Im Gemeinderat hat Aquavilla-Geschäftsführer Michael Dold seinen Bericht für 2019 und 2020 vorgelegt. Mit Blick auf die Trockenzeiten der Vorjahre ging er auf die Wasserversorgung in Vöhrenbach ein. Zahlen und Grafiken verdeutlichten, dass die Verbundleitung von Furtwangen nach Vöhrenbach bereits 2020 für die Wasserversorgung wichtig werden kann. Sie geht demnächst in Betrieb.

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Noch offen ist eine Lösung für die Leitung in Hammereisenbach zwischen Aufbereitungsanlage Fahlenbach und Wasserhochbehälter. Sie müsse immer wieder repariert werden, eine Erneuerung sei unumgänglich. Allerdings sei das Gelände schwierig und steil. Das ursprünglich geplante Sanierungsverfahren sei aufgrund der geringen Leitungsdimension nicht anwendbar. Eine wesentliche Aufgabe der Aquavilla ist die Suche von Leckstellen in der Wasserleitung. Ein Fass ohne Boden: So wurde im Frühjahr in Hammereisenbach ein Leck repariert und damit der Wasserverlust in Hammereisenbach wesentlich reduziert. Doch vier Tage später trat ein Leck an anderer Stelle mit hohen Verlusten auf.

Wasserverluste sind ein Problem

Diese Wasserverluste können laut Dold in trockenen Perioden von großer Bedeutung dafür sein, ob die geförderte Wassermenge noch für die Versorgung der Bevölkerung ausreicht. Mittels Grafiken zeigte Michael Dold, wie in den Trockenperioden 2018 und 2019 die Quellschüttung massiv nachließ und die zu liefernde Wassermenge nur gerade noch so gedeckt werden konnte. Welche Bedeutung die Wasserverluste haben, machte Dold an Zahlen deutlich: 2018 und 2019 ging mehr als ein Drittel der geförderten Wassermenge in solchen Lecks verloren.

Reparaturen sind notwendig

Aufgrund von zahlreichen Reparaturen geht Michael Dold allerdings davon aus, dass die Quote von 35 Prozent Verlust in 2020 auf 14 bis 18 Prozent gesenkt, also etwa halbiert werden kann. Auf einer Grafik der monatlichen Quellschüttung war die Auswirkung von Reparaturen auf die Wassermenge deutlich nachzuvollziehen. Derzeit sei die Quellschüttung noch etwas höher als die Wasser-Abgabe. Ohne Reparaturen gäbe es nach Dolds Daten aber bereits jetzt wieder Engpässe. Deutlich besser sieht die Kurve ab August aus, wenn bei Bedarf das Furtwanger Trinkwasser über die neue Verbundleitung eingespeist werden kann.

Drastisches Fazit

Auf Anfrage von Laurin Hauschel (BWV) machte der Geschäftsführer deutlich, dass Furtwangen aufgrund der Tiefbrunnen eine sehr gute Wasserversorgung habe und daher auch in der Lage sein müsste, die Nachbarstadt bei Bedarf mit Wasser zu unterstützen. Detlef Schuler fragte nach, ob die Wasserleitungen auch laufend erneuert werden. Dies geschehe vor allem, so Dold, bei Straßenbauarbeiten. Das drastische Fazit des Aquavilla-Geschäftsführers: „Hier im Untergrund tickt eine Zeitbombe.“