Maximilian, seit zehn Jahren sind Sie als sprintstarker und torgefährlicher Fußballer beim SV 08 Laufenburg und FC Wallbach bekannt. Haben Sie sich vorher beim SV Todtmoos gut versteckt?

Nein, im Gegenteil. Ich war schon immer ziemlich schnell unterwegs. Allerdings weniger in Fußballschuhen als in Skischuhen. Fußball habe ich seinerzeit in Todtmoos eher zum Ausgleich gespielt. Mein sportlicher Fokus lag bis 2009 mehr auf dem alpinen Skisport.

Höchst erfolgreich: Auf den Hängen und Pisten war Maximilian Stockkamp vom SC Todtmoos bis zu Beginn dieses Jahrzehnts eine große Nummer.
Höchst erfolgreich: Auf den Hängen und Pisten war Maximilian Stockkamp vom SC Todtmoos bis zu Beginn dieses Jahrzehnts eine große Nummer. | Bild: Gerhard Herzog

Und das sehr erfolgreich?

Als Schüler und Jugendlicher durfte ich mich im alpinen Skisport durchaus zur deutschen Spitze zählen. Nach einem Sieg in Val D'Isere wurde ich in die Deutsche Junioren-Nationalmannschaft aufgenommen.

Verdammt lang her: Maximilian Stockkamp als 14-Jähriger zu Hause bei der Ski-Pflege.
Verdammt lang her: Maximilian Stockkamp als 14-Jähriger zu Hause bei der Ski-Pflege. | Bild: Gerhard Herzog
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Ihnen fehlt zwar die klassische Fußballausbildung und doch spielten sie einige Jahre in der Landesliga?

Mein Vorteil war, dass ich die klassischen Grundtugenden im Einzelsport Ski gelernt habe. Nie aufgeben! Aufstehen und weitermachen nach einem Sturz. Und meine Schnelligkeit kam mir ebenfalls immer zu Gute.

Und Tore schießen können Sie ja auch.

Schon, aber weshalb mir das Attribut "klassischer Torjäger" angeheftet wurde, ist mir nicht ganz klar. Das war ich eigentlich noch nie. Meine beste Saison war 2017/18 mit gerade einmal acht Toren.

Kämpferisches Vorbild: Maximilian Stockkamp (rechts, gegen Marius Götte) steuerte zum 2:1-Sieg des FC Wallbach einen Treffer bei.
Kämpferisches Vorbild: Maximilian Stockkamp (rechts, gegen Marius Götte) steuerte zum 2:1-Sieg des FC Wallbach einen Treffer bei. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Beim 2:1 gegen den FC RW Weilheim trafen Sie zum 2:0. Ist der FC Wallbach wieder in der Spur?

Ich denke schon. Das Urteil, das uns den 2:0-Sieg in Lörrach gekostet hat, hat uns mental schon etwas getroffen. Zudem kaschierte die Tabelle lang die Situation. Nach fünf Niederlagen spürten wir plötzlich, dass wir mitten im Abstiegskampf stecken. Der 1:0-Sieg in Erzingen und jetzt das 2:1 waren extrem wichtig. Wir haben das Potenzial für die Bezirksliga und wir werden auch drin bleiben.

Laufduell: Mathias Hottinger, heute Teamkollege beim FC Wallbach, hatte vor neun Jahren sichtliche Mühe, dem sprintstarken Maximilian Stockkamp im Spiel beim SV 08 Laufenburg folgen zu können.
Laufduell: Mathias Hottinger, heute Teamkollege beim FC Wallbach, hatte vor neun Jahren sichtliche Mühe, dem sprintstarken Maximilian Stockkamp im Spiel beim SV 08 Laufenburg folgen zu können. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Nach über sieben Jahre in Laufenburg wechselten Sie zum FC Wallbach. Lag es am damaligen Trainer Patrick Bayer, der Ihr Arbeitskollege ist?

Patrick war nicht der Hauptgrund. Ich war seinerzeit bereit für etwas Neues und fand beim FC Wallbach einen Verein vor, der für seinen Zusammenhalt bekannt ist und eine ambitionierte Mannschaft mit sportlichem Ehrgeiz.

Sie sind jetzt 31, beruflich viel in Europa unterwegs. Bleiben Sie dem Verein dennoch erhalten?

Ich kann ohne Sport nicht sein, aber die berufliche Belastung nimmt eher noch zu. Ich habe um Bedenkzeit gebeten, ob und wie es für mich in Wallbach oder anderswo weitergeht.

Fragen: Matthias Scheibengruber