Nach den Ausführungen durch die Verwaltung, dass die Stadt künftig das Freibad in dieser Form nicht mehr betreiben kann, wurde die Zukunft des Bades im Gemeinderat ausführlich diskutiert.

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  • BWV: Für Albert Schwörer (Sprecher der BWV) war allerdings der Beschlussvorschlag der Stadt zu wenig konkret, vor allem vermisse er einen Zeitrahmen. Eigentlich wäre eine solche Entscheidung Thema für eine Bürgerversammlung, die aber aktuell wegen Corona nicht stattfinden könne. Die BWV plädiere auf jeden Fall ebenfalls für eine deutliche Senkung des Defizits. Ein Verein, der unter anderem dann auch durch einen Kiosk, die Eintrittskarten und Veranstaltungen Gelder erwirtschaften kann, könnte das Bad betreiben. Ein entsprechendes Engagement der Bürger würde auch den Willen der Bevölkerung zum Weiterbetrieb deutlich machen.

In Furtwangen lief die Sache anders

Dabei machte Schwörer deutlich, dass beim Furtwanger Bregtalbad die Bürger von sich aus auf die Stadt zukamen und hier eine Lösung propagierten. Es müsste dann aber auch eine klare Zielsetzung formuliert werden, in welchem Zeitrahmen welche Sparziele erreicht werden sollen. Damit könne man der Rechtsaufsicht den Sparwillen der Stadt darlegen.

  • CDU: Sehr unzufrieden mit dem Vorschlag der Stadt zeigte sich Rüdiger Hirt (Sprecher der CDU). So sei die von der Stadt geforderte Einsparung von mindestens 60 Prozent eigentlich kaum realisierbar, in Furtwangen seien es etwa 30 Prozent. Auch die Betriebsform sei in dem Beschlussvorschlag nicht näher erläutert. Und nicht zuletzt fehlte auch ihm der Zeitrahmen, der dann jederzeit von der Stadt willkürlich festgelegt werden könnte. Nicht zuletzt habe man mit dem Kinderbecken die erste Phase der Sanierung beschlossen, wo bleibe die zweite Etappe?

Nächster Sanierungsschritt jetzt wirtschaftlich nicht möglich

Hierzu meinte Bürgermeister Strumberger, dass man den ersten Schritt gerne gegangen sei, sich die Welt aber auch immer wieder ändere und aktuell der nächste Schritt wirtschaftlich nicht möglich sei. Die Zukunft des Schwimmbades sollte man gemeinsam angehen und eine tragbare Lösung suchen. Das Engagement des Schwimmsport-Vereins habe über Jahre die Unterstützung der Bürger unter Beweis gestellt.

Wer betreibt künftig den Kiosk?

Rüdiger Hirt stellte darüber hinaus infrage, ob ein Betreiber, beispielsweise ein Verein, tatsächlich den Kiosk betreiben sollte, da man mit dem aktuellen Kiosk-Betreiber gute Erfahrungen gemacht habe. Bürgermeister Strumberger und Armin Pfriender zeigten sich aber, auch durch Erfahrungen anderer Gemeinden, überzeugt, dass entsprechende Einnahmen für einen solchen Verein nur mit Unterstützung des Kiosks zu erwirtschaften sind.

Rüdiger Hirt forderte, für den Betrieb des Bades einen Vertrag mit dem gleichen Betreiber wie in Furtwangen abzuschließen, wo man gute Erfahrungen gemacht habe. Auch dies würde eine gewisse Ersparnis erbringen.