Fußball-Bezirksliga: Es ist ein Anfangserfolg, wenn auch kein besonders großer. Bei der 3:6-Niederlage des FC Steißlingen gegen den Mitaufsteiger 1. FC Rielasingen-Arlen konnten die Steißlinger Kicker zumindest die ersten Tore verbuchen, auch, wenn sie noch auf die ersten Zähler weiter warten müssen.

Viel Lehrgeld

Für die Mannschaft, die ungeschlagen aus der Kreisliga den Sprung in die höhere Spielklasse geschafft hat, ist das ein Dämpfer, wie der Steißlinger Trainer Javier Martin verrät. „Es ist ein bisschen viel Lehrgeld, was wir bisher bezahlen mussten“, sagt Martin etwas zerknirscht. 0:6 gegen Mühlhausen, dann 0:5 gegen Mitaufsteiger Deggenhausertal. Umso wichtiger, jetzt auch mal getroffen zu haben, weiß Martin. „Es war gut zu sehen, dass wir auch Tore schießen können“, sagt der Steißlinger Trainer.

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Mannschaft will lernen

Die Stimmung nach den Spielen sei natürlich niedergeschlagen, aber seine Mannschaft wolle dazulernen. „Wir machen zu viele Fehler. Gegen Rielasingen haben wir die erste halbe Stunde verschlafen, da waren wir nicht auf dem Platz. Nach dem 2:0 haben wir uns dafür gefangen und uns schon viel besser präsentiert“, sieht Martin auch die Fortschritte. Allerdings muss sein Team derzeit auch auf vier Spieler in der Abwehr verzichten, was sich „natürlich bemerkbar macht“, so Martin.

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17 Gegentreffer in drei Spielen

Wichtig sei es, in der Bezirksliga anzukommen. „Wir haben ja gewusst, dass wir nicht durchmaschieren werden, aber drei Spiele mit 17 Gegentreffern, das ist schon hart. Die Fehler werden hier einfach bestraft.“

Wartet noch auf den ersten Sieg: Javier Martin, Trainer des FC Steißlingen.
Wartet noch auf den ersten Sieg: Javier Martin, Trainer des FC Steißlingen. | Bild: Fischer, Eugen

Wichtiger Sieg für Rielasingen

Auch der Kontrahent und Mitaufsteiger 1. FC Rielasingen-Arlen II hatte nicht den Start nach Maß in die Bezirksliga erwischt. Für die Oberliga-Reserve setzte es im ersten Aufsteiger-Duell mit dem TSV Konstanz eine klare 0:5-Niederlage, dann ein 3:6 gegen Nordstern Radolfzell. Für den Rielasinger Trainer Benjamin Heim war der Erfolg am dritten Spieltag deshalb ein bedeutender. „Wir wussten, dass die Aufsteiger in die Bezirksliga immer Lehrgeld mit teils hohen Niederlagen zahlen müssen und hatten gehofft, nicht dazuzugehören“, erzählt Heim. „Deshalb ist der Sieg wichtig, damit die Mannschaft sieht, dass man erfolgreich sein kann.“

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Aggressiver spielen

Auch für ihn ist es die Umstellung, die seinem Team noch gelingen muss. „Wir sind eine offensivstarke junge Mannschaft, die guten Fußball spielen will“, erklärt Heim, „aber in der Bezirksliga gibt es nicht so viele Teams, die das machen. Da geht es mehr darum selbstbewusst, energisch und aggressiv zu spielen“. Deshalb hinge der zukünftige Erfolg auf dem Rasen auch davon ab, wie schnell die Mannschaft sich darauf einlässt, ist sich der Rielasinger Coach sicher. „Nicht immer gleich versuchen, einen schönen Spielaufbau zu machen, sondern lieber auch mal klären, um den Ball hinten nicht zu verlieren“, gibt Heim ein Beispiel vor. Für eine Prognose, wo er mit seinem Team landen wird, ist es nach drei Spieltagen für den Rielasinger Trainer noch zu früh. Eines weiß er jedoch sicher: „Wir wollen den Klassenerhalt schaffen.“

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