Die Stadt Vöhrenbach versorgt ihre Bürger bisher ausschließlich mit Trinkwasser aus eigenen Quellen. In den vergangenen Jahren seien die Quellschüttungen in Vöhrenbach, analog zu vielen Gemeinden im Schwarzwald, durch lange Trockenperioden signifikant zurückgegangen, wie die Stadt mitteilt.

Tiefbrunnen helfen im Notfall

Zur Stärkung der Trinkwasserversorgung der Stadt Vöhrenbach werde deshalb seit Anfang April eine neue Wasserleitung als Verbindungsleitung zwischen Vöhrenbach und Furtwangen verlegt. Furtwangen betreibe neben Quellen auch Tiefbrunnen, die aktuell noch ausreichend Trinkwasser für den eigenen Bedarf, aber im Notfall auch fürs Umland liefern können.

Baukosten rund 450 000 Euro

Um die Versorgung mit Trinkwasser in Vöhrenbach zukunftssicher aufzustellen, wird die Vöhrenbacher Wasserversorgung zukünftig bei Wassermangel durch Wasser aus Furtwangen unterstützt. Die Baukosten für die Wasserleitung belaufen sich auf rund 450 000 Euro und werden zu 80 Prozent vom Land bezuschusst.

Leitung 1,9 Kilometer lang

Die Wasserleitung, die sich über 1,9 Kilometer erstreckt, beginnt am Doldmartinshaus in Furtwangen-Schönenbach, verläuft auf der ehemaligen Bregtalbahntrasse und endet an der Wendeplatte Schwimmbadstraße/Am Park. Die Leitung hat einen Innendurchmesser von zehn Zentimetern.

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Die Bauarbeiten, die von der Firma Behringer aus Hüfingen ausgeführt werden, schreiten laut Mitteilung gut voran. Etwas mehr als die Hälfte der Wasserleitung wurde bereits verlegt. Sofern es die Baugrundverhältnisse und die Wetterbedingungen weiterhin zulassen, kann die Maßnahme bis Ende Juni abgeschlossen und der Radweg wieder geöffnet werden.

Auf dem Bregtalradweg wird die Wasserleitung in offener Bauweise verlegt. Zur Querung der Breg wird das Spülbohrverfahren eingesetzt, um einen Eingriff in das Gewässer zu vermeiden.

Glasfaserkabel wird mitverlegt

In Abstimmung mit dem Zweckverband Breitband wird außerdem die Backbonetrasse zwischen Furtwangen und Vöhrenbach mit verlegt, sodass neben einer Stärkung der Versorgungssicherheit im Trinkwasser auch das schnelle Internet in greifbare Nähe rückt, heißt es.

Bürgermeister kann ruhiger schlafen

Bürgermeister Robert Strumberger freue sich sehr, dass er als Betreiber der Wasserversorgung Vöhrenbach zukünftig etwas ruhiger schlafen könne, zumal die Verwaltung und der Gemeinderat aus Furtwangen der Kooperation schnell und unbürokratisch zugestimmt haben. Er sei Bürgermeister Herdner und dem Gemeinderat Furtwangen sehr dankbar für deren Zustimmung und den reibungslosen Ablauf, heißt es. Er werte dies als ein sehr positives Zeichen einer guten interkommunalen Zusammenarbeit.

Gleichfalls gelte sein Dank der EGT Triberg für das sehr einvernehmliche Miteinander. Ohne die Mithilfe der EGT wäre die Verlegung der Wasserleitung fast unmöglich gewesen. Auch danke er dem Grundstückseigentümer, der am Anschlusspunkt seine Zustimmung zur Leitungsverlegung erteilte.

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