Erfolgreich angelaufen ist in dieser Woche eine Hilfsaktion für das Vöhrenbacher Alten- und Pflegeheim Luisenhof für die Herstellung von Schutzmasken aus Stoff.

Genäht wird, weil aktuell die die Original-Masken selbst für Einrichtungen wie den Luisenhof kaum zu bekommen sind, aber im Rahmen von Corona dringend benötigt werden. Schon eine ganze Reihe von Helfern haben sich angesagt, solche Schutzmasken aus Stoff zu nähen.

Bislang kein Corona-Fall

Zum Glück gibt es im Vöhrenbacher Luisenhof keinen Corona-Fall und auch keinen Verdacht. Aber dies möchte man im Haus natürlich so halten. Deshalb wurden schon vor einiger Zeit strenge Sicherheitsmaßnahmen eingeführt wie beispielsweise das Besuchs- und Betretungsverbot und dies schon, bevor es im Rahmen der Verordnung des Landes auch vorgeschrieben war.

Das größte Problem in der sich immer mehr zuspitzenden Situation sei die Gefahr, dass Menschen von außen, also hier vor allem auch die Mitarbeiter, unwissend den Virus ins Haus schleppen, so die kommissarische Leiterin der Einrichtung, Bernadette Manka. Zum Glück hatte man schon immer genügend vorgesorgt, Schutzmasken, Schutzkleidung oder Desinfektionsmittel waren ausreichend vorhanden.

Vorräte gehen schnell zur Neige

Doch in der aktuellen Situation gehen auch diese Vorräte relativ schnell zur Neige. Besonders wichtig ist nun also die Hygiene der Mitarbeiter: Im Haus dürfen sie sich nur in der speziellen, immer wieder gereinigten Dienstkleidung bewegen. Und vor allem tragen alle Mitarbeiter Schutzmasken.

Masken schützen die Bewohner

Die Schutzmasken sorgen dafür, dass die Mitarbeiter, falls sie unwissend den Virus in sich tragen, diesen nicht nach außen und damit an die Bewohner abgeben können. Er wird durch die Maske abgefangen. Und daher ist jetzt das Tragen dieser Masken von sehr großer Bedeutung, um nicht jemanden von den Bewohnern mit dem von außen hereingebrachten Virus zu infizieren.

Da die Masken allerdings langsam zur Neige gehen, griff die kommissarische Einrichtungsleiterin Bernadette Manka eine Idee auf, die sie in Facebook gesehen hatte: die Masken aus Stoff selbst zu nähen. Dabei sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass der Stoff und auch die Befestigung eine heiße Wäsche mit mindestens 60 Grad aushalten können. Denn die Masken sollen natürlich immer wieder verwendet werden können. Eine erste Anfrage bei Eltern der Neukircher Grundschule brachte sofort große Resonanz aus ganz Neukirch.

Nach zwei Tagen die erste Anlieferung

Innerhalb von zwei Tagen stand bereits der erste Stapel von Masken zur Verfügung. Und inzwischen hat sich diese Aktion weiter herumgesprochen. Nicht nur, dass die Mitarbeiter selbst sich hier stark engagieren und in ihrer Freizeit eifrig nähen, auch aus Vöhrenbach selbst kamen inzwischen schon Angebote für solche Schutzmasken.

So berichtet eine Frau, dass sie eigentlich solche Masken für ein Pflegeheim in Frankfurt nähen wollte, wo ihre Schwester bereits aktiv ist. Doch dann kam ihr die Idee: Warum nicht in Vöhrenbach das Altenheim unterstützen? Und so ist auch in Vöhrenbach inzwischen schon eine ganze Gruppe von Frauen zusammengekommen, die in den nächsten Tagen noch eifrig Masken nähen will. Der Bedarf ist natürlich auch relativ groß.

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Denn es sind immerhin rund 60 Mitarbeiter, die hier täglich mit einer solchen Maske oder auch dazwischen einmal zum Wechseln versorgt werden müssen. Denn nicht nur das Pflegepersonal, auch die Technik-Mitarbeiter, im Büro oder in der Küche müssen die gleichen Hygiene-Standards einhalten. Es müsse also auch immer genügend Ersatz vorhanden sein, um die Masken in der Zwischenzeit auch wieder gründlich waschen zu können.

Auch Stoffspenden wichtig

Und genauso wie wichtig wie die Näh-Arbeiten sind natürlich auch die immer wieder angebotenen Stoff-Spenden.

Bei einem Besuch sicherte auch Bürgermeister Strumberger dem Haus seine Unterstützung zu, gerade auch bei der Suche nach solchen Schutzmasken. Bernadette Manka ist sich sicher, dass man mit der so erfolgreich gestarteten Initiative sicher den Grundbedarf decken kann. Wer das Haus aber hier noch weiter unterstützen möchte, kann sich beim Luisenhof melden.

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