Fußball-Bezirksliga: – Sie haben nichts dem Zufall überlassen. Seit im Frühjahr klar war, dass Andreas Braunagel mit Co-Trainer Thomas Scherzinger beim FC Wallbach die Nachfolge von Patrick Bayer antreten wird, glänzte das neue Duo mit Präsenz: „Wir haben die Jungs so oft es möglich war, unter die Lupe genommen. Wir wollten sie kennenlernen und sehen, wie sie spielen“, sagt Braunagel, der am 17. August gegen den SV Jestetten seine Premiere als verantwortlicher Aktivtrainer feiern wird. Zuletzt war er ein Jahr als Co-Trainer unter Giuseppe Stabile bei Amicitia Riehen tätig. Davor sammelte er über mehrere Jahre seine Erfahrung im überregionalen Nachwuchs des SV 08 Laufenburg.

Trainer Andreas Baunagel (FC Wallbach): „Unser Ziel ist es, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben und möglichst einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen.“
Trainer Andreas Baunagel (FC Wallbach): „Unser Ziel ist es, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben und möglichst einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias

Welche Erkenntnisse und Schlüsse Andreas Braunagel aus seinen Beobachtungen gezogen hat, versuchte er in der Vorbereitung seinen Spielern zu vermitteln: „Wir werden sicher nicht den Fußball neu erfinden. Aber es wird sich durchaus etwas in der Spielweise ändern“, ist der 33-Jährige überzeugt. Auf Widerstand stoße er dabei nicht, zumal er der erste externe Trainer seit Jahren beim FC Wallbach ist, sagt Braunagel: „Ich spüre, dass Spieler und Verein neue Impulse und neue Ideen wünschen.“ Die 2008 aufgestiegenen Wallbacher sind mittlerweile der „dienstälteste“ Bezirksligist, gehen unter Braunagel in die zwölfte Saison.

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Entsprechend offen sei der Einstieg im Verein gewesen: „Es gab überhaupt keine Berührungsängste. Wir spüren volle Unterstützung in unserer Arbeit“, legt Braunagel viel Wert auf Kommunikation: „Es ist wichtig, dass wir die Spieler von geplanten Veränderungen mit Fakten überzeugen können. Umso engagierter versuchen sie, Neuerungen umzusetzen“, sieht er schon nach wenigen Trainingseinheiten die ersten Fortschritte: „Im Schnitt sind 16 Spieler im Training. Da geht etwas.“

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Zurückgezogen haben sich Philipp Bayer, der gemeinsam mit Sportchef Florian Hoschke die Mannschaft bis Saisonende trainierte, Andreas Dobler und Mathias Hottinger. Maximilian Stockkamp hat sich vor allem aus beruflichen Gründen abgemeldet, wird dem Vernehmen nach künftig wieder öfter beim SV Todtmoos in der Kreisliga auflaufen: „Das ist durchaus viel Erfahrung, die uns nicht mehr zur Verfügung steht“, weiß Braunagel, tippt aber auf die Liste der Neuzugänge: „In Thierry Barb, Bilal Sevda, Rouven Rünzi und Kim Stengritt kommen gestandene Akteure, die die Abgänge sicher wettmachen können.“ Zudem zählt Manuel Wehrle aus der Reserve fest zum Bezirksliga-Kader.

So gesehen, gehe er zuversichtlich in die neue Runde: „Nach der Schrecksekunde am letzten Spieltag peilen wir eine etwas entspanntere Saison an“, legt Andreas Braunagel noch immer die Stirn in Falten, wenn er an das 2:11 der Spvgg. Brennet-Öflingen beim FC RW Weilheim denkt. Dieses Ergebnis hatte die Wallbacher, die sich nach dem 0:0 gegen den FC Wehr auf der sicheren Seite glaubten, tatsächlich nach Spielende auf einen Abstiegsplatz rutschen lassen. Das Bangen um den Ligaverbleib beendete schließlich der SV Weil einige Tage später mit dem Aufstieg in die Verbandsliga.

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„So etwas müssen wir hier wirklich nicht mehr erleben“, atmet Braunagel durch: „Unser Ziel ist es, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben und möglichst einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen.“ Weil dieses Ziel durch Spieler- und Trainerwechsel durchaus ambitioniert ist, bittet er um Vertrauen und Geduld: „Wir werden unser System sicher nicht schon im ersten Spiel gefunden haben. Veränderungen brauchen einfach ihre Zeit, bis sie sitzen. Aber ich bin zuversichtlich, denn die Jungs ziehen hervorragend mit.“