In die Sitzung hatte Rainer Christ von den BIT-Ingenieuren zwei Auftragsvergaben mitgebracht. Zum einen stellte er die Prioritätenliste zur Straßensanierung 2020 vor. Diverse Kleinmaßnahmen und die Regulierung von Schachtabdeckungen und Schieberkappen waren dabei ausgeschrieben. Das günstigste Angebot dazu kam von der Firma K&W-Bau aus Schonach, das alle ausgeschriebenen Maßnahmen für 113 049 Euro, der Haushalt sieht maximal 100 000 Euro vor.

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  1. Der Bahnhof Hammereisenbach mit 23 800 Euro stehe an erster Stelle.
  2. Es folgen der Viehdurchlass Urach (11 900 Euro), der Schmiedenhof (5950 Euro) sowie der Berghofweg/Streichenbach (9520 Euro) in Priorität zwei. Diese Straßen zeigen ausgeprägte Senkungen, am Berghofweg seien auch Randbereiche weggebrochen.
  3. Auf Platz drei der Liste steht die Tragdeckschicht der Friedhofszufahrt Eisenbach mit 21 420 Euro, dazu „Auf der Werthe“, wo es für insgesamt 10 710 Euro ebenso punktuelle Sanierungsmaßnahmen brauche wie auf der Berthold-Walter-Straße (5950 Euro).
  4. Die Schachtangleichungen stehen auf Platz vier der Prioritäts-Liste und liegen bei 23 800 Euro. Allerdings lägen diese Maßnahmen außerhalb der Straßenunterhaltung, da diese überwiegend auf der Haushaltsstelle Kanalunterhaltung lägen.

Kämmerer Armin Pfriender verwies mit Nachdruck auf Ausgaben-Disziplin. „Wie kam die Prioritätenliste zustande?“, wollte Rüdiger Hirt (CDU) wissen. Die sei in Abstimmung mit der Verwaltung und nach Schadensbild erfolgt, beschied ihm Christ. Albert Schwörer (BWV) meinte, man solle die letzte Position überprüfen wegen der klammen Kasse, ansonsten solle man nicht alles abwürgen. Bürgermeister Robert Strumberger versprach, man werde alles versuchen, die vorgeschlagenen Maßnahmen weitgehend umzusetzen. „Es wäre schön, wenn auch die klammen Kommunen einen Rettungsschirm erhielten“, sinnierte er. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Abarbeitung der Prioritätenliste aus.

Angebote sind zu teuer

Nicht ganz so glücklich war Rainer Christ bei seinem zweiten Auftrag: Die Brücken- und Stützmauernsanierung sowie die Straßen- und Kanalerneuerung in der Adolf-Heer-Straße. Sechs Firmen wurden angeschrieben, lediglich zwei Angebote wurden abgegeben. Das günstigste Angebot legte auch hier K&W-Bau Schonach vor, das aber übertraf die Haushaltsansätze bei Weitem. Hier standen für Brücken 60 000 und für Wasserläufe 20 000 Euro zur Verfügung, das Angebot lag bei 274 496 Euro. Leider, wie Christ zugeben musste, habe man in der Ausschreibung wegen Abstimmungsproblemen auch deutlich zu hohe Massen angegeben.

Nachverhandlung möglich

Der Anteil für die Brückenbauarbeiten einschließlich Angleichung an den Asphalt läge bei K&W bei gerade mal 71 500 Euro. Da die Abweichung gegenüber dem Haushaltsansatz so enorm sei, könne die Ausschreibung aufgehoben werden und mit dem günstigsten Bieter Verhandlungen geführt werden, um eine freihändige Vergabe durchzuführen. Neben der Erneuerung der Brücke sollte auch über die Erneuerung des Kanals sowie der angrenzenden Bachmauern sollte man sprechen, um eine bessere Abwägung zu ermöglichen.

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Susanne Dorer (CDU) sah es kritisch, mit nur einem Bieter zu verhandeln. „Es macht aber keinen Sinn, mit dem ohnehin teureren Bieter zu sprechen, das würde auch das Verfahren deutlich in die Länge ziehen“, widersprach Rainer Christ. Rüdiger Hirt (CDU) mahnte Ausgabendisziplin an.

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