhein durchaus noch schlimmer kommen können. Machtlos stand Trainer Philip Brandl an der Seitenlinie und sah Angriff um Angriff des SV Herten: „Wir hatten Bedenken, dass es bei dem halben Dutzend bleibt“, gab der Gästetrainer offen zu: „Letztlich können wir uns bei Simon Krause bedanken. Er hat den privat verhinderten Lukas Stelter mit einigen sensationellen Paraden klasse ersetzt.“

SV Herten – FC Hochrhein 6:0 (2:0). – Tore: 1:0 (28.) Males; 2:0 (44.) Kocer; 3:0 (52.) Mastrangelo; 4:0 (66.) M. Di Feo; 5:0 (75.) Kocer; 6:0 (87.) Paciulli. – SR: Nicolas Preinl (Kandern). – Z.: 150.

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