Video: Neithard Schleier

Fußball-Bezirksliga: – Faik Zikolli war der erste, der nach dem Traumstart des FC Schönau auf die Euphoriebremse trat: „Ein eminent wichtiger Sieg, aber letztlich nur drei Punkte im Abstiegskampf“, versuchte der Trainer den Ball nach dem überraschenden Erfolg des Gastgebers den Ball flach zu halten: „Wir hatten nach der Pause gegen eine sehr starken SV Herten viel, viel Glück.“

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Für die hoch gehandelten Gäste wollte Musa Muliu nicht gerade von einem „Schuss vor den Bug“ sprechen: „Wir haben Rückschläge einkalkuliert. Spätestens jetzt sollte allen Spielern klar sein, dass wir noch ein paar Dinge abstellen müssen, um Erfolg zu haben. Unterschätzt haben wir den Gegner sicher nicht. Jeder weiß, dass man nicht einfach nach Schönau fährt, um sich die Punkte abzuholen.“ Der neue Trainer des SV Herten verlor trotz ansprechender zweiter Hälfte, „in der uns die Cleverness fehlte, das dritte Tor zu machen“, nicht nur die Punkte, sondern auch noch Ciro Di Feo.

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Der 23-Jährige hatte sich beim Warmlaufen hinter dem Tor von Jonas Schulz zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen, als er mit Dominik Pfeifer zusammen rasselte: „Ciro reißt ihn zu Boden, der Schiedsrichter bewertet es als Tätlichkeit„, so Musliu: „Er hat sich zu leicht provzieren lassen, denn der Schönauer hatte zuvor den Ball weggeschossen, um Zeit zu schinden und lief dann einfach auf Ciro auf. Das wäre nicht nötig gewesen.“

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Mit entscheidend für den Sieg des FC Schönau war das Mitwirken von Tim Behringer, der erst vor wenigen Wochen verabschiedet wurde und nun an den führen Pfeifer-Toren entscheidend beteiligt war: „Wir hatten Not am Mann und ich war froh, als er seine Bereitschaft signalisierte, zu spielen“, so Zikolli, der noch nicht weiß, wie oft und wie lange er mit Behringers Diensten rechnen kann: „Für einen Mann seiner Klasse stehen die Türen immer offen.“

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Wie eng das Spiel war, deutete Zikolli an: „Nach dem Wechsel haben die Hertener wahnsinnig aufegdreht. Das ist eine Super-Mannschaft, von der wir in dieser Saison noch viel hören und sehen werden“, vermutet Zikolli, der auch nach dem 3:0 nicht durchatmen wollte. Johannes Walleser hatte sich mit dem Treffer zum 25. Geburtstag selbst beschenkt.

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In der Folge verkürzten Tunahan Kocer und Mario Rittwag den Rückstand und brachten die Schönauer gehörig ins Schwitzen: „Wir haben nach der verschlafenen ersten Hälfte gut reagiert“, war Musliu dann doch nicht unzufrieden: „Hätte nicht Tobias Steinebrunner zwei Mal herausragend gehalten, hätten wir einen verdienten Punkt mitgenommen“, lobt er den Schönauer Torwart und die taktische Ausrichtung der Gastgeber: „Sie waren sehr gut über uns informiert und haben es geschafft, uns mit ihrem Pressing zu überraschen.“

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FC Schönau – SV Herten 3:2 (2:0). – Tore: 1:0 (4.) und 2:0 (6.) beide Pfeifer; 3:0 (60.) J. Walleser; 3:1 (65.) Kocer; 3:2 (77.) Rittwag. – SR: Philipp Jourdan (Lörrach). – Z.: 120. – Bes.: Rot für Ersatzspieler Di Feo (SVH/87.) wg. Tätlichkeit außerhalb des Spielfeldes.

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