Hat der Vöhrenbacher Gewerbekanal noch eine Zukunft? Im Gemeinderat gibt es Stimmen, den Kanal zuzuschütten. Genehmigt wurde bei einer Gegenstimme im Rat die Erneuerung der Brücke in der Adolf-Heer-Straße, die bereits mehrfach diskutiert worden war.

Erste Ausschreibung weit über dem Etatansatz

Im Mai hatte der Gemeinderat die Ausschreibung zur Sanierung dieser Brücke aufgehoben, da die Angebote weit über den geplanten Kosten lagen. Damals beschloss der Gemeinderat, mit dem günstigsten Bieter zu verhandeln, um eine freihändige Vergabe durchzuführen.

Gesamtkosten nun 95 000 Euro

Ingenieur Rainer Christ informierte nun über die Gespräche mit der Firma K&W, die zu einer Preissenkung gegenüber dem erste Angebot von etwa zehn Prozent geführt hätten. Die Erneuerung der Brücke kostet jetzt 65.000 Euro, die Sanierung von etwa zehn Metern Kanal im Bereich der Brücke 15. 000 Euro und die Sanierung von 16 laufenden Metern der Stützmauern am Gewerbekanal 15 .000 Euro. Die Gesamtsumme des Auftrags liegt damit bei rund 95. 000 Euro. Die dafür notwendigen überplanmäßigen Ausgaben wurden vom Gemeinderat auch bewilligt und sollen vor allem durch Wenigerausgaben bei der Breitbandversorgung ausgeglichen werden.

Gelder werden umgeschichtet

Dabei konnte Bürgermeister Strumberger Bedenken aus dem Gemeinderat ausräumen, dass dies zu Reduzierungen beim Breitband-Ausbau führen würde. Es gehe lediglich darum, die bereits genehmigten Gelder für den Breitbandausbau, die wegen der Verzögerungen in diesem Jahr nur zu einem kleinen Teil benötigt werden, umzuschichten. Für das kommende Haushaltsjahr müssten dann die notwendigen Gelder für das Breitband erneut bereit gestellt werden.

Nur das Notwendigste tun

Im Zusammenhang mit der Sanierung gab es noch einmal grundsätzliche Diskussionen rund um den Gewerbekanal. Rüdiger Hirt (CDU) stellte die Grundsatzfrage, wofür dieser Kanal überhaupt noch benötigt werde. Darüber hinaus fragte er, ob es sinnvoll sei, Dinge wie die Mauer-Sanierung mitzumachen, wenn die Brücke saniert wird. Man sollte sich grundsätzlich darauf beschränken, nur das absolut Notwendige zu tun: „Mehr können wir uns nicht leisten.“

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Schließlich fragte Hirt, ob der Zustand des Kanals überprüft worden sei. Laut Rainer Christ habe eine Befahrung gezeigt, dass der Kanal sofort repariert werden muss. Marion Ketterer (CDU) fragte, wann denn die Sanierung der Stützmauern tatsächlich nötig wäre. Rainer Christ erläuterte, dass dies noch etwas verschoben werden könne, aber nicht mehr allzu weit. Bürgermeister Strumberger ergänzte, dass es sinnvoll sei, verschiedene Maßnahmen gemeinsam durchzuführen, um nur einmal eine Baustelle einrichten zu müssen, was wirtschaftlicher sei.

Viele offene Fragen zum Kanal

Martin Schneider (CDU) fragte ebenfalls nach der Notwendigkeit dieses Kanals: Wer haftet beispielsweise bei Gebäudeschäden durch diesen Kanal? Könnte man den Kanal zuschütten? Gäbe es dann Setzungen durch das fehlende Wasser? Erläutert wurde außerdem, dass es darum gehe, erste Teile der Stützmauer auf beiden Seiten der Brücke zu sanieren.

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