Die Stadt Vöhrenbach überträgt den Betrieb des Freibads Schwimmi der Firma Schwimmbad.so aus Gutach im Breisgau. Geschäftsführer Kapitoschka Koslowski erklärt, wie es nun weitergeht.

Gemeinderat überzeugt

In der jüngsten Gemeinderatssitzung vermochte Koslowski mit seinem Konzept zu überzeugen. Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, mit ihm den Betreibervertrag abzuschließen.

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Der 43-jährige Koslowski bringt reichlich Erfahrung mit, engagiert er sich doch bereits mit seinem Team in verschiedenen Schwimmbädern, sei es dem Bregtalbad in Furtwangen, vertretungsweise im Naturfreibad in Schonach, außerdem bei einem Schwimmbad in Rielasingen-Worblingen.

Betriebsübernahme im Mai

Das Engagement von Schwimmbad.so richtet sich nach den jeweiligen Erfordernissen. Im Fall des Schwimmi in Vöhrenbach wird das Unternehmen ab Anfang Mai den Betrieb übernehmen. In den ersten Wochen gehe es an die Vorbereitung, damit das Bad voraussichtlich Ende Mai oder Anfang Juni eröffnen kann, schaut Koslowski voraus.

Startzeitpunkt schwierig zu definieren

Einen genauen Zeitpunkt zu sagen sei schwierig, das hänge auch vom Verlauf der Pandemie ab. Er geht jedoch davon aus, dass es auch in diesem Jahr eine Freibadsaison geben wird. Wenn die Freibäder geschlossen blieben, sorge das dafür, dass Kinder und Familien vermehrt unbeaufsichtigte Bademöglichkeiten an Flüssen und Seen nutzten. Das erhöhe die Gefahr von Badeunfällen, auch tödlichen.

Hygienekonzepte für Pandemie

Außerdem hätten die Schwimmbäder besondere Hygienekonzepte für die Pandemie entwickelt. Abstandhalten ist eine wichtige Säule. „Immer dann, wenn der Pulk zu groß wurde, haben wir die Leute darauf angesprochen und die Sachlage erklärt. Das hat meistens ausgereicht, dass wieder mehr Abstand gehalten wurde“, blickt Koslowski auf die Saison im vergangenen Jahr zurück.

Letztlich sollen durch den Einsatz ehrenamtlicher Helfer die Betriebskosten niedrig gehalten werden und ein gewisses „Wir-Gefühl“ gepflegt werden. Diese Haltung der Vöhrenbacher, „das ist mein Bad“, werde durch die Einbindung des Fördervereins gestärkt, meint Koslowski. Und dieses Gefühl möchte er auch durch seine Betriebsführung im Schwimmi unterstützen. Seine Begeisterung und die seines Teams soll überschwappen und letztlich die Attraktivität des Bades steigern. Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren habe gezeigt, dass dadurch die Zahl der Badegäste erhöht werden könne.

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Die Betriebsführung und die Fachkompetenz, mit der sich die Firma Schwimmbad.so beim Vöhrenbacher Schwimmi einbringt, kostet die Stadt natürlich. Doch Koslowski weist auch auf Kostenersparnisse hin. So könne sein Unternehmen durch die Zuständigkeit für mehrere Bäder bessere Einkaufspreise bei der Materialbeschaffung für den Badebetrieb erzielen. Außerdem schöpfe seine Firma aus einem Personalpool, wodurch für eine laufende Badeaufsicht gesorgt und eine Vertretung bei Urlaubs- und Krankheitszeiten eines Mitarbeiters gewährleistet sei. Für die Aufgabe des Bademeisters im Schwimmi habe er bereits „einen sehr erfahrenen Mann“ im Hinterkopf, der schon mehrere Jahre in seinem Unternehmen arbeite, „ein sehr zuverlässiger und freundlicher Mensch“.

Drei Säulen für den Badebetrieb

Letztlich kann sich Koslowski für das Schwimmi eine ähnliche Entwicklung wie im Bregtalbad in Furtwangen vorstellen, bei dem der Verein die Betriebsführung hat und Koslowski mit seiner Firma das fachliche und technische Wissen, die Beckenaufsicht und Verantwortung fürs Schwimmbad übernimmt. Der Stadt Furtwangen gehöre weiterhin das Bad, und sie finanziere es. Diese drei Säulen, auf Augenhöhe zueinander, bestehend aus Förderverein, Stadt und seiner Firma, hält Koslowski für „die sinnvollste Kombination“, auch in Vöhrenbach. Das Schöne am Schwimmi sei auch, dass schon eine Struktur bestehe, mit der Gastronomie dort seien die Leute sehr zufrieden, und mit einer Reinigungsfirma werde bereits kooperiert.