Vier Bauanträge wurden in der Sitzung des Vöhrenbacher Gemeinderats behandelt. Ein großes Projekt in der Schützenstraße ist der geplante Umbau eines bestehenden Möbelhauses zu Wohnungen und Gewerbeflächen. Das Vorhaben wurde dem Gemeinderat bereits vom Bauherrn und den Architekten ausführlich erläutert. Daher gab es in der Sitzung keinen weiteren Diskussionsbedarf. Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag für diese große Maßnahme zu und sicherte auch die volle Unterstützung der Stadt Vöhrenbach zu.

Zweifel an der Auffüllung

Zudem wurde beantragt, einen Brandweiher in Urach zu verlegen. Dadurch würde der Hof eine viel größere und ebene Hochfläche mit einer neuen Hofzufahrt erhalten und das Gelände südlich davon etwas angehoben. Die Verwaltung machte dabei deutlich, dass die Verlegung des Brandweihers offensichtlich dazu diene, die Löschwasserversorgung für den Hof ausreichend zu gewährleisten. Allerdings wurde bezweifelt, ob die großflächige Auffüllung des bisherigen Brandweihers notwendig und wirtschaftlich ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Veränderung im Gelände habe für die Stadt Vöhrenbach zwar keine städtebauliche Relevanz. Allerdings müsste wohl das ganze Material für die Auffüllung über die Streichenbachstraße herangefahren werden. Dies würde die bereits beschädigte und teilweise sanierte Straße übermäßig belasten. Weder der Stadtverwaltung noch dem Ortschaftsrat sei die Notwendigkeit dieser Auffüllung ersichtlich. Der Gemeinderat folgte einstimmig dem Vorschlag von Ortschaftsrat und Verwaltung, die Verlegung des Weihers und des Gewässers zu genehmigen, die Auffüllung aber abzulehnen.

Dreifachgarage geplant

Zugestimmt wurde vom Gemeinderat einer Bauvoranfrage für den Neubau einer Dreifachgarage neben den bereits vorhandenen Garagen im Allmendweg. Auf dem Dach der Garage soll Fotovoltaik installiert werden, unter anderem auch für Elektro und Hybrid-Fahrzeuge in den Garagen. Notwendig dafür wäre aber auch der Verkauf eines städtischen Teil-Grundstücks, der separat verhandelt und entschieden wird.

Standort soll überprüft werden

Zugestimmt, allerdings mit einer Enthaltung, wurde einer Bauvoranfrage in Urach im Bereich der Kalten Herberge, wo zwischen der B 500 und dem Weg zur Widiwanderhöhe eine große Heubergehalle zur Lagerung von Heufutter errichtet werden soll. Ein Drittel der Grundfläche soll eine Hofwerkstatt mit Garage, Aufenthaltsraum, Büro und Technik einnehmen. Grundsätzlich wurde das Vorhaben als zustimmungsfähig eingestuft. Allerdings müsse auch wegen der Dusche und dem Büro eine Wasserversorgung und ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung sowie eine ausreichende Löschwasserversorgung, die aktuell für den Bereich Kalte Herberge nicht geklärt ist, sichergestellt sein. Auch wird empfohlen, den Standort im Blick auf Naturschutz und Landschaftsbild nochmals zu überprüfen.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €