Die Stadt Vöhrenbach will ein weiteres Baugebiet „Wohnen am Park/Kosbach“ erschließen. Dem Gemeinderat legte nun Diplom-Ingenieur Arno Linder aus Karlsruhe von der Gesellschaft für kommunale Baulanderschließung (GkB) eine Wirtschaftlichkeitsstudie vor. Nach seiner erste Planung könnten hier 38 Bauplätze für Einfamilienhäuser und vier Bauplätze für Mehrfamilienhäuser entstehen. Die Stadt wird in nächster Zeit das Interesse bei möglichen Bauherren abfragen.

Frühere Planungen noch einmal modifiziert

Bei der aktuellen Planung geht es um den zweiten Teil des Geländes „Wohnen am Park“. Der erste Teil entlang der Schwimmbadstraße und des Ursbach-Weges ist bereits weitgehend bebaut. Nun soll oberhalb ein größeres Gelände ebenfalls erschlossen werden. Die Stadt hatte hier schon einmal erste Planungen durchgeführt, die von Arno Linder aber noch einmal modifiziert wurden.

Holzabfuhr soll weiter möglich bleiben

So sei es wichtig, dass der Kosbachweg gerade für die Holzabfuhr in seiner geraden Führung erhalten bleibe. Da die Nachfrage nach Mietwohnungen steige, seien auch Bauplätze für vier Mehrfamilienhäuser eingeplant worden. Das Projekt sei aber nur eine Vorplanung und könne jederzeit modifiziert werden.

Interessenlage von Bauwilligen soll erhoben werden

Es gehe jetzt vor allem darum, ein Meinungsbild zur bekommen, ob genügend Interessenten für die Grundstücke, die für Vöhrenbacher Verhältnisse ein relativ hohes Niveau hätten, vorhanden wären. Denn die GkB rechnet insgesamt mit Kosten von 3,5 Millionen Euro für Kauf, Erschließung und Finanzierung.

Quadratmeterpreis grob gerechnet: 171 Euro

Bei der Umrechnung auf das mögliche Bauland ergäbe sich hier ein Quadratmeterpreis von 171 Euro. Allerdings gebe es noch Einsparpotenzial, etwa durch wahrscheinlich günstigere Finanzierungen, günstige Angebote der Bauunternehmen infolge von Corona und ähnliches mehr.

Grundstücke könnten ab 2022 bebaut werden

Sein Zeitplan würde beim Abschluss des Vertrages im Sommer/Herbst noch in diesem Jahr mit den Erschließungsplanungen starten. Der Bebauungsplan könnte im Sommer 2021 Rechtskraft erhalten. Ende 2021 oder Anfang 2022 könnte die Erschließung starten. Ab Ende 2022 könnten die Grundstücke bebaut werden.

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Linder sagte, dass man trotz der Hanglage Zufahrten mit maximal 17 Prozent schaffen könne. Außerdem werde darauf geachtet, dass am Ende der Straßen Flächen vorhanden seien, um den Schnee im Winter hinaus zu schieben. Gemeinderat und Stadtverwaltung waren sich einig, dass sich Interessenten bald bei der Stadt unverbindlich melden sollten, damit der Gemeinderat im Herbst für seinen endgültigen Beschluss eine Grundlage habe.

Zum Hintergrund: Die GkB erstellt für öffentliche wie für private Bauherren Planungen für die Erschließung von Bauland und führt auf Wunsch auch die Erschließung durch. Sie kann daher selbst ausschreiben und Aufträge frei vergeben.