Mario, sie zählen beim SV Herten mittlerweile fast zum Inventar. Wie hält man es so lang in einem Verein aus?

Ganz einfach. Der SV Herten ist ein familiärer Verein, die Atmosphäre hat über die Jahre gepasst. Führung und Fans sind nah dran an der Mannschaft. Wir Spieler unternehmen viel gemeinsam, auch abseits des Vereins. Brauchst du mal Hilfe, ist immer einer da. Wir Spieler können uns auf uns verlassen.

Wie alles begann: Im Juli 2010 schloss sich Mario Rittwag (vorn, rechts) dem damals von Thorsten Szesniak (links) trainierten SV Herten an. Weitere Neuzugänge waren seinerzeit (hinten, von links) Frank Tufaro; Sascha Rueb und Michael Amrein sowie (vorn, von links) Christian Spitz und Yannick Greschek.
Wie alles begann: Im Juli 2010 schloss sich Mario Rittwag (vorn, rechts) dem damals von Thorsten Szesniak (links) trainierten SV Herten an. Weitere Neuzugänge waren seinerzeit (hinten, von links) Frank Tufaro; Sascha Rueb und Michael Amrein sowie (vorn, von links) Christian Spitz und Yannick Greschek. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Gibt es noch Weggefährten von 2010?

Klar, Remo Laisa war damals schon dabei, Waldemar Schmidt auch und natürlich Musa Musliu, heute unser Trainer. Ich kam im Juli 2010, vor dem Landesliga-Aufstieg. Heute finde ich, dass die damalige Mannschaft die bislang beste des Clubs gewesen ist.

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Nach einem Jahr ging es 2012 zurück in die Bezirksliga. 2017 sogar in die Kreisliga. Wie gingen Verein und Spieler mit dem Abstieg um?

Sehr gut. Wir hatten eine sehr starke Rückrunde gespielt, am Ende fehlte ein Punkt. Jedem war klar, dass wir in der Kreisliga A nichts zu suchen haben. Wir blieben fast komplett zusammen, erlebten einen Reifeprozess. So hatte der Abstieg im Nachhinein was Gutes. Es bestand nie Gefahr, dass hier alles auseinander fliegt.

Mario Rittwag (29) lebt mit seiner Freundin in Nollingen. Als F-Junior begann er beim SV Eichsel, wechselte früh zum SV Warmbach, später zum 1. FC Rheinfelden. Nach der Fusion dieser Clubs, spielte er im Nachwuchs und den Aktiven des SC Rheinfelden. Zur Saison 2010/11 schloss sich Rittwag dem SV Herten an.
Mario Rittwag (29) lebt mit seiner Freundin in Nollingen. Als F-Junior begann er beim SV Eichsel, wechselte früh zum SV Warmbach, später zum 1. FC Rheinfelden. Nach der Fusion dieser Clubs, spielte er im Nachwuchs und den Aktiven des SC Rheinfelden. Zur Saison 2010/11 schloss sich Rittwag dem SV Herten an. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Seit Januar steckt das Team im Umbruch. Neue Spieler kamen, neue Trainer. Wie erleben Sie als „alter Hase“ diese Phase?

Obwohl ich weder Kapitän noch im Spielerrat bin, habe ich stets ein offenes Ohr für die jungen Spieler. Das nehmen die auch sehr gern an.

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Also keine Gruppenbildung?

Nein. Es wurde darauf geachtet, dass die Neuen einen Bezug zum Verein haben. Die meisten waren als Jugendspieler schon hier. So fiel die Integration sehr leicht, zumal einige Spieler schon vor ihrem Wechsel beim SV Herten sehr präsent waren.

Video: Scheibengruber, Matthias

Mit elf Punkten verlief der Start nicht super, aber ordentlich. Läuft‘s gut?

Wir haben noch Luft nach oben, müssen konstanter werden. Treten mal über 90 Minuten so auf, wie in der ersten halben Stunde beim FV Lörrach-Brombach II, sind wir schwer zu besiegen.

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Ist der Meistertitel für euch ein Thema?

Die Top 5 sind unser Ziel. Bleibt das Team zusammen, ist es in ein oder zwei Jahren drin, dass mein Wunsch, noch einmal mit dem SV Herten in der Landesliga zu spielen, in Erfüllung geht.

Fragen: Matthias Scheibengruber

Das findet Mario Rittwag besser...

Rockmusik oder Hip-Hop?

„Der ältere Hip-Hop ist mein Ding“

Mittelmeer oder Bodensee?

„Mittelmeer. Griechenland ist toll“

Bier oder Wein?

„Am liebsten bayerisches Weißbier“

Schwarze oder bunte Kickschuhe?

„Früher trug ich bunte Schuhe, seit drei, vier Jahren kaufe ich aber nur noch schwarze Fußballschuhe.“

Messi oder Ronaldo?

„Auf jeden Fall Ronaldo, auch wenn Benjamin Kipka immer noch glaubt, dass Messi es wäre...“