Fußball-Bezirksliga: – Man darf Lukas Gassmann und Pascal Störk vom SV Buch zugestehen, dass sie erst seit dieser Saison in der Bezirksliga spielen und ihnen somit der Name Kevin Keller nicht so geläufig gewesen ist. Zudem hatte der Neuzugang des TuS Efringen-Kirchen in letzter Zeit mit Verletzungen zu kämpfen, so dass er seine Torjäger-Qualitäten nicht im gewohnten Umfang präsentieren konnte – auch wenn er in der Hinrunde schon acht Mal getroffen hatte.

Spätestens nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Mario Janutsch aber kennen sowohl Gassmann als auch Störk den Stürmer Kevin Keller. Wie in seinen besten Zeiten beim FC Zell und beim FV Lörrach-Brombach geisterte der 27-Jährige mit seinem unnachahmlichen Torriecher durch die gegnerische Abwehr und wirbelte alles durcheinander. Als die 90 Minuten – endlich – vorüber waren, stand es 5:0 für die Gastgeber. Und alle fünf Treffer hatte Kevin Keller erzielt.

Für TuS-Trainer Dennis Weiß war der Sieg natürlich eine wahre Freude, vor allem im Hinblick auf das Geschehen vor Wochenfrist, als sich seine Spieler mit einem 1:3 gegen den FC Hochrhein blamiert hatten: „Sie haben erkennen müssen, dass es mit 70 Prozent eben nicht geht“, so Weiß.

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Dass Kevin Keller dabei zum Spieler des Tages avancierte, wollte Weiss allerdings nicht überbewerten: „Wir wissen alle, was er kann und welche Kaltschnäuzigkeit ihn vor dem Tor auszeichnet. Allerdings haben die Mitspieler auch gut vorbereitet“, wollte der Trainer nicht alles Lob an einen Mann verteilen: „Es ist nicht so, dass Kevin den SV Buch allein besiegt hat.“

Überhaupt darf sich der SV Buch unter Wert geschlagen fühlen: „Sonst ist es Stefan Hilpuesch, der bei uns für Schreckmomente sorgt. Nun war es Kevin Keller. Irgendwie finden wir gegen diesen Gegner keine Mittel“, sah Trainer Michael Hägele seinen SV Buch unterm Strich keine fünf Tore schlechter: „Wenn wir aus unseren guten Möglichkeiten nach der Pause den 1:2-Anschlusstreffer erzielen, verläuft die Sache vielleicht anders.“

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Da aber weder Pascal Pecoraro, noch Onur Dokuzkardes und Patrick Vögele einen Profit aus ihren Chancen schlugen, schlug eben Kevin Keller wieder zu und stellte mit dem 3:0 die Weichen auf Sieg: „Wir hatten uns entschlossen, weiter offensiv zu spielen, haben das auch ganz ordentlich gemacht“, urteilte Hägele: „Aber meine junge Elf hätte vermutlich noch zwei Stunden spielen können, ohne ein Tor zu erzielen.“

So lang ging das Spiel dann doch nicht, nach 90 Minuten und fünf Keller-Toren war Schluss: „Eine gelungene Ansage fürs Nachholspiel gegen Aufsteiger Bosporus FC Friedlingen„, war Dennis Weiß zufrieden vor dem letzten Auftritt des Jahres 2019 in einer Woche: „Der SV Buch hat es uns nicht leicht gemacht. Aber wir haben eine Reaktion gezeigt und sind wieder in der Spur.“

TuSEfringen-Kirchen – SV Buch 5:0 (2:0). – Tore: 1:0 (11.) 2:0 (35.), 3:0 (62.), 4:0 (75.) und 5:0 (85.) alle K. Keller. – SR: Mario Janutsch (Zell). – Z.: 120.

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