Vöhrenbach – Rund eine Million Euro müsste die Stadt Vöhrenbach in den nächsten Jahren in die Feuerwehr investieren. Das zumindest sieht deren Kommandant Ralf Heizmann.

Bei seinem umfassenden Bericht über die Feuerwehr Vöhrenbach (wir berichteten) ging Kommandant Ralf Heizmann im Gemeinderat auch ausführlich darauf ein, wie wichtig eine gute Ausstattung der Feuerwehr sei.

Das 28 Jahre alte Tanklöschfahrzeug (links) aus Vöhrenbach führt 2500 Liter mit. Das neue Löschfahrzeug aus Langenbach (rechts) ergänzt die Löschwasser-Kapazität beim Einsatz mit seinem 1000-Liter-Tank. Bild: Feuerwehr Vöhrenbach
Das 28 Jahre alte Tanklöschfahrzeug (links) aus Vöhrenbach führt 2500 Liter mit. Das neue Löschfahrzeug aus Langenbach (rechts) ergänzt die Löschwasser-Kapazität beim Einsatz mit seinem 1000-Liter-Tank. Bild: Feuerwehr Vöhrenbach | Bild: Feuerwehr Vöhrenbach

Diese Ausführungen waren gerade für den Gemeinderat wichtig, denn er muss immer wieder über die entsprechenden Investitionen und Ausgaben beraten. Dabei sei man dem Gemeinderat dankbar, dass er die Notwendigkeit von verschiedenen Anschaffungen sieht und die Feuerwehr unterstützt. Dies sei eine wesentliche Voraussetzung für die Schlagkraft der Feuerwehr bei den verschiedensten Einsätzen.

„Die Verwaltung und der Gemeinderat haben erkannt, dass wir nichts kaufen, nur weil es ein cooles Teil ist. Sondern es ist ihnen bewusst, dass wir nur das anschaffen, was uns zur effektiven Aufgabenerfüllung zum Wohl der Bevölkerung hilft“, so Ralf Heizmann.

Er ging auf verschiedene Anschaffungen der letzten Jahre seit seinem Amtsantritt ein, kündigte aber auch an, dass zwei große Feuerwehrfahrzeuge in den nächsten Jahren ersetzt werden müssen mit geschätzten Gesamtkosten von fast einer Million Euro. Frühere Äußerungen, die Feuerwehrfahrzeuge wären „mit Plüsch und Samt“ ausgestattet, seien sicher nicht haltbar.

Auf den Hinweis von Rüdiger Hirt auf die enge Finanzlage der Stadt Vöhrenbach machte Ralf Heizmann auch deutlich, dass auch der schon seit Jahren zwischen Stadt und Feuerwehr vereinbarte Plan natürlich nicht festgeschrieben sei. Die Feuerwehr sehe jederzeit entsprechende auch finanzielle Sachzwänge ein, eine gewisse Zeit könnten auch entsprechende Anschaffungen häufig noch einmal geschoben werden. Außerdem bringe sich die Feuerwehr auch selbst immer wieder tatkräftig ein: Beispiele sind die Feuerwehrgaragen in Urach oder Langenbach.

Wichtige Anschaffungen der letzten sechs Jahre waren der Gerätewagen Logistik 2017, das neue Löschfahrzeug für Langenbach in diesem Jahr, oder das Mannschaftsfahrzeug für Urach 2018. Weitere Investitionen betrafen beispielsweise die Umstellung auf den Digitalfunk.

Im Feuerwehrbedarfsplan, der bis 2030 aufgestellt ist, wurden die Fahrzeuge mit ihrem Alter aufgelistet und daraus ermittelt, wann eine entsprechende Ersatzbeschaffung notwendig sein wird.

Das Kernstück im Fuhrpark der Vöhrenbacher Feuerwehr ist das Tanklöschfahrzeug, das mit 2500 Litern Wasser an Bord für den ersten Einsatz bei einem Brand von enormer Bedeutung ist. Das Fahrzeug ist inzwischen 28 Jahre alt, auch die entsprechenden Reparaturen nehmen zu. Hier ist nach dem Plan eine Neuanschaffung für 2023 vorgesehen. Somit müsste bereits im kommenden Jahr der entsprechende Zuschuss beantragt werden. Dieser Zuschuss – erwartet werden 92  000 Euro – wurde bereits mit dem Kreisbrandmeister abgesprochen. Das Fahrzeug wird nach den aktuellen Preisen etwa 380  000 Euro kosten.

2027 steht auf der Liste der Mannschaftswagen für Hammereisenbach, der 2002 als Gebrauchtfahrzeug gekauft wurde und damit dann 25 Jahre im Dienst gewesen wäre. Und bereits ein Jahr später steht das große Löschfahrzeug LF16/12 auf der Liste, das dann ebenfalls nach etwa 30 Jahren ausgemustert werden müsste. Hier rechnet man für das Ersatzfahrzeug mit einem Kaufpreis von etwa 550  000 Euro.

Dabei machte Ralf Heizmann deutlich, dass man bei der Planung für die verschiedenen Fahrzeuge sehr genau überlegt, was unbedingt notwendig sei und wie es am besten eingesetzt wird. Noch vor einigen Jahren stand beispielsweise die Abteilung Langenbach zur Diskussion. Doch gerade tagsüber, wenn einige Feuerwehrleute außerhalb berufstätig sind, wird automatisch die Abteilung Langenbach mit alarmiert. Und mit dem neuen Löschfahrzeug, ebenfalls mit 1000 Litern Wasser ausgerüstet, kann man die Abteilung Vöhrenbach direkt beim Ersteinsatz tatkräftig unterstützen. Das funktioniert nur deshalb so gut, weil man inzwischen aus den verschiedenen Abteilungen in Vöhrenbach eine gemeinsame Feuerwehr Vöhrenbach geschaffen hat.