Die Pläne von Landschaftsarchitekt Martin Kuberczyk vom Büro K3- für die Sanierung zweier Spielplätze stießen im Vöhrenbacher Gemeinderat vor allem angesichts der Kosten auf Kritik. Je 20  000 Euro stehen im Haushalt für die Plätze an der Schule und am Ochsenberg zur Verfügung.

Teuere Rundbank an der Hansjakobstraße

Bereits für den Spielplatz an der Hansjakobstraße legte der Planer eine Kostenrechnung in Höhe von 35  859 Euro vor. Dabei wurde bereits auf eine sehr teure Rundbank um einen noch zu pflanzenden Baum verzichtet, da einige Mütter signalisiert hatten, es gebe Sponsoren, die bereit seien, für Sitzgelegenheiten zu sorgen.

Als Spielgeräte sollten dann eine Mehrfachschaukel (5878 Euro), ein Rollbalken mit Hangseil (1511 Euro), eine Einfassung aus Robinienholz (2528 Euro) und ein Sechskant-Klettergerät (5900 Euro) eingebaut werden. Dazu kommen Landschaftsbauarbeiten der Firma Jäger mit 22  610 Euro.

Spielgeräte für Platz an der Schule vorhanden

Für den Spielplatz Schule gebe es gute Nachrichten: Hier seien nahezu alle Geräte bereits vorhanden. Lediglich Granitblöcke als Gestaltungs- und Sitzelemente und eventuell eine neue Hangrutsche (4078 Euro) sowie die Landschaftsbauarbeiten der Firma Vollmer schlügen zu Buche, in Summe 18  132 Euro. Alternativ könnte eine vorhandene Edelstahlrutsche Verwendung finden, die etwas steiler und schmaler sei – was den Preis auf 14  994 Euro drücken würde. Hier wäre der Landschaftsbau etwas aufwendiger.

„In welchem Zustand befindet sich die vorhandene Rutsche“, wollte Susanne Dorer (CDU) wissen. Die sei noch verwendbar, aber eher für Kinder ab Grundschulalter geeignet. Das wiederum fand Veronika Kienzler (BWV) so schlecht nicht, man müsse nicht immer nur an die Kleinsten denken. Marion Ketterer (CDU) sah den Rollbalken als obsolet an, einige andere das Sechseck-Element.

Kämmerer spricht „gegen seine Berufsehre“

„Jetzt muss ich gegen meine sonstige Berufsehre sprechen“, mischte sich Kämmerer Armin Pfriender ein. Im Haushalt 2021 seien nochmals 10  000 Euro für diese Spielplätze eingestellt. „Ich fange ungern die gleiche Sache mehrfach an, auch wenn das manchmal wehtut“, bekannte er.

Daniel Weisser (BWV) brachte eine neue Variante ins Spiel: Den Rollbalken einschließlich Fundament weglassen, anstelle der Mehrfachschaukel eine Einfachschaukel, schon sei man einschließlich der Planungskosten auf 48  000 Euro. Dieser Vorschlag traf auch auf die Zustimmung des Bürgermeisters. Rüdiger Hirt mahnte dazu aber an, die 10 000 Euro flugs aus der Planung für 2021 herauszunehmen. Diesem Vorschlag folgte der Gemeinderat einstimmig.

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