Nach dem Tierdrama auf einer Pferdekoppel bei Vöhrenbach in der Nacht zum Sonntag musste inzwischen ein zweites, schwer verletztes Pferd nach Auskunft des Besitzers eingeschläfert werden. Wie berichtet waren mehrere Pferde aus noch ungeklärten Gründen in Panik geraten und versuchten zu flüchten, wobei sich ein Tier das Genick brach.

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Die Frage stellt sich, ob es ein Wolf gewesen sein könnte. Die forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg hat den Vorfall untersucht.

Tierspuren nicht eindeutig zu bestimmen

Die einzigen Spuren in der Nähe der Koppel waren laut einer Mitteilung der Polizei nicht eindeutig zu bestimmende Tierspuren. Diese könnten laut einem Sprecher der Polizei Konstanz von einem Wildtier stammen, beispielsweise einem Wildschwein, einem Luchs oder sogar einem Wolf.

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Wolfssichtung bei Vöhrenbach Mitte Mai

Mitte Mai hat eine automatische Wild-Kamera im südlichen Gemeindegebiet von Vöhrenbach einen Wolf gefilmt. Dies hat die FVA im Juni bestätigt. „Es ist aber sehr gewagt, eine direkte Verbindung zwischen der Wolfssichtung und dem Vorfall an der Koppel herzustellen“, sagt Johannes Erretkamps, Wildtierökologe an der FVA. „Es könnte auch beispielsweise ein Mensch, Hund oder ein anderes Wildtier gewesen sein.“ Denn das Auftauchen des Wildtiers muss nicht der Grund für die Panik der Pferde gewesen sein.

Verletzungen der Pferde nicht durch Raubtier entstanden

Die Spuren könnten bereits vorher entstanden sein, meint Erretkamps. „Alle Verletzungen der Tiere sind nach unserem Kenntnisstand sekundär entstanden.“ Demnach verletzten sich die Pferde bei ihrem Fluchtversuch. Auf einen Angriff eines Raubtiers hingegen deute nichts hin.

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