Video: Scheibengruber, Matthias

Fußball-Bezirksliga: – Seit über einem Jahr ist Klaus Gallmann nun als Trainer beim FC Erzingen. Seine Elf kann spielen – und gewinnen – wie sie will, Gallmann findet stets noch ein Haar in der Suppe, einen Ansatzpunkt, wo sich die Spieler verbessern können. Damit ist er noch längst kein notorischer Nörgler, sondern er will damit ausdrücken, dass es unter ihm keine unbegründeten Höhenflüge gibt.

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Umso erstaunlicher hörte sich seine Analyse nach dem 2:1-Sieg im Duell um Platz zwei gegen den FC Wittlingen an: „Die Art und Weise, wie meine Mannschaft um diesen Erfolg gefightet hat, war einfach klasse“, lobte er mit Blick auf die Aufstellung des Gegners: „Da stehen Di Mattia, Herbst und Kassem-Saad auf dem Platz und wir verteidigen das so gut, dass dem Gegner gerade einmal eine Torchance bleibt.“

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Gleichzeitig zählte Gallmann jene Akteure auf, die ihm in dieser wichtigen Partie fehlten: „Binzer, Zengin, Linke, Uhl – alle verletzt. Dazu angeschlagene Spieler, die man nicht spielen lassen sollte“, verteilte Gallmann durch die Bank gute Fleißnoten und hob seinen Kapitän hervor: „Ich kenne keinen Spieler in der Bezirksliga, der unter solchen Schmerzen wie Stefan Fels spielt.“

In der Tat agierten die Erzinger mit viel Engagement, steckten es gut weg, dass Valentin Loparco schon vor der Pause mit einer Leistenzerrung vom Platz humpelte. Ihm folgten später Sandro D‘Accurso und Benjamin Gallmann mit verzerrter Miene. Die Hausherren hatten bei widrigem Wind und Regen vielleicht aber auch das Glück, dass es der FC Wittlingen nicht geschafft hat, den 3:1-Pokalsieg vom Mittwoch gegen den SV 08 Laufenburg aus den Klamotten zu schütteln.

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„Wir sind personell am Anschlag, konnten nicht wie beabsichtigt rotieren“, suchte Trainer Tiziano Di Domenico die schmerzliche Niederlage zu erklären: „Ein Punkt wäre verdient gewesen. Jetzt können wir Platz zwei abhaken – auch wenn es rechnerisch noch möglich ist, ihn zu erreichen“, gratulierte er den Erzingern vorab zu den Relegationsspielen.

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Dabei sah es zunächst so aus, als ob die Gäste den Laufenburgern – quasi als Entschädigung für den durchaus überraschenden Pokalsieg – nun Schützenhilfe zur vorzeitigen Titelfeier leisten. Schon nach fünf Minuten wurde Loris Bendel von Alexander Herbst düpiert. Der Torjäger schnippelte einen Freistoß frech über die Mauer zum 0:1 ins kurze Eck.

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Dass in Laufenburg dann der Sekt aber doch im Kühlschrank blieb, lag ausgerechnet an einem künftigen Null-Achter: Sandro D‘Accurso, der ab Juli wieder im Waldstadion spielt, servierte Manuel Göbel zum Flugkopfball einen Eckball fachgerecht auf die Stirn. Das 2:1 machte der 24-Jährige selbst, tanzte erst Etienne Leisinger und danach auch Torwart Aykut Kaya aus. Die beste Chance, mit dem 3:1 den Sack zu verschließen, verpasste Julian Göbel, dessen Lupfer von Kaya (69.) gerade noch um den Pfosten gelenkt wurde.

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Mit nun fünf Punkten Vorsprung auf die Verfolger können sich die Klettgauer durchaus mit der Freiburger Bezirksliga-Tabelle befassen. Einen Kandidaten, gegen den sie um den Landesliga-Aufstieg spielen können, werden sie aber noch nicht ausmachen. Mindestens ein halbes Dutzend Clubs kommt derzeit noch als Gegner in Frage.

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FC Erzingen – FC Wittlingen 2:1 (1:1). – Tore: 0:1 (5.) Herbst; 1:1 (29.) M. Göbel; 2:1 63.) D‘Accurso. – SR: Remigiusz Baran (Weil). – Z.: 150 (1. HZ) und 25 (2. HZ).

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