Fußball-Bezirksliga: Der FC Bodman-Ludwigshafen spielt eine starke Rückrunde. Die 1:2-Niederlage beim FC Rot-Weiß Salem war für den Aufsteiger im Jahr 2019 erst die dritte Niederlage. Zuvor hat die Mannschaft von Trainer Ralf Staege in diesem Kalenderjahr lediglich gegen die beiden Topteams der Liga, den SC Gottmadingen-Bietingen und den Hegauer FV, verloren.

Chance verpasst

Beim Spiel in Salem am Sonntag verpasste es die Elf jedoch, sich näher an das rettende Ufer heranzupirschen. „60 Minuten lang war das zu wenig von uns“, kommentiert Stefan Esser, Spielausschussvorsitzender des FC Bodman-Ludwigshafen, die Leistung des Teams. Doch er ergänzt: „Die ersten 20 Minuten waren wir klar überlegen, und in den letzten zehn Minuten hat die Mannschaft alles reingeworfen.“

Endspiel gegen Öhningen-Gaienhofen

Die Staege-Elf bleibt durch die Niederlage damit drei Spieltage vor Saisonende auf dem 13. Platz. Bei voraussichtlich vier Absteigern müsste Bodman-Ludwigshafen also nach jetzigem Stand wieder den Gang in die Kreisliga A antreten. Davon will Esser aber nichts wissen: „Die Hoffnung ist auf jeden Fall noch da. Es gibt zwar keine einfachen Spiele in dieser Liga, aber auch keine unlösbaren. Wir müssen jetzt in jedem Spiel auf drei Punkte spielen.“ Der Spielausschussvorsitzende ergänzt: „Unser Wunsch ist es, dass wir uns in den nächsten beiden Partien bis auf zwei Punkte an Öhningen-Gaienhofen heran arbeiten können.“ Dafür nennt Esser auch einen guten Grund, denn am letzten Spieltag gastiert die Höri-Elf in Bodman. „Wir wollen zuhause ein Endspiel.“ Das Minimalziel ist, „vor Bermatingen zu bleiben“, da der drittletzte Platz unter Umständen für den Klassenerhalt reicht.

Zweimal Rot nach dem Schlusspfiff

Verzichten muss Trainer Ralf Staege im Endpurt aber auf zwei Spieler, die nach dem Schlusspfiff in Salem wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte gesehen haben und nun mit einer längeren Sperre rechnen müssen. Wie es dazu kam, erläutert Stefan Esser: „Aufgrund einer langen und mehreren kurzen Unterbrechungen hätte es aus unserer Sicht sieben, acht Minuten Nachspielzeit geben müssen. Der Schiedsrichter zeigte aber nur vier Minuten an. Und nach exakt vier Minuten ließ er unseren Eckball nicht mehr ausführen.“

„Emotionen drin“

Der verfrühte Abpfiff sorgte bei den Kickern des FC Bodman-Ludwigshafen für Entsetzen. „Da waren dann natürlich Emotionen drin, es kam zu einer Rudelbildung, und der Unparteiische zeigte zwei Rote Karten. Die eine war berechtigt, für die andere habe ich kein Verständnis.“ Esser versichert jedoch, dass „alles friedlich abgelaufen“ sei. „Es wurde zu keiner Zeit körperlich.“

Mannschaft bleibt erhalten

Zwar will Bodman-Ludwigshafen unbedingt in der Bezirksliga bleiben, aber für die Planung des Vereins spielt die Liga keine Rolle. „Das Trainerteam bleibt defintiv erhalten“, sagt Esser und fügt hinzu: „Kein Spieler wechselt aufgrund eines Abstiegs, wenn, dann aus beruflichen oder familiären Gründen.“

75 Jahre Geschichte. 75 Jahre Erfahrung. 75 Jahre Journalismus. Sichern Sie sich jetzt für kurze Zeit ein ganzes Jahr zum Jubiläumspreis von 75 €.