Wie geht es den Menschen in Morteau, der Partnerstadt von Vöhrenbach, in Corona-Zeiten? Dazu hat die Stadt Vöhrenbach inzwischen ein Lagebericht erreicht.

Ausgangssperre ab dem 17. März

Die ersten Corona-Ausbrüche im Januar habe es im Elsass und in der Nähe von Paris gegeben. Seit 17. März galt eine Ausgangssperre für die Bevölkerung Frankreichs zur Eindämmung der Verbreitung des Virus, heißt es in dem Bericht. „Schulen, Restaurants, Geschäfte, öffentliche Einrichtungen und Kirchen wurden geschlossen. Daneben wurde das Veranstalten von Familientreffen und Hochzeiten verboten. Für Beerdigungen wurde die Zahl an zulässigen Teilnehmer auf zehn Personen festgelegt.“

Grenzen geschlossen

Darüber hinaus wurden die Grenzen weitgehend geschlossen. Konzerte und Theaterstücke sind voraussichtlich bis September abgesagt.

Rasch steigende Zahl von Erkrankten

Die Zahl an Erkrankten habe schnell zugenommen. Materialien wie Masken, Schutzkleidung und Beatmungsgeräte hätten dringend gefehlt. „Aufgrund der fehlenden Schutzausrüstung erkrankten auch viele Mitarbeiter des Gesundheitswesens, was einen erheblichen Personalmangel zur Folge hatte“, schildert das Schreiben die Situation.

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Patienten sogar ins Ausland verlegt

Dutzende von Kranken seien mit Flugzeugen, Hubschraubern und Zügen in weniger belastete Regionen sowie nach Deutschland und in die Schweiz gebracht worden. Am 5. Juni lag die Zahl der an dem Virus Erkrankten in Frankreich bei 154  213 Fällen. Die Zahl der Toten lag bei 29  173 Menschen.

Viele Todesopfer des Virus im Département Doubs

Das Département Doubs, in dem Morteau liegt, hatte zum 5. Juni 148 Tote in den Krankenhäusern zu verzeichnen. „Die Zahl der Toten in Altersheimen und die Zahl der zu Hause Verstorbenen ist hierbei nicht inbegriffen“, ist aus der Partnerstadt zu erfahren.

Lockerungen seit dem 11. Mai

Am 11. Mai wurden zunächst die Reiseeinschränkungen gelockert. Drei Wochen später durften die Geschäfte ihre Türen öffnen. Inzwischen besuchen einige Kinder wieder die Schule, auch wenn der Unterricht nicht wie gewohnt stattfinden kann. Einschränkungen wie das Tragen von Masken im öffentlichen Nahverkehr sowie im Supermarkt gelten weiterhin.

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Morteau kämpfte mit Mangel an Schutzausrüstung

Während der Ausgangssperre hatte Morteau mit Schwierigkeiten wie dem Mangel an Schutzausrüstung, einer großen Zahl an erkrankten Pflegern sowie zahlreichen Todesfällen zu kämpfen. Um das Krankenhaus mit Schutzkleidung auszustatten, kamen aus anderen Regionen Hilfslieferungen. Gleichzeitig wurde das Krankhaus durch freiwillige Helfer unterstützt.

Situation hat sich inzwischen aufgehellt

Inzwischen hat sich die Lage in Morteau verbessert. Die Stadt und ihre Bürger beginnen, aufzuatmen und ihre Freiheit wiederzufinden. Auch in der Krisenzeit standen Cédric Bôle, Bürgermeister von Morteau, und sein Kollege Robert Strumberger in engem Austausch. Ursprünglich war ein Treffen der zwei Bürgermeister beim Stadtfest in Vöhrenbach geplant. Nachdem das Stadtfest abgesagt werden musste, hofft man auf ein baldiges Treffen im Herbst oder im kommenden Frühjahr.