Fußball-Bezirksliga: – Es gab in der Tat schon langweiligere Spieltage. An diesem Wochenende ist richtig was geboten. Zunächst steht am Freitag der Winzerfest-Klassiker beim FC Erzingen an. Die Gastgeber verloren übrigens letztmals an einem Winzerfest im September 2007, mit 1:2 gegen den SC Lauchringen. Das sollte das Ende einer Negativserie sein, die Trainer Andreas Bauhuber seinerzeit zur Aussage „Am Winzerfest brauchen wir gar nicht mehr antreten“ veranlasste. In der Folge gab es zehn Siege und ein einziges Remis, vor zwei Jahren beim 2:2 gegen den SV Jestetten. Die Jestetter sind seit 2008 übrigens zum sechsten Mal der Leid geprüfte Erzinger Winzerfest-Gegner.

Zweifacher Torschütze: Pascale Moog (links) spielte 2011 für ein halbes Jahr beim FC Erzingen, war damals beim 8:2-Kantersieg gegen den FC RW Weilheim wie Denis Michel zwei Mal erfolgreich. Hier ist er vor Thomas Dietsche (Nr. 3) am Ball.
Zweifacher Torschütze: Pascale Moog (links) spielte 2011 für ein halbes Jahr beim FC Erzingen, war damals beim 8:2-Kantersieg gegen den FC RW Weilheim wie Denis Michel zwei Mal erfolgreich. Hier ist er vor Thomas Dietsche (Nr. 3) am Ball. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Ähnlich spannend dürfte das prestigeträchtige Wiesental-Derby beim FC Zell gegen den FC Schönau werden. Beide Kontrahenten verbindet eine gesunde Rivalität, aber auch eine gemeinsame erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Derzeit stehen in Christian Held und Kevin Weiß zwei Ex-Schönauer in den Zeller Reihen. Beim Gast feierte Trainer Faik Zikolli am Donnerstag seinen 40. Geburtstag und er würde sich riesig freuen, wenn sein Team den ohnehin schon überraschend guten Start mit 12 Punkten aus fünf Spielen noch ausbauen könnte.

Experten-Tipp: Sebastian Huber, Vorsitzender des SV Jestetten, tippt den sechsten Spieltag.
Experten-Tipp: Sebastian Huber, Vorsitzender des SV Jestetten, tippt den sechsten Spieltag. | Bild: Scheibengruber, Matthias
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Ganz andere Ambitionen haben die Kontrahenten beim Kellerduell am Sonntag in Hohentengen-Stetten. Hier hat Aufsteiger FC Hochrhein das Schlusslicht FC RW Weilheim zu Gast: „Wir haben nach unserer wenig begeisternden Vorstellung beim FC Tiengen 08 etwas gutzumachen“, nimmt Trainer Philip Brandl seine Spieler in die Pflicht: „Alle wissen, dass sie mehr können und dass in dieser Liga auch mehr kommen muss, wenn du dauerhaft dabei bleiben willst.“ In dieser Woche wurde das 0:3 am Langenstein aufgearbeitet, nun soll geliefert werden.

Unter Druck: Thomas Wehrle (rechts, gegen Yannik Böhler) will mit dem FC Hochrhein das Kellerduell gegen den FC RW Weilheim gewinnen.
Unter Druck: Thomas Wehrle (rechts, gegen Yannik Böhler) will mit dem FC Hochrhein das Kellerduell gegen den FC RW Weilheim gewinnen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Dass das gegen die punktlosen Weilheimer indessen keine leichte Aufgabe wird, ist Brandl klar: „Die Gäste stehen auch mit dem Rücken zur Wand, wittern bei uns ihre Chance.“ Zudem muss der FC Hochrhein auf die verletzten Mike Amann und Timo Keslinke sowie Urlauber Marcel Amann verzichten: „Schon wird es eng im Kader“, so Brandl, der froh ist, dass er seit vergangener Woche wieder auf Torwart Lukas Stelter bauen kann.

Für Brandl ist ein Sieg unabdingbar, auch wenn derzeit die Trainingsbedingungen alles andere als gut sind: „Bis Ende Oktober drängen wir uns mit den anderen Mannschaften auf dem kleinen Platz in Hohentengen. Erst dann ist der ersehnte Kunstrasenplatz in Stetten fertig“, lässt der Trainer eine gewisse Vorfreude durchklingen: „Es geht was bei uns.“ Kein Wunder drängt er deshalb auf Punktzuwachs: „Wir haben für unsere gezeigten Leistungen einfach noch zu wenig auf der Habenseite.“