Mit außergewöhnlich vielen Themen befasste sich der Ortschaftsrat in jüngster Sitzung. Kein Wunder, denn das letzte Zusammentreffen lag, coronabedingt, schon fünf Monate zurück. In der Bürgerfrageviertelstunde meldete sich Patrick Preisinger zum Gesamtbild des Kindergartenspielplatzes. Preisinger regte einen Materialaustausch beim Sandkasten an und meinte zum Platz, den er etwas langweilig finde, neue Spielgeräte würden diesem gut tun.

Wucherndes Unkraut stört

Michael Mayer ärgerte sich über das unschöne Ortsbild durch das wuchernde Unkraut an den Straßenrändern. Ortsvorsteher Patrick Hellenschmidt will sich deshalb über den Einsatz einer Kehrmaschine erkundigen. Weiter machte Mayer als Anlieger der Hauptstraße auf den zunehmenden Straßenlärm aufmerksam. Er habe sich „mal den Spaß gegönnt“ und in der Feierabendzeit den Durchgangsverkehr gezählt. Er habe in zwei Stunden über 360 Durchfahrende gezählt. Die holprige Straße und viele klappernde Kanaldeckel trügen übrigens noch einiges zum Krach der Fahrzeuge bei. Der Ortsvorsteher schrieb diesen Sachverhalt für die nächste Verkehrsschau auf. Hierbei werde man auch auf weitere Fußgängerüberwege, besonders bei den Buswartehäuschen, drängen.

Mittagsruhe beherzigen nicht alle

Eine andere Lärmquelle im Ort betrifft die nicht immer eingehaltene Ruhe zur Mittagspause, die im Stadtgebiet und den Ortsteilen für die Zeit von 13 bis 14 Uhr vorgeschrieben ist. Nachgefragt wurde in der Sitzung auch, wann die zugesagte Asphaltierung der hinteren Bahnhofstraße erledigt werde. Hier sei nicht nur die unebene und je nach Wetter schmutzige Zufahrt für die Anwohner ärgerlich, sondern auch die große Staubentwicklung durch Autos und Entsorgungsfahrzeuge. Gerade jetzt in der wärmeren Zeit müsse man Türen und Fenster schließen, damit nicht auch noch die Wohnräume verstaubt werden, hieß es.

Staubige Bahnhofstraße

Außerdem falle auf, dass für die Staubentwicklung zu schnelles Fahren, besonders durch Paketdienste, trotz 30er-Zone, verantwortlich sei. Wie Ortsvorsteher Hellenschmidt ausführte, soll die Asphaltdecke auf jeden Fall noch dieses Jahr eingebaut werden. Die Verzögerung begründet Hellenschmidt mit den vollen Auftragsbüchern bei den Baufirmen.

Stehlampe ohne Strom

Ebenfalls noch nicht repariert ist eine vor Monaten umgefahrene Straßenlampe beim Gasthaus „Hammer“. Der Verursacher sei zwar bekannt, doch ein Ersatz fehle noch. Zwischenzeitlich hat ein Bürger humorvoll mit einer Stehlampe an diesem Ort auf die ausstehende Straßenlampe aufmerksam gemacht. Die Stehlampe brennt jedoch wegen einer fehlenden Steckdose auch nicht. Zu dieser Geschichte wusste der Ortsvorsteher, dass für eine neue Straßenlampe ein neues Fundament nötig sei. Erst danach könnten der Lampenmast und die Elektrik in Angriff genommen werden. Mit Nachdruck will der Ortsvorsteher diesen Punkt jedoch bald erledigt wissen.