Video: Scheibengruber, Matthias

Fußball-Bezirksliga: – Aus dem beabsichtigten Drei-Punkte-Geschenk zum „Fünfziger“ von Trainer Roberto Wenzler wurde nichts. Mit einer schwachen Leistung holte sich der FC Schönau in Ühlingen vor rund 150 Zuschauern glücklich die drei Punkte, bekleckerte sich allerdings gegen den zu verhalten agierenden FC Schlüchttal auch nicht gerade mit Ruhm: „Das Spiel kannst du vergessen“, zog Gästetrainer Faik Zikolli einen schnellen Schlussstrich unter die Partie: „Wir haben weitere drei Punkte gegen den Abstieg – nicht mehr und nicht weniger.“

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Auch Roberto Wenzler hielt sich nicht lang mit Analysen auf, schließlich warteten im Sportheim in Birkendorf bereits die ersten Gäste. Entsprechend freute er sich über das Schönauer Entgegenkommen, die Partie bereits um 12.30 Uhr beginnen zu lassen.

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Der zeitige Anpfiff hatte allerdings beiden Mannschaften nicht wirklich gut getan. Die Hausherren übernehmen zwar das Kommando. Dass die Präzision fehlt, unterstrich Nico Reichardt schon nach vier Minuten bei seinem Freistoß. Erst donnerte er seinen Versuch aus gut 18 Metern in die Abwehrmauer und auch der Abpraller verhedderte sich in der vielbeinigen Schönauer Defensive.

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Youngster Marius Thoma fiel in der ersten halben Stunde mehrfach mit guten Aktionen auf, doch gegen Routiniers wie Ismail Demirci und Marc Steinebrunner erwies sich der aus dem eigenenNachwuchs gekommende Stürmer noch als zu unerfahren: „Wenn wir da ein Tor machen, dann entwiceklt sich vielleicht ein ganz anderes Spiel“, meinte Sportchef Oliver Eichkorn, der seiner Elf den Willen nicht absprechen wollte, dennoch Defizite vor allem bei Standards sah: „Körperlich hatten wir kaum eine Chance. Es wurde nicht ein Kopfballduell gewonnen.“

Nico Reichardt (FC Schlüchttal): „Wären wir in Führung gegangen, wäre das Spiel sicher anders gelaufen.“
Nico Reichardt (FC Schlüchttal): „Wären wir in Führung gegangen, wäre das Spiel sicher anders gelaufen.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias
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Nach 28 Minuten bejubelten die Gäste dann die Führung, zu der sie äußerst glücklich gekommen waren. Elias Dörflinger hatte sich einen Fehlpass geleistet, den Dominik Pfeifer aufnahm. Sein Zuspiel fand Timo Haselwander. Dessen Schuss parierte Simon Hepp auf Kosten eines Eckballs. Im Gewühl vor dem Schlüchttaler Kasten behielt Stefan Steinebrunner den Überblick und schob den Ball über die Linie.

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Nach dem Wechsel bemühte sich der FC Schlüchttal um den Ausgleich, doch spätestens am Strafraum endete nahezu jeder Angriff. Kaum besser, aber doch zwingender präsentierte sich der FC Schönau, der Pech hatte, dass Yannik Lais in der 54. Minute nur den Pfosten traf und in der 68. Minute knapp drüber zielte.

Felix Markanic (Bildmitte) vom FC Schönau: „Wir beschweren uns nicht, dass wir mit zwei Siegen gestartet sind.“
Felix Markanic (Bildmitte) vom FC Schönau: „Wir beschweren uns nicht, dass wir mit zwei Siegen gestartet sind.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias
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Derweil die Partie immer mehr verflachte, gelang Felix Markanic die Entscheidung mit einem Tor, das nicht passender hätte fallen können: „Eigentlich wollte ich den Torwart tunneln. Dann kam der Ball kam zurück und ich habe einfach nochmal nachgesetzt. Ich wollte dieses Tor unbedingt. Wir haben verdient gewonnen“, so Markanic nach dem zweiten Schönauer Sieg im zweiten Saisonspiel: „Dass wir zwei Mal gewonnen haben, heißt gar nichts. Wir müssen einfach weitermachen.“

FC Schlüchttal – FC Schönau 0:2 (0:1). – Tore: 0:1 (28.) St. Steinebrunner; 0:2 (82.) Markanic. – SR: Uwe Müller (Höchenschwand). – Z.: 150.

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