In der Nacht zum 24.August ereilte die Reitschule Kurz beim Fischerhof nahe Hammereisenbach ein trauriger Schicksalsschlag. Als die drei Stuten Gina, Mary, Luna und Wallach Esprit wie auch sonst die Nacht auf der Koppel verbrachten, kam es offenbar zu einer Panik in der Tiergruppe – die Ursache liegt nach wie vor im Dunkeln.

Wildtiere oder elektrischer Zaun als Ursache?

„Es können Wildtiere gewesen sein, es sind aber weitere Möglichkeiten gegeben“, erklärte der noch immer sichtlich betroffene Reitlehrer Joachim Kurz. Genauso gut sei es möglich, dass sein geliebter Esprit, der ihn mehr als 15 Jahre begleitete, beim Wälzen in die Strom führende Umzäunung geriet und die Panik dadurch ausgelöst wurde – der Wallach lag tatsächlich direkt neben der zerstörten Zaunanlage. „Sowohl meine Tochter als auch mein Sohn haben das Reiten auf Esprit gelernt“, erinnerte er sich.

Panischer Fluchtversuch

Während des panischen Fluchtversuchs wurden die drei Stuten verletzt – Luna gar so schwer, dass sie einige Tage später eingeschläfert werden musste.

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Sichtliche Folgen für die Stuten

Bei den beiden anderen Pferden hoffte Kurz, sie eventuell bald wieder einsetzen zu können. Zumindest im Falle der Stute Mary ist das derzeit ist aber noch illusorisch. Denn sie hat eine Verletzung am Bein, was sie derzeit an den Stall fesselt – was Mary überhaupt nicht mag. An Belastung ist aber absolut nicht zu denken. Gina sieht bis auf eine genähte Platzwunde an der Nase auf den ersten Blick gesund aus – allerdings lahmt auch sie leicht, daher kommt sie für den Schulbetrieb zumindest kurzfristig ebenfalls nicht infrage.

Therapiepferde des Fischerhofs als zeitweiliger Ersatz

„Was es mir etwas erleichtern wird, ist die Tatsache, dass ich die beiden Therapiepferde des Fischerhofs zunächst mitbenutzen darf – neue Pferde zu kaufen fällt mir momentan sehr schwer“, gibt Kurz die Bindung an seine langjährigen Begleiter offen zu. Zudem fielen für den Erwerb gut ausgebildeter Pferde enorme Kosten an, die es neben den hohen Tierklinik-Kosten zu bewältigen gelte.

Spendensammelaktion von Eltern

Etwas Entlastung erhofft sich der erfahrene Kinder-Reitlehrer durch eine Spendensammelaktion, die von den Eltern der jungen Reitschüler und Reitschülerinnen gestartet wurde.

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Für die Reitschule fallen durch diesen Unfall sehr hohe Kosten an. „Ich muss wirklich sagen, dass ich mit so viel Hilfsbereitschaft nicht gerechnet habe“, strahlt der erfahrene Reitlehrer, bevor er sich auf nach Schwenningen macht, wo seine Tochter an diesem Vormittag ihr Reitabzeichen ablegt.

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