Mit großer Hoffnung blickt der Kraftsportverein (KSV) Vöhrenbach trotz Corona in die Zukunft. Geradezu vor energiegeladener positiver Einstellung strotzt Jugendleiter Michael Pfaff. Damit kann er manchmal anderen auch auf die Nerven gehen, wie er selbst bezeugte. Zusammen mit dem Vorsitzenden Daniel Heizmann schildert er die Situation des KSV, zu dem etwa 140 Mitglieder zählen und auch Mädchen kräftig Muskeln zeigen.

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Ringen war seit 1900 die Hauptsportart. Im Anfang wurden auch andere Disziplinen bedient, wie Tauziehen. Die Aktiven ringen in der Bezirksliga und die Jugend befindet sich in der Aufbauklasse. Die Verantwortlichen Heizmann und Pfaff legen Wert darauf, mit großem Aufwand stabile Mitgliederzahlen zu halten. Daher baut man auf Kinder und Jugendliche. Die Erfahrung zeigte, dass von 14 bis 20 Jahren ein schwieriges Alter durchzustehen ist, aber „wer die Pubertät im Verein übersteht – der bleibt“, so der Vorsitzende.

Ausgebremst

Man könne zwar vieles vorleben, doch Corona erschwert die Situation durch langen Trainingsausfall deutlich. Der Verein habe alles daran gesetzt, Gemeinschaftsgefühl zu praktizieren und gerade der Jugend Sport, Spiel und Spaß zu bieten. Mit dem erfahrenen neuen Trainer Manfred Hoppe, der selbst jahrelang auf der Matte stand, große Erfolge verbuchte und viele Jahre Jugendliche begeisterte, war man auf gutem Weg, „aber wir wurden ausgebremst“. Dazu kamen finanzielle Ausfälle, wie das Stadtfest, der Feierabendhock, eine private Techno-Party, bei dem der Verein die Getränkebewirtung übernommen hätte, oder der Kappenabend in der Festhalle. Man habe jedoch in den letzten Jahrzehnten gut gewirtschaftet, was sich vorteilhaft auswirke.

Krisentreffen der Vereine

Bezüglich der Zukunftsaussichten gab es eine Besprechung mit anderen Vereinen und Axel Wittlinger, Personalreferent der Stadt Vöhrenbach, in der Festhalle. Besprochen wurden Hallennutzung, Vorschriften und Coronavorsichtsmaßnahmen. Es seien gute Lösungen für die Nutzung der Halle gefunden worden.

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Michael Pfaff meinte, dass der Lockdown persönlich dazu führte, runterfahren zu können, wozu Daniel Heizmann kommentierte „es durfte aber nur temporär gelten“. Erstaunlicherweise reagierten erwachsene Aktive, Sportbegeisterte, Verantwortungsträger und andere Mitglieder sehr gelassen. Schwieriger war die Situation bei den Jugendlichen. Bedauert wurde, dass keine Wettkämpfe stattfinden konnten, aber erfreulicherweise konnte im Rahmen der vorgegebenen Spielregeln ab Mitte Mai wieder trainiert werden.

Am Ringkampfsport festhalten

Um alles sinnvoll zu regeln, trafen sich Vorstand und Trainer. Positiv war auch eine Verbandssitzung, bei der ein Augenmerk auf die Jugend gelenkt wurde. Jugendwettkämpfe sind für November geplant, aber ob sie endgültig verwirklicht werden können, kann momentan nicht gesagt werden. Nach dem Start sei überall spürbares Interesse bekundet und allseits an einem Strang gezogen worden. Daher wollen die Führungskräfte „optimistisch in die Zukunft gehen, damit der Verein weiterhin wächst und gedeiht und am Ringkampfsport festgehalten wird“.

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