Hat der Sportverein Hammereisenbach den beantragten Sandaustausch für den Sportplatz erhalten? Nein, der Hügel an der Anlage besteht aus Erdaushub. Dieser stammt von der Verbandskläranlage Eisenbach-Vöhrenbach unweit der Bruderdiakonie Fischerhof. Dort sind gerade Erdarbeiten für ein 500 Kubikmeter fassendes Regenüberlaufbecken im Gange. Für den Erdaushub wurde eine Zwischenlagermöglichkeit in der Nähe benötigt und da bot sich ein Platz zwischen Landstraße und Hammereisenbacher Sportplatz an.

Der Erdaushub für das Regenüberlaufbecken der Verbandskläranlage Eisenbach-Vöhrenbach wird beim Hammereisenbacher Sportplatz zwischengelagert.
Der Erdaushub für das Regenüberlaufbecken der Verbandskläranlage Eisenbach-Vöhrenbach wird beim Hammereisenbacher Sportplatz zwischengelagert. | Bild: Hartmut Ketterer

Grund für den Bau des Regenüberlaufbeckens ist, dass eine notwendige Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis anstand. Derzeit ist es so, dass bei längeren Regenperioden und bei Schneeschmelze deutlich mehr Abwasser anfällt, als die Kläranlage aufbereiten kann. Was über die Kapazität der Kläranlage geht, wird über einen Notabschlag in die Breg eingeleitet.

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Der Abwasserzweckverband Eisenbach-Vöhrenbach erhielt deshalb von den Behörden eine Auflage zur Änderung dieses Zustandes. Mit dem Bau des Regenüberlaufbeckens soll jetzt eine Pufferung bei hohen Wassermengen geschaffen werden. Das Regenüberlaufbecken hat einen lichten Durchmesser von 14,5 Meter und ist fünf Meter tief. Die Arbeiten sollen in diesem Jahr fertig werden.

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Wie Stadtkämmerer Armin Pfriender auf Nachfrage ausführte, hat die Firma Behringer aus Hüfingen den Zuschlag für die Hoch- und Tiefbauarbeiten bekommen. Die Baukosten sind auf 765 000 Euro angesetzt. Davon belaufen sich die Vergabesummen an die einzelnen Firmen auf 646 000 Euro. Die Arbeitsschritte: Hoch- und Tiefbauarbeiten (Bodenplatte, Wände und Decken aus Stahlbeton), Verfahrens- und Prozesstechnik (Pump- und Rührwerk, Schieber, Verrohrungen und Abdeckungen, gefolgt von der elektrotechnischen Ausrüstung (Steuerungs-, Regelungs- und Messtechnik und Fernwirkübertragung).

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Für das Vorhaben hat der Abwasserzweckverband über das Landratsamt einen Zuschussantrag beim Regierungspräsidium gestellt. Grundlage waren jedoch die Berechnungen von 2018. Da inzwischen Kostensteigerungen eingetreten sind, ist ein Erhöhungsantrag gestellt worden. Wenn alles klappt mit dem Zuschuss, dann hat der Abwasserzweckverband 175 000 Euro zu tragen. Der Anteil der Stadt Vöhrenbach beläuft sich gemäß Verbandssatzung auf 65 Prozent, was 113 750 Euro entspricht.